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 Betreff des Beitrags: Sehnenriss - Schluss mit Spinnen?
BeitragVerfasst: 24.05.2019, 19:18 
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Liebe Spinner/innen,
ich hatte Ende März eine Ruptur der vorderen Schienbeinsehne (tibialis antereor) rechts, ganz unten am Mittelfußknochen. Am 8. April wurde ich operiert. Seitdem darf ich den Fuß nicht belasten und sitze im Rollstuhl.
Der Fuß ist in eine unförmige Manschette namens "Airwalker" eingesperrt, die eine rechtwinklige Stellung (in Verhältnis zum Bein) sicherstellen soll. Diese Manschette muss ich Tag und Nacht tragen.
In der nächsten Woche habe ich einen Kontrolltermin, evtl. kann ich danach wieder vorsichtig anfangen zu laufen, erstmal allerdings auch mit dieser Manschette.

Zur Zeit mache ich mir Gedanken, was auf lange Sicht aus der Spinnerei werden soll. Ich darf den Fuß ja nicht aus eigener Kraft bewegen, und selbst wenn ich soweit bin, wieder ohne diese Manschette laufen zu dürfen, weiß ich nicht, ob gerade die beim Spinnen typische Kippbewegung des Fußes möglich und erlaubt ist. Ich habe Doppeltritt- und Singletritträder, kann aber keines davon mit dem linken Fuß allein bedienen.
Den Arzt mag ich nicht fragen - der hat wahrscheinlich gar keine richtige Vorstellung, was da genau gemacht wird beim Spinnen, und lacht mich nur aus.
Die Verletzung, die ich habe, ist so selten, dass es im Internet kaum Info gibt. Ich hab mir schon einen Wolf gegoogelt, es gibt alles mögliche über Achillessehnenrisse oder Rupturen der seitlichen Tibiasehne, aber nicht zur vorderen Beugesehne.
Ich gehe schon mit mir zu Rate, ob ich nicht besser meinen ganzen Krempel abstoße, statt groß darüber nachzudenken - Zeit zum Nachdenken habe ich ja seit Wochen genug, es zieht mich nur herunter.
Hat vielleicht jemand von euch irgendwelche Erfahrungen oder kennt im Spinnkreis jemanden, der mal so etwas hatte?

Grüße von Anna

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"Wenn ich mich vor solchen Kerlen fürchte, kann ich mein Langschwert gleich gegen Stricknadeln eintauschen." (Brienne)


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BeitragVerfasst: 24.05.2019, 21:16 
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Du Arme, ich wünsche Dir gute Besserung :) :)

Von dieser Krankheit habe ich noch nichts gehört, und kann da leider nicht weiterhelfen. Aber es gibt doch auch Handspindeln und E-Spinner, ich habe den von Ashford und mag ihn sehr gerne. Wäre das denn vielleicht eine Alternative? Beides geht ohne Fuß ;) . Und vielleicht wird das ja auch alles wieder gut, wenn es ausgeheilt wird, dafür drücke ich Dir alle Daumen :) . Mein Riss an der Sehne am Außenknöchel ist auch operiert worden und folgenlos ausgeheilt. Also Kopf hoch und die Handspindel raus :bussi:

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Liebe Grüße
Gabi


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BeitragVerfasst: 24.05.2019, 21:19 
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Oh nee! :fear:
Bei einem Sehnenriß brauchst du Geduld. Viel Geduld. Das dauert einfach seine Zeit, bis alles wieder zusammgewachsen ist. Dann wird langsam die Muskulatur aufgebaut. Wir haben einige Kunden mit Achillessehnenruptur. Es ist sehr unterschiedlich, wie gut das heilt und verheilt. Ist die Sehne wieder angenäht worden? Deine Art von Riß ist wirklich selten!
Wenn die Beine nicht mehr treten wollen oder können, kann man immer noch mit einem E-Spinner spinnen. Oder mit Spindeln. Wären das keine Alternativen für dich?

Ich wünsche dir eine gute Besserung! Und Durchhaltevermögen!


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BeitragVerfasst: 24.05.2019, 21:26 
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Danke für die Antworten und die guten Wünsche!
Die Sehne ist wieder angedübelt. Ich glaube, es war eher ein Abriss als ein Riss. Ich weiß nicht, wie belastbar das Ganze ist. Meine verzweifelte Herumgoogelei hat ergeben, dass zusammengenähte Sehnen sogar mindestens so gut halten wie das Original - nach dem Motto "gekittete Töpfe halten am längsten". Aber ich habe ja keine Naht in der Sehne, sondern wie gesagt wurde das abgerissene Ende heruntergezogen und in den Mittelfuß reingedübelt. Das ist eine Konstruktion, von der ich bloß gelesen habe, dass der Fuß danach nicht mehr wird, wie er vorher war.
Aber wie gesagt ist es furchtbar schwierig, überhaupt etwas darüber herauszufinden.
Handspindeln ist natürlich eine Option. Nur dass es halt sehr viel langsamer geht.
Auf E-Spinner umsteigen wäre auch eine. Aber das wäre für mich wirklich die allerletzte Alternative - und ehe ich folglich alle meine Räder verkaufe und einen E-Spinner anschaffe, hätte ich gern genau gewusst, was mich auf lange Sicht erwartet.

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BeitragVerfasst: 24.05.2019, 21:56 
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Die Sehne steht unter Spannung. Reißt z B die Achillessehne, knallt es richtig. Ist eine Sehne gerissen, zieht sie sich zusammen. Dauert es mit der OP zu lange, "verklebt" sie. Dann wird es schwierig, sie wieder auf Länge zu bringen. Physiotherapie ist dann dafür da, die Beweglichkeit langsam wieder aufzubauen. Wie genau deine Heilung läuft? Ich weiß nicht, ob man das so voraus sagen kann. Wenn du mit dem Airwalker laufen darfst: Sollte es einen Höhenunterschied zum anderen Fuss geben, sollte der unter dem anderen Schuh ausgeglichen werden. Dafür gibt es ein Rezept vom Arzt. Lass das bitte bei einem Orthopädieschuhmacher machen. Nicht vom Sanitätsladen, sondern im Fachbetrieb. Dafür wirst du sicherlich einen suchen müssen. Es lohnt sich aber!


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BeitragVerfasst: 24.05.2019, 22:11 
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Ich hab für meinen immer wieder mal rum giftelnden Knöchel eine "Aircast Sprungelenksorthese", ist eine deutlich abgespeckte Version von deinem Monsterteil. Damit kann ich spinnen, auch wenn sich das Sprunggelenk nicht beugen läßt. Ich leg die Ferse ins vordere Drittel des Tritts und schubse so im Rhythmus mit. Das geht bei manchen Rädern nicht so toll, ich bekomme meine Füße schon in gutem Zustand kaum unter ein Traveller, lahm wird das garantiert nichts.

Frag die Ärzte mal nach Fahrad fahren, da wippt man ja auch mit Kraft den Vorfuß auf den Pedalen, damit können sie bestimmt mehr anfangen, oder bring ein Spinnrad zum Termin mit (besonders auch mal zum den Physiotherapeuten, die können dir noch eher sagen, WIE du diese Bewegung wieder antrainieren kannst, ohne dir weh zu tun).
Ich könnte mir vorstellen, daß es besser wieder geht als bei jemand mit Achillessehnenabriß. Die Kraft kommt ja mehr vom Fuß nach unten kippen und das machen die Sehnen und Muskeln auf der Rückseite. Der Trick wird sein, den Fuß passiv vom Tritt wieder hoch tragen zu lassen, und die Sehne vorne nach der langen Ruhigstellung gaaaaanz sachte soweit zu dehnen, daß die Extension wieder gefahrlos möglich ist. Also wahrscheinlich erst mal die Räder mit steilen Tritten und wenig Hub, in kleinen Portionen.

Mit diesem riesigen Gestell von Orthese wird's wohl schwierig, aber wenn's bei dir ähnlich aussieht wie bei den Spinnmädels und mir, dann wartet da eh ein Berg fertiger Wolle auf Verarbeitung ;) Nur nicht gleich noch eine Sehnenscheidenentzündung vom viele Stricken einfangen!

Gute Besserung.


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BeitragVerfasst: 24.05.2019, 23:27 
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Ooooh, ich wünsch dir gute Besserung und einen guten Heilungsverlauf.
Ich würd an deiner Stelle trotz allem mit dem Arzt darüber reden. Den Bewegungsablauf des Fusses kannst doch mit der Hand erklären. Ist doch egal, was er über dein Hobby denkt.

Ich würd jetzt auch nicht voreilig das Spinnequipment verkaufen, das kannst später immer noch tun, wenns wirklich nicht mehr machbar ist mit treten. E-Spinner wär allerdings jetzt schon eine aufstellende Möglichkeit, damit kann man fast in jeder Position spinnen. Würde die Regenerationszeit, die ja doch sehr lange ist, sicher etwas leichter machen.


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BeitragVerfasst: 24.05.2019, 23:51 
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Spinnen mit dieser Manschette ist völlig ausgeschlossen, schon wegen des Gewichts, das dieses Ding hat. Ich hätte null Kontrolle über den Tritt.
Ich hoffe ja auch, dass ich das Mistding nicht ewig tragen muss.
Mir gehts wie gesagt mehr um die Frage, was ich auf lange Sicht machen kann mit dem Fuß, und was nicht mehr.
Im Moment habe ich schon Probleme, überhaupt halbwegs gerade zu stehen. Die Sehnen-OP war meine dritte Fuß-OP seit Anfang November. Erst Hallux links, dann Anfang März Hallux rechts, dann Ende März die Sehnengeschichte (vermutlich war der Sehnenriss ene Spätfolge der zweiten OP). Ich weiß schon gar nicht mehr, wie es ist, normal die Füße zu gebrauchen.
Leider bekomme ich von den Ärzten auch keine klare Ansage, ebenso wenig von den Physiotherapeuten. Es gibt wohl einfach zuwenig Erfahrung mit dieser Art Verletzung und jeder hat Angst, was Falsches zu sagen.

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BeitragVerfasst: 25.05.2019, 07:57 
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Ich kann dir da leider auch keine Infos geben, aber ich wünsche dir alles erdenklich Gute! Wie oben schon gesagt wirst du bei dieser Art Verletzung viel Geduld brauchen. Und sicher auch längere Phsyiotherapie. Die Sehne ist durchs „andübeln“ jetzt warscheinlich verkürzt, durch die Ruhigstellung wirst Muskelmasse verlieren. Alles Punkte, die man mit einer Physio aufbauen muss. Aber halt langsam.

Was die Handspindel und langsam betrifft, Tulipan würde dir da widersprechen. Sie sagt immer mit einer Handspindel ist sie genauso schnell wie mit einem Rad :)

Und vielleicht ist in deiner Gegend jemand der dir mal eine Zeitlang einen E-Spinner ausleiht, einfach mal damit du siehst ob du damit warm werden kannst.

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BeitragVerfasst: 25.05.2019, 08:56 
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Boucle
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Ich würde bei den Ärzten hartnäckiger bohren. Keine klare Ansage ist für mich nicht tolerierbar. Da verlier ich das Vertrauen in den behandelnden Arzt. Wenn er mir nichts zu meiner Verletzung sagen kann, dann hat er evtl. tatsächlich keine Ahnung und das spricht nicht für ihn als behandelnden Arzt.

Gegebenenfalls würde ich den Arzt wechseln.

Ich hatte mal einen Anriss der Achillessehne. Ist natürlich nicht dasselbe wie ein kompletter Abriss, aber ich erinnere mich noch, dass mein behandelnder Arzt die totale Ruhigstellung kritisiert hat. Ich sollte den Fuß schonen, aber nicht total ruhig stellen, weil dadurch die Muskulatur zusätzlich abbaut und sich die Sehnen verkürzen.

Ich glaub nach 4 Wochen (können auch 6 gewesen sein) sollte ich dann mit dehnen beginnen, um die Sehne wieder auf die alte Länge zu bringen.

Da die Sehne bei dir nicht genäht, sondern runtergezogen und befestigt wurde, vermute ich als Laie, dass sie evtl. nicht mehr so weit gedehnt werden kann, dass du den beschädigten Fuß so bewegen kannst, wie den mit intakter Sehne. Aber auch das sollte dir ein Arzt sagen können, sofern er seinen Job versteht. Evtl. ist so eine Sehne auch mit fehlendem Stück noch gut genug dehnbar. Ich würde das wissen wollen und gegebenenfalls zu diversen Ärzten gehn (auch wenn es total nervend ist).

Du musst ja wissen, inwieweit du dehnen darfst, wie viel Erfolg du dir versprechen kannst und was Übertreibung wäre, die dich in Gefahr bringt einen erneuten Abriss zu erleiden.

Allgemein würd ich sagen, dass du dich auf eine lange Genesungszeit einstellen darfst. Ich weiß nicht, wie lange so ein Abriss zum Verheilen benötigt.

In der Zwischenzeit würd ich tatsächlich über einen E-Spinner nachdenken. Evtl. kannst du dir deine vorhandenen Spinnräder auch motorisieren lassen. Ich erinner mich, dass seinerzeit die Beyenburgerin ihre von ihrem Göga motorisiert bekam, also geht das grundsätzlich.

Wünsch dir auch gute Besserung. Fußlahm sein ist ätzend und dein Klotz am Bein sieht besonders ätzend aus. Hoffe, du bist ihn möglichst schnell wieder los!

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GLG,

Veronika


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BeitragVerfasst: 25.05.2019, 09:10 
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Mmmh, ich würd nun nicht gleich den Arzt anzweifeln, bloss weil er nicht genau definiert, wann und wie weit möglich die Heilung abgeschlossen ist. Es gibt nun mal Verletzungen, die sich nicht einfach so schubladisieren lassen.
Hab gestern gegoogelt, um zu erfahren, worum es geht. So einfach ist es wirklich nicht und diese Art der Stabilisierung hat durchaus ihren Sinn. ;)


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BeitragVerfasst: 25.05.2019, 09:59 
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Guten Morgen und allen danke für den Zuspruch.
Den Arzt wechseln ist leider keine Option mehr - weil ich ihn schon mehrfach gewechselt habe.
Wie in dem Link, den Spinnwinde gesetzt hat (danke dafür!) drinsteht, ist eine spontane Ruptur der Sehne ohne äußere Einwirkung selten und eher ein Sportunfall infolge falscher Belastung, oder kommt bei langjährigen Cortisonpatienten vor.
Ich bin weder sportlich noch Cortisonbenutzerin - die Sehnenverletzung ist, wie bereits erwähnt, mit großer Wahrscheinlichkeit eine Folge der Hallux-OP. Bei dieser OP bekam ich eine im Mittelfuß verschraubte Osteosyntheseplatte. Genau da, wo die eingebracht wurde, ist drei Wochen später die Sehne gerissen.
Leider haben mich mit diesem frischen Sehnenriss zwei Orthopäden weggeschickt, weil sie nur den nach der Hallux-OP noch verbundenen Fuß im Auge hatten und einfach davon ausgingen, ich hätte Schmerzen nach OP und wolle bloß jammern. Erst der dritte Arzt (ein Chirurg, zu dem mich mein Hausarzt geschickt hat), stellte durch einfaches Abtasten des Gelenks die Diagnose Sehnenriss und führte die OP durch. Dabei wurde auch gleich eine erhebliche Nervenschädigung festgestellt, auch diese eine Folge der vorhergegangenen Hallux-OP.

Man kann sich denken, dass weder der Hallux-Operateur noch die beiden danach konsultierten Orthopäden für mich noch Optionen sind. Ich habe keine Auswahl mehr, zu welchem Arzt ich gehe, es ist nur noch der eine übrig. :D

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Körper variieren einfach sehr. Heilungsverläufe lassen sich nie 100% vorher sagen, selbst wenn Patienten und Behandler ihr bestes geben. Dafür spielen viel zu viele Faktoren mit rein, die wir noch nicht verstehen oder noch nicht mal kennen, und vieles, das sich nicht kontrollieren läßt. Seufz, und das ist der "Bestfall", wenn wirklich alle ihr bestes tun, leider nicht selbstverständlich.
Misstraue den Leuten, die ein 100%iges Ergebnis versprechen, das ist definitiv nicht möglich.


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BeitragVerfasst: 25.05.2019, 10:19 
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Ich hab mich leider von dem allerersten Chirurgen - der die beiden Hallux-OPs vorgenommen hat - blenden lassen.
Der hat mir tatsächlich die dollsten Ergebnisse versprochen; sogar, dass ich nach den OPs keine Einlagen mehr brauchen werde, was definitiv nicht stimmt - auch unabhängig von dem Sehnenriss.
Der Arzt hat tatsächlich hier im Umfeld einen sehr guten Ruf - deshalb bin ich ja zu ihm gegangen. Leider habe ich von ihm zu meiner derzeitigen Situation noch keine Stellungnahme bekommen.

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BeitragVerfasst: 25.05.2019, 11:07 
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Das ist richtig schlimm und in jeder Form schmerzhaft! Ich hatte mir vor 2 Jahren den Knöchel gebrochen und auch lange eine Schiene. Es hat fast ein halbes Jahr gedauert, bis ich mich wieder an eines meiner Räder getraut habe. Langsam und in minimaler "Höherdosierung" der Spinnzeit, bin ich jetzt fast wieder fit.
Fast-denn durch die Überbelastung des anderen Fußes hat sich dort ein übler Fersensporn gebildet. Meine Handspindelkünste haben sich seither deutlich verbessert und das Arbeitstempo entspricht dem Spinnen am Rad.
Gehe es langsam an!
Vielleicht ist nach langer Heilungszeit und Physio das Spinnen am Radl sogar für den notwendigen Muskelaufbau und die Thrombosevorbeugung ganz gut??
Eine Runde ganz doll Mutmach!!
LG

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