Spule usw. komplett?

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Spule usw. komplett?

Beitrag von Hekate » 09.04.2026, 13:43

Hier bin ich wieder :))
Heute Abend fahre ich ein weiteres Spinnrad, wohl ein bayrisches? besichtigen. Der Raddurchmesser soll laut Anbieter etwa 52cm haben, das Spinnrad wird 'nur' als Deko angeboten, also ohne jegliche Versprechungen, was gut ist.

Frage hierzu wäre nun, ob hier alles ordnungsmäßig vorhanden ist am Flügel und der Spule oder ob bereits Mängel festzustellen wären rein optisch. Zur Zeit habe ich nur diese beiden Fotos aber falls ich es nehme, zeige ich weitere. Ich wollte wissen, da absoluter Neuling, ob es ein absoluter Fehlkauf sein könnte und ihr da bereits was erkennen könnt.

LG
Hekate.
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Re: Spule usw. komplett?

Beitrag von Rolf_McGyver » 10.04.2026, 14:09

Hallo Hekate,
auch dieser Beitrag ein Fall für den Bastelkeller...

Mit diesem Spinnrad wurde schon viel gesponnen, daher ist es prinzipiell auch wieder spinnfähig zu machen, wenn das Schwungrad einigermaßen rund läuft und der Rahmen nicht zu stark durch Wurmbefall geschwächt ist.
Es fehlen, soweit ich erkennen kann, Antriebsfaden und Bremsfaden (bzw. Bremsleder).
Die Lagerungen (Lederlager) müssen eventuell erneuert werden, auf jeden Fall alle Laufflächen der Lagerungen entrostet und poliert.

Für diese Instandsetzungen gibt es hier sicher Hilfestellungen.

LG Rolf

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Re: Spule usw. komplett?

Beitrag von Hekate » 10.04.2026, 17:37

Danke für deine Einschätzung Rolf :heart:
Entschuldigung, soll ich den Beitrag im Bastelkeller teilen oder verschiebst du ihn?

1. kein Leder vorhanden, wahrscheinlich einfach zu beschaffen- alter Gürtel vielleicht?
2. Wurmbefall mäßig, scheint stabil.
3. Spindel: Entrosten komplett, klar. Metall am Ende verbogen, Spule ging streng runter, nicht frei drehbar. Begradigen ohne Schraubstock?- so gut wie kein Werkzeug vorhanden ausser Hammer, Bohrmaschine und mein Dremel.
4. Flügel hält, jedoch leicht wackelig
5. Achsen scheinen gerade zumind. n. Augenmaß
6. Rad frei gängig, leise
7. Offenbar kein Eigenbau, derzeit unleserlicher Stempeldruck

Meine verfügb. Lacegarne wohl zu dünn als Antriebsschnur. Ersatz, Tipps hierzu?
Höhe nicht justierbar, um Antriebsschnur zu auf Spannung zu bringen.
Flügel kam in Antriebsschnur u. sprang raus.

Hier noch weitere Detailfotos- so gut ging.

LG
Hekate
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Re: Spule usw. komplett?

Beitrag von Rolf_McGyver » 10.04.2026, 19:40

Der Beitrag ist jetzt schon an der richtigen Stelle, einfach weiter darauf antworten.

erstmal zum Gestell:
Lockere Verbindungen am Gestell und Schwungrad sollten geleimt werden.
Du schreibst, dass die Höhe nicht verstellbar sei um die Antriebsschnur zu spannen. Doch, da ist eine Verstellung, aber eventuell funktioniert sie nur nicht...
Die Spinnkopfhalterung ist in den senkrechten Gestell-Leisten in einer Nut höhenverstellbar und sollte leichtgängig verschiebbar sein.
Die Stange mit dem Holzgewinde muss in der unteren Querleiste fest drinstecken und halten (mit Querstift gesichert oder verleimt), dann lässt sich mit dem Knebel an der Holzgewindestange die Höhe verstellen und die Antriebschnur spannen. Der Knebel sollte leicht auf dem Gewinde zu drehen sein, Seife (trocken, Seifenflocken) wirkt bei Gleitstellen von Holz auf Holz meist Wunder.
Sowohl die Schwungradachse als auch die obere Lagerstelle am Knecht (für die Kurbel) müssen ein Lederlager erhalten, sonst arbeitet sich das Metall zu schnell weiter in das Holz ein. Das Achsenlager an der Schwungradseite ist nicht zu sehen, daher nicht beurteilbar. Die Dicke der Lederstreifen richtet sich nach dem Spalt an der Lagerstelle. Etwas Spiel muss sein, sonst läuft das Lager zu schwer. Das Lager an der Kurbelseite füllt etwas mehr als den Halbkreis der Lagerstelle und ist oben offen, auf der gegenüberliegenden Seite die komplette Lagerbohrung (so, dass der Verbindungsspalt des Lederstreifens unten liegt). Die Lederlager nach dem Einkleben mit Vaseline fetten, das hält sie geschmeidig.

Flügel/Spule:
Lose Stellen am Holzflügel leimen.
Achse entrosten und bestmöglich glätten und sanft!! richten (nicht mit dem Hammer), so dass die Spule leicht darauf dreht. Ein Präzisionsrundlauf ist nicht gefordert.
Auch das innere des Einzugslochs bis zum Auslass muss glatt sein (kein Rost, keine Grate).
Die Spule hat ebenfalls Lederlager, die auf dem Bild noch brauchbar aussehen. Auch diese Lederlage mit Vaseline fetten.
Nach der Behandlung der Achse muss der Holzflügel wieder fest darauf befestigt sein. Der Auslass vom Einzugsloch muss richtig zum Flügel stehen (ohne dass der Faden über eine Kante kratzt). Mit den Einlaufspuren des Fadens am Holz siehst Du, in welche Richtung der Fadenauslass zeigen muss. Der Flügel darf nicht mit der Antriebsschnur kollidieren, also in eingesteckter Position maximal mit der Spulenseite des Wirtels enden. Die Spulenposition wird bei ausreichender Spannung des Antriebsriemens (Schnur) durch die Wirtel- und Laufradrille ausgerichtet.

Als Antriebsschnur ist Lacegarn natürlich nicht geeignet, eher erstmals eine Wurst- oder Paketschnur. Später evtl. ein passender PU-Riemen oder eine Lederschnur mit vernähten Enden.

Die Flügelbremse besprechen wir, wenn bisher alles gerichtet ist. Prinzipiell bremst für die ersten Versuche der Flügel alleine schon etwas durch die Lagerung...
Mir ist derzeit noch unklar, weshalb dort zwei Knebel vorhanden sind. Vielleicht hat jemand eine Idee, wie das im Original realisiert war.

Über weitere Spulen solltest Du Dir auch Gedanken machen...

LG Rolf

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Re: Spule usw. komplett?

Beitrag von Hekate » 11.04.2026, 00:30

Wow, vielen Dank Rolf :heart:
Das Holzgewinde wurde gestern bereits mit Seife eingerieben ( nehme ich gerne für die Laden meiner Nähtische) und korrekt, die Höhenverstellung würde funktionieren, WENN da nur das Gewindeholzende unten in die Lochung vom querliegenden dafür vorgesehenen Holz darunter passen würde, was aber zu klein ist. Langsam frage ich mich, ob das Gewindeteil überhaupt original ist oder ergänzt wurde? :l
Morgen frage ich meinen Mann, ob er das bohren könnte um die Lochung geringfügig zu vergrößern. Den Flügel leime morgen und wegen der Leimung des Schwungrades suche ich gleich Werkzeug zusammen.
Momentan bin ich am Entrosten des Eisens, was ich auch morgen polieren möchte. Als Lagerersatz könnten Restlederstücke dienlich sein, hätte 1- 2,5mm Stärke, mal sehen was passt.

LG
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Re: Spule usw. komplett?

Beitrag von Rolf_McGyver » 11.04.2026, 18:37

passt das andere Ende der Gewindespindel in das Loch? Nicht voreilig das Loch vergrößern, da bliebe am Rand nur wenig Holz stehen.

LG Rolf

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Re: Spule usw. komplett?

Beitrag von Hekate » 12.04.2026, 01:48

Leider nein, das hatte ich zuvor auch schon versucht, es stimmt wohl so. Ich fand einige Spinnröder dieses Typs- manche haben das Gewinde unten, andere oben.

Ich hätte joch eine Frage, gibt es hier irgendwo eine Skizze oder ein Detailfoto, wo man das Leder und dessen Befestigung mittels der/ des Knebels gut sehen kann? Es ist nämlich das Leder vorhanden, nur ist es recht platt und gehört vielleicht doch erneuert noch.

LG
Hekate

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Re: Spule usw. komplett?

Beitrag von Rolf_McGyver » 12.04.2026, 12:19

ich meinte nicht, dass bei diesem Rad das Gewinde unten ist, sonst wäre der Spannknebel unnötig, sondern ob der zylindrische Endzapfen am Ende des Gewindes in das Loch passt. Dann wäre die Gewindespindel umzudrehen. Ansonsten gehört die Gewindespindel nicht zu dem Spinnrad. Dann sollte der Zapfen angepasst werden (nicht das Loch). Das jetzige Zapfenende ist laienhaft angespitzt, so funktioniert es nicht.

Zur Mechanik der Bremse gibt es unzählige Varianten. Bitte Fotos der Teile (inkl. altes Leder) und des Bereichs der Bremse.
Grundsätzlich liegt das Bremsleder oben auf der Spindel am Einzugsloch auf und wird mit einem Knebel etwas gespannt. Es könnte sein, dass bei diesem Rad ein Knebel zur zur Befestigung des Leders (bzw. Schur an Leder) dient und der zweite Knebel zum Spannen des Bremsleders. Zeige das alte Bremsleder.

LG Rolf

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Re: Spule usw. komplett?

Beitrag von Hekate » 12.04.2026, 14:22

1. Ja, die Gewindestange war irgendwie zugespitzt.
2. Flügel repariert, alles fest. Nur ist Flügel genauso lang wie die Spule- Spannschnur kommt, wie eingehend berichtet, in die Spannschnur.
Ist also entweder die Spule zu kurz oder der Flügel nicht original zum Spinnrad? Bei Antiquitäten, wird gerne ausgetauscht/ergänzt von Laien u. Händlern, um zu komplettieren. Frage: ich fand gedzern zufällig Ashford Spulen, die etwa 11,5 cm lang und damit nur knapp mit Rille über den Flügel ragen würden. Vielleicht passen diese, wobei, ich kenne den Durchmesser dieser Lochung nicht.
Anbei Ashford Spule ( einfädig) 11,5cm wobei die 11,5cm in der Breite nicht an diesen Flügel passenX(

3. Lederstücke im Detail zur Beurteilung- das dicke Stück ist hart, hier könnte ich neues einkleben, muss nur wissen, ob raue Seite auch hier oben sein muss. Hier würde ich über das alte Leder kleben, da nur 1mm dünnes Leder vorhanden. Könnte volumenmäßig gut passen.?
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Zuletzt geändert von Hekate am 12.04.2026, 14:49, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Spule usw. komplett?

Beitrag von Hekate » 12.04.2026, 14:46

Überlegung wäre, entweder Ashford Spule Standard 75 mm einfädig natur als Ersatz zu probieren oder etwas zwischen Flügel und Spule zu geben. Kann so ein Bit sein oder auch irgendeine Holzperle- weiss auch nicht, kenne mich ja nicht aus. Oder man Klebt etwas an den Flügel? :fear:
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Re: Spule usw. komplett?

Beitrag von Rolf_McGyver » 12.04.2026, 16:47

Der Flügel sieht original aus (Form, Stil, Farbe), ggf. ist die Spule nicht original. Für die ersten Versuche eine Hülse zwischen Flügel und Spule einbauen, wie Du es schon selbst vorgeschlagen hast. Holzperlen sind eine gute Idee, da durch die Abrundung nur geringe Berührungsfläche und damit wenig Reibung entsteht. Die Bohrung der Perle(n) soweit vergrößern, dass sie stramm über die Achse passt. Die Länge so wählen, dass sich die Spule noch frei dreht und auch der Lauf des Flügels nicht beeinträchtigt wird. Diese provisorische Lösung kann jederzeit wieder rückgängig gemacht werden.
Bei einer neuen Spule ist auch der Wellendurchmesser entscheidend, der muss passen und das wäre bei der Ashfordspule eher Zufall. Mal in die jetzige Spule einen passenden Bohrerschaft stecken und Maß mitteilen (einen Durchmesser für einen strammen Lauf, einen für leichten Lauf angeben).
Bei den Kunststofflagern der Ashfordspulen ist eine kalibrierte Achse notwendig, sonst läuft sie entweder nicht leicht oder ist sehr laut. Mit einer Neuanschaffung von Spulen würde ich warten, bis das Rad wirklich spinnfähig ist. Dann wird sich eine Lösung ergeben.

Die Lederlager der Spindel sind beidseitig noch ausreichend dick und brauchen m.E. nicht erneuert werden, einfach mit Vaseline schmieren.

Bitte von der Einzugsseite auch mal ein Bild von unten, um weitere Erkenntnisse zur originalen Bremskonstruktion zu gewinnen. Dabei alle Knebel entfernen und auch abgebrochen Holzstumpen heraus machen. Welche Löcher sind durchgehend? Welche Knebel passen in welche Löcher?
Gibt es ein Rest des Bremsleders? Dann bitte möglichst scharfe Fotos.

Danke und LG Rolf

Edit: @alle: Haben unsere anderen Restaurateure hierzu Ideen, Erfahrungen und Lösungen?

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Re: Spule usw. komplett?

Beitrag von Hekate » 12.04.2026, 18:03

Genau, diese Kunststofflager der neuen Spulen, werden wohl ein Problem sein an so alten Rädern...langsam ärgere ich mich, da ich ein baugleiches aber neueres Rad hätte besichtigen wollen, allerdings zu weit entfernt und mit 90€ auch nicht leistbar derzeit- da wäre ne Haspel schon dabei gewesen, die Dame kann nicht mehr Stricken, daher der Verkauf. :(

Denke auch, dass die Spule nicht passt hier.
Die Lederauflage hat sich verabschiedet, ging plötzlich ab. Also doch erneuern beim Einzug. Laut Blechkiste mit den Bohraufsätzen, wo alles wild durcheinander liegt, müsste es der 5,5 Aufsatz sein, der in die Spule ziemlich knappliegend passt, ein freies Drehen noch möglich wäre.
Erschwerend hinzu kam, dass mein Mann gestern das Rad leicht schief geklebt hat- er meinte 6 Minuten lang per Hand einfach zusammendrücken, genügt ja :kill: - ich übertreibe ja und rege mich unnötig auf ging einfach weg, während ich hier fluche. Mir entweder ein praktischer Schraubstock, Klemmen und übliches Werkstatt Werkzeug fehlen oder ne dritte Hand...

Danke für deine Mühe und deinen Input, andere melden sich hierzu wohl doch nicht.

Nur aus Neugier, was passiert, habe ich wieder versucht Abtriebsschnur zu befestigen. Ging leider wieder ab, wie erwartet, die ganze Halterung wackelt ja und Grund ist offenbar auch diese minimale Schiefsverleimung vom Rad an geklebter Stelle :?:
Alleine und so, krieg ich das nie hin...

Ich weiss nicht, wie ich dieses Holzstückchen rausbekommen sollte...
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Re: Spule usw. komplett?

Beitrag von lisel » 12.04.2026, 18:19

Die Fa. Ashford ist im englischen Maßsystem angesiedelt, also wird dort mit Inches und Zoll verbaut.
Die Ashford Standardflügel für Tradi/Traveller haben Wellen mit dem D=1/4", entspricht theoretisch einem D=6,35 mm.
Praktisch haben die Wellen einige wenige Hundertstel Untermaß, also Durchmesser ca. 6,31 bis 6,33 mm. Man kann die Lager auch ändern auf andere Fabrikate. Ist sicherlich noch nicht dran, denn das Rad sollte ja erst richtig laufen. Von den Standartspulen gibt es auch welche die auf beiden Seiten einen maximalen Außendurchmesser von 60 mm haben. Bitte mal mit einem Messschieber den Durchmesser der Spinnflügelachse messen. Vorher diese Achse mit feiner Stahlwolle von Rost säubern.

Die vorhandene Spule des Rades sieht auf dem Foto so aus als wenn eine Spulenseite schief auf den Spulenkern geleimt ist. Geht diese Seite vielleicht noch abzuziehen um sie wieder grade aufzuleimen?

Den abgebrochenen Holzstift würde ich vorsichtig mit einem Dremel anfräsen und dann eine Schraube wie einen Korkenzieher eindrehen und ziehen. Wenn dies nicht geht komplett ausfräsen. Bei mir kommen alte Zahnarztbohrer dafür zum Einsatz. Die Zahnärzte entsorgen diese alten Bohrer sonst.


LG Technik der Lisel

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Re: Spule usw. komplett?

Beitrag von Rolf_McGyver » 12.04.2026, 19:42

Hallo Edgar,
kannst Du Dir einen Reim aus den vielen Bohrungen an der Flügelbremse machen?
LG Rolf

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Re: Spule usw. komplett?

Beitrag von Rolf_McGyver » 12.04.2026, 19:50

Hekate hat geschrieben:
12.04.2026, 18:03
...
Erschwerend hinzu kam, dass mein Mann gestern das Rad leicht schief geklebt hat- er meinte 6 Minuten lang per Hand einfach zusammendrücken,
---
Nur aus Neugier, was passiert, habe ich wieder versucht Abtriebsschnur zu befestigen. Ging leider wieder ab, wie erwartet, die ganze Halterung wackelt ja und Grund ist offenbar auch diese minimale Schiefsverleimung vom Rad an geklebter Stelle :?:
...
Wie stark schwankt das Rad?
Ohne nötige Spannung der Antriebsschnur wird diese leicht abspringen. Wie stark schwankt der Spulenwirtel?

LG Rolf

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