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BeitragVerfasst: 19.01.2019, 11:24 
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Dochtgarn
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Doppeltrittspinnrad mit einem Fuß betreiben

lisel hat geschrieben:
Liebe Asme, eigentlich hast Du grade eine auch für mich wichtige Frage aufgeworfen und ich habe schon schwer überlegt, ob dies nicht als Thema in einen Extra Beitrag abgetrennt werden sollte.

Und weil ich dies nicht nur alleine für wichtig hielt, nun ein Extra-Thread.

Es gibt diverse Gründe dafür ein Doppeltrittspinnrad mit nur einem Fuß zu betreiben.
So z.B. weil es nach grade aus gesundheitlichen Gründen nicht anders geht oder weil einem so ein hübsches Doppeltrittspinnrad über den Weg läuft und Mann/Frau u.U. nur mit einem Fuß die nötige Beweglichkeit haben.

Nun geht es in diesem Beitrag nicht darum, wie man dann so ein Doppeltrittspinnrad mit viel Aufwand auf Einzeltritt umrüstet, wenn dies überhaupt geht.

Ich denke diese Fragstellung könnte sicher für andere Spinner auch interessant sein:
Welche Spinnräder mit Doppeltritt lassen sich mit nur einen Tritt/Bein ohne große Umrüstung spinnen?
Ist es dabei egal, ob dann mit dem rechten oder linken Fuß gesponnen wird oder funktioniert beides?


Dazu gibt es ja schon erste Antworten, die ich hier mal schon eingefügt habe:
shorty hat geschrieben:
Das hängt m.E. mit der Art des Doppeltritts zusammen.
Es gibt welche da gehts problemlos rechts oder links und dann gibts auch welche da gehts aber ist spürbar anstrengender als DT
Beim Michi gehts problemlos, ist nur unrythmischer, beim Lendrum gehts auch ist mir aber auf Dauer zu anstrengend.
Unterschied zudem, beim Michi kann ich den Tritt ja durch den Seilknecht komplett stilllegen, bewegt sich also gar nicht mit, beim Lendrum ist der zweite Tritt zwangsläufig durch die Wippe verbunden, dadurch auch dort Bewegung
Und dann gibts sicher auch Modelle wo das gar nicht wirklich gut funzt.


asme hat geschrieben:
Beim Henkys ist der zweite Tritt auch mit in Bewegung, geht aber recht leicht. Richtig probieren kann ich erst dieses Wochenende.


Sicher fällt anderen auch zu diesem Thema noch was ein.
Wir werden wohl bei uns nun erst mal unsere Doppeltritträder mit einem Fuß testen müssen.

LG aus Dresden Technik der Lisel


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BeitragVerfasst: 19.01.2019, 11:31 
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Das war schon als Thema, irgendwann.
Ich hab da sowas im Hinterstübchen.Weiss nicht ob ich mich nicht irre.
Geh mal auf die Suche

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BeitragVerfasst: 19.01.2019, 11:39 
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Hier klang das schon mal an :
viewtopic.php?f=5&t=17897&hilit=Wippe&start=15
und auch hier :

viewtopic.php?f=5&t=26452&p=477953&hilit=wippe#p477953

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BeitragVerfasst: 19.01.2019, 12:08 
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Anna und Ella funktionieren auch mit einem Fuß gut, aber die treten sich halt auch sehr leicht :] . Generell weiß aber schon, warum ich Räder mit Doppeltritt habe, so sitze ich einfach ausgewogener vor dem Rad :)

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Liebe Grüße
Gabi


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BeitragVerfasst: 19.01.2019, 16:40 
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Dochtgarn
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Das Minstrel geht, aber eher nicht so gut. Ich trete dann auch langsamer und es ist anstrengender. Würde ich nicht machen.
Einfüssig nehme ich immer das Elisabeth.

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Liebe Grüße, Sina


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BeitragVerfasst: 19.01.2019, 18:59 
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Je grösser das Schwungrad, desto leichter gehts mit Einzeltritt (bei sonst gleichen technischen Bedingungen)

Hier haben wir das Thema auch schon mal bearbeitet:
https://www.scforum.spinnradclub.de/viewtopic.php?f=5&t=26588&hilit=fuss&start=15
Ab dem letzten Post Seite 2


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BeitragVerfasst: 19.01.2019, 23:04 
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kann ich was meine Spinnräder betrifft nicht pauschal unterschreiben. ( allerdings bedingt andere Technik ) am leichtesten tritt sich einbeinig bei mir das kleinste Schwungrad :-)

diesen Satz halte ich z.B. für falsch nicht von Dir ich weiss :-)
Zitat:

DT: 2 Mal treten -> eine Umdrehung
ET: 2 Mal treten -> zwei Umdrehungen. Ich belaste aus Gründen der Gerechtigkeit auch beim ET abwechselnd beide Beine und komme dadurch bei gleicher Beinarbeit auf die doppelte "Leistung" der Spinneinheit.


aber wir wurden uns darüber damals schon nicht einig, daher mag ich das nicht weiter vertiefen :-)

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Zuletzt geändert von shorty am 20.01.2019, 00:31, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 19.01.2019, 23:21 
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Der Satz ist falsch.
In jedem Fall ist einmal Treten eine Umdrehung.
Man kann bei DT nicht beide Füsse zusammenrechnen.

ET - 1 x Treten (mit einem Fuss) ist eine Umdrehung
DT - 1 x Treten (mit beiden Füssen) ist eine Umdrehung.

Und wenn ich ein ET zum DT umbauen würde, hängt mehr Gewicht am Rad das bremst, (zweiter Knecht und zweiter Tritt) und das geht zu Lasten des Leichtlaufes.
Ob der DT das dann gefühlt ausgleichen kann müsste man ausprobieren.

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Liebe Grüße, Sina


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BeitragVerfasst: 19.01.2019, 23:36 
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Wenn man solche Dinge vergleicht geht das m.E. nur innerhalb des gleichen Rades, nicht pauschal.
Denn was ne große Rolle spielt für Leichtlauf ist die Anordnung der Tritte, der individuell untersch. empfundene bevorzugte Tritthub, die Trittaufhängung, die Kurbelanordnung die Knechtbauweise und vieles mehr.
Es verändert sich das Trittgesamtgewicht, evlt auch das Knechtgewicht wenn man denn zwei hat, aber auch der Winkel der Kurbel ( auch da gibts ganz untersch. Bauweisen ) und eben die Art wie die Kraft übertragen wird.
Das Lendrum DT z.B. hat nur einen Knecht und ist dennoch ein Doppeltritt weils ne Wippe unten hat ( auch das ist bei den Fabrikaten untersch. gelöst )
Es tritt sich in der Doppeltrittversion nur einbeinig getreten viel ! schwerer als das Michi , obwohl letzteres das viel kleinere Schwungrad hat und zwei Seilknechte :-)
Zudem ist das ne weitere Option weil man das trotzdem komplett wie eine Einzeltritt spinnen kann da aushängbar. ( Wenn mir mal danach ist teste ich welche Version leichter zu treten ist, die Version Seilknecht Kurbel innen, Seilknecht Kurbel aussen :-) )

Ich glaube man wird da pauschal auf keinen Nenner kommen, weil zuviele Faktoren mit hineinspielen, nicht zuletzt der Spinner der davor sitzt und eben untersch. Bedürfnisse und Empfindungen mitbringt.

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BeitragVerfasst: 20.01.2019, 10:17 
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Hab gestern Abend mal noch über das zweite Trittgewicht nachgedacht.
Bei Lendrum und Michi ist das zweifelsohne so.
Würde man meine Schwedenziege auf DT umbauen passts aber eher nicht.
Da ist der Einzeltritt nämlich so groß, dass er eine nicht zu verachtende Fläche ausfüllt.
Man könnte ihn ohne weiteres teilen, rein vom Maß her und hätte dann weil man ja zwischen den Tritten wenigstens minimal Abstand haben sollte weniger Gewicht bei 2 Tritten als mit dem ursprünglichen ET.

Evlt ists einfacher/zielführender oder kommt eher der Ursprungsfrage hin, wenn wir DT Räder auflisten wo das funzt DT einbeinig treten.
Ich glaub schon auch dass bestimmte Faktoren das begünstigen, z.B. genereller Leichtlauf aber immer stimmts dennoch nicht.

Und ich würde wohl auch wenn ich nur einbeinig treten könnte dauerhaft das Rad umbauen, weil ich sehr gut verstehen kann dass man das nicht immer zum Thema machen möchte.
Oder evlt gleich auf nen E Spinner umschwenken.

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BeitragVerfasst: 20.01.2019, 11:29 
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Der Vorteil eines Schwungrades liegt in seiner Fähigkeit Energie zu speichern, mit der das Rad möglichst gleichmäßig über den toten Punkt gebracht werden soll. Dies gelingt umso besser, je schwerer und grösser das Schwungrad ist: https://de.wikipedia.org/wiki/Schwungrad. Bei Doppeltritt ist das nicht so nötig, da ja nach jeder halben Umdrehung wieder Energie zugeführt wird.
Der Unterschied zwischen Michi und Lendrum lässt sich damit erklären, dass das Michi als zweifädiges Rad viel weniger Reibungsverluste hat als das spulengebremste Lendrum. Minstrel und Elizabeth funktionieren hingegen nach dem gleichen Prinzip, so dass sich der von Sina beobachtete Unterschied mit dem Größenunterschied der Schwungräder erklären lässt. Wäre interessant, ob diese Aussage auch noch gilt, wenn das Minstrel zweifädig und das Elizabeth - bei gleicher Übersetzung - spulengebremst betrieben wird.
Grundsätzlich kann man davon ausgehen, dass ein zweifädiges Rad mit großem Schwungrad leichter mit Einzeltritt betrieben werden kann als ein spulengebremstes mit kleinem. Dazwischen gibt es eine Reihe technischer Möglichkeiten wie Kugellager, Wiegetritt, kleine Spulen, geringe Übersetzung, leichte Tritte etc. mit denen die Leichtgängigkeit beeinflusst werden kann


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BeitragVerfasst: 20.01.2019, 12:25 
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Nö ich glaube was den Unterschied zwischen Michi und Lendrum betrifft liegst Du falsch :-))
Aber ich werd Dich nicht vom Gegenteil überzeugen können, dessen bin ich mir sicher :-))
Und der Fragestellung hilfts auch nicht wirklich weiter.

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BeitragVerfasst: 20.01.2019, 12:37 
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Weil wir nun selbst neugierig bin, haben wir nun unsere DT-Spinnräder einfach mal zum Betrieb mit nur einem Bein getestet.

Majacraft Little Gem
Das Majacraft Little Gem ist für den Betrieb mit nur einem Tritt nach unserer Auffassung völlig ungeeignet.
Bei diesem Spinnradmodel läuft auf jeder Trittunterseite ein Kugellager hin und her, womit dann letztendlich die Kurbel zum Spinnradantrieb bewegt wird.
Dateianhang:
Little Gem Kugellagern die von unten über die Tritte hin und herrollen.JPG

Dies ist ja von Haus auch schon so, dass man zum Zwirnen den Riemen umlegen muß, damit man das Rad in die andere Richtung drehen kann.
Also mit nur einem Fuß das Rad gleichmäßig zu bewegen und zu spinnen geht hier eher nicht.

Ashford Joy 1
Das Rad läuft mit beiden eingehängten Tritten sowohl sauber mit Betrieb nur auf linken bzw. rechten Tritt.
Mann/Frau kann auch einfach den rechten Tritt einfach nicht einhängen (siehe Foto) und damit braucht man die Masse des nicht benötigten Tritts nicht mit zubewegen.
Dateianhang:
Ashford Joy 1 mit einem ausgehängten Tritt.JPG

Auf immer folgende Fragen, könnte die Antwort sein, der rechte Tritt ist defekt und schon sind weitere Fragen zur persönlichen Gesundheit vorbei.
Sinnvoller ist natürlich bei dauerhaften Gebrauch als Einzeltritt, ist es das Rad in eine Einzeltrittversion zu tauschen oder umzurüsten.


Nach diesem Test zu meiner im Anfangsbeitrag aufgeworfenen Fragestellung habe ich da eine gewagte Theorie und zwar:
"Alle Spinnräder die es wahlweise als Einzel- oder Doppeltritt bei einem Hersteller zu kaufen gibt, kann man in der Doppeltrittvariante auch mit nur einem Bein bespinnen."

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BeitragVerfasst: 20.01.2019, 12:41 
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shorty hat geschrieben:
Nö ich glaube was den Unterschied zwischen Michi und Lendrum betrifft liegst Du falsch :-))
Aber ich werd Dich nicht vom Gegenteil überzeugen können, dessen bin ich mir sicher :-))
Und der Fragestellung hilfts auch nicht wirklich weiter.

Natürlich liegt der Unterschied auch in den vielen kleinen technischen Variationen, die ich genannt habe. Der Einfluss auf das Spinnverhalten ist jeweils unterschiedlich gross. Physik ist keine Frage der Überzeugung.


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BeitragVerfasst: 20.01.2019, 12:52 
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Designergarn
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Danke für Deine Tests :-)
Ja das mit dem Little gem dachte ich mir fast, war auch der Tenor damals.
Und ja vermutlich stimmt Deine Theorie halbwegs, hinzufügen könnte man evlt noch, auch jene die es nur in DT Version gibt , die aber ein Stillegen einer Seite möglich machen.
Wobei ich eben schon glaube dass noch weitere Faktoren das Spinnvergnügen diesbezüglich erschweren oder begünstigen.


Was ganz fernab möchte ich noch berichten, weils mich so freute, auch wenns OT ist, bzw. nicht direkt der Frage dient.
Wir haben in einem meiner Spinnkreise eine recht alte Frau die schon in betagtem Alter mit dem Spinnen begann und sich immer sehr schwer getan hat.
Zuerst mit nem "Dachbodenfund" dann hat sie ein neues gedrechseltes Rad von einem Gruppenmitglied bekommen , der diese herstellt.
Nun hat der Drechsler sein eigenes ( er spinnt ebenfals mit ) Ende des Jahres mit Doppeltritt nachgerüstet, und beim letzten Spinntreff eben auch jenes der älteren Dame.
Die Freude bei allen im Spinnkreis war riesig, nun nach vielen Jahren ging das endlich flüssig, sie hat sich vorher so schwer getan, und an dem ersten Abend mit DT ne ganze Spule vollgemacht.War echt herzerwärmend.

Auf dass jeder das Spinnrad hat , mit dem er /sie am besten klarkommt, egal ob DT oder ET

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