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BeitragVerfasst: 03.09.2009, 18:48 
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Kammzug
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Hallo,

ich wollte mal fragen, welches Garn Ihr zum Brettchenweben nehmt...

Für meinen ersten Versuch hab ich Baumwolle gehabt mit einer LL von ca. 300 m/100 g. Das Band ist sehr stabil geworden, für meinen Geschmack fast etwas zu fest...
Ich frage mich gerade, ob handgesponnene Wolle überhaupt gut geeignet ist... müsste ja wohl möglichst dünn und gleichmässig und doch fest sein, damit es schön aussieht, oder?!
Und wie ist es mit Leinen oder Seide? Was empfiehlt sich da, welche Lauflängen sind gut?
Hat vielleicht auch jemand eine Empfehlung, wo ich geeignetes fertiges Garn kaufen kann?

Liebe Grüsse,
Monika


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BeitragVerfasst: 03.09.2009, 19:46 
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Andenzwirn
Andenzwirn
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ich habe Cottolin benutzt geht sehr gut von Traub.

_________________
es grüßt
teacosy


http://sylvia-thecloset.blogspot.com/


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BeitragVerfasst: 03.09.2009, 21:08 
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Mehrfachzwirn
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Ich habe mir den Leinenzwirn (10/2) von Traub gekauft und komme damit sehr gut zurecht.

_________________
lg, Silvia
*********************
www.wollfrau.blogspot.com


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BeitragVerfasst: 03.09.2009, 21:27 
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Flocke
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Ich verwende Leinen 16/2 und Baumwolle 8/2 von Bockens. Als ich damit anfing habe ich einfachen Häckelgarn genommen.Dein Band wirt mit der Zeit griffiger. Ich habe meinem Hund auch eine Leine aus eifachem Häckelgarn Nr.15
gewebt, mit der Zeit wurde sie griffiger.
Seide kannst Du auch nehmen.

Ancara


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BeitragVerfasst: 04.09.2009, 07:17 
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Designergarn
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Für die ersten Versuche ist Baumwollzwirn am besten geeignet.
Man kann entweder die Topflappenbaumwolle verwenden (ca. 300-340 m/100g) oder die Filigranbaumwolle (10/2, ca. 500 m/ 100g). natürlich sind auch alle anderen Stärken verwendbar, aber die oben angegebenen gibt es in jedem Supermarkt.
Baumwolle hat den Vorteil, daß sie fast nicht aufribbelt und stabil ist. gerade für Anfänger ideal.

Dann habe ich Acrylsportwolle (ca. 260 m / 100g) für dicke, waschbare Gürtel verwendet. Das geht auch ganz gut, dehnt sich aber mehr als die Baumwolle, was das weben etwas erschwert und hängt etwas aneinander, da muß man das fach oft mit den Händen aufziehen.
Sockenwolle (LL je nach Anzahl der Fäden, bei 4 z.B. 420 m/ 100m) ist auch gut geeihnet, da sehr haltbar und nicht leicht aufsplissend. Die dehnt sich nicht so extrem wie die Sportwolle, hängt aber auch aneinander.

Mit etwas Übung kann man dann auf schwierigere Garne umsteigen, die natürlich auch mehr Charm haben.

Ich verwende z.B.
Leinenzwirn 10/2 (500 m/ 100 g) oder 18/2 (900 m/ 100 g)von Traub
kammgarn 6/2 (300m/ 100g), 12/2 (600 m/ 100g) und 28/2 (1400 m/ 100 g) von Traub
Und 6-fädige realseide (da weiß ich die Lauflänge jetzt nicht auswendig, aber ist auch irgendwas um die 1200 m oder mehr auf 100g).

Leinen neigt dazu recht auszuleiern (vor allem bei feuchter Raumlust) und scheuert auch gerne mal durch. Die Brettchen rutschen schlechter drauf. Man muß vorsichtiger drehen und schieben als bei Baumwolle und sollte darauf achten nicht zu viel Spannung drauf zu haben, aber das Fach öffnet sich gut.

Reine Wolle ist nicht so haltbar wie Sockenwolle, ribbelt gerne mal auf, dünne Wolle reißt gerne mal. Hier sollte man auch auf eine nicht zu hohe Spannung achten.

Die Seide neigt dazu Schlingen zu bilden (die ist ja nur gefacht, nicht verzwirnt), ist also auch nicht ganz einfach zu verarbeiten, gibt aber wunderschöne Bänder. bei Seide muß man darauf achten daß die Brettchen die man verwendet stabil sind (keine Kartonbrettchen, die halten Seide meist nicht lange aus) und daß sie ganz glatt sind (damit keine Fäden gezogen werden).

Selbstgesponnene Wolle hab ich auch schon verwebt, das geht durchaus, man sollte hald wirklich halbwegs gleichmäßig spinnen und möglichst zwirnen - am besten mehrfach. Härter gesponnene Garne mit mehr Drall sind besser geeignet als weiche fluffige.

Was ich verwende hängt dacon ab was ich herstellen will. Für Borten nehme ich Garne mit einer LL von min 500m/ 100g, eher dünneres, damit die nicht so steif werden und weniger auftragen. Für haltbare riemen nehme ich dickeres Garn.

CU
Danny

_________________
Mehr über mich und meine Hobbys findet Ihr auf Danny's Taverne, dort findet Ihr auch meine Spindelgalerie.


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BeitragVerfasst: 04.09.2009, 20:47 
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Navajozwirn
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Für den Anfang würde ich auch Baumwolle/Häkelgarn empfehlen. Preisgünstig, robust, und vor allem filzfrei - prima für's "Rückwärtsweben", um Fehler auszumerzen. :D Wolle flust und filzt halt gern zusammen, das Fach lässt sich schwerer öffnen, und zurückweben ist nach zwei, drei Drehungen eigentlich nicht mehr wirklich zu empfehlen. X( Wenn man aber erstmal den Dreh raushat, geht's auch mit Selbstgesponnenem, machen ja viele aus der Reenactment-Szene, und ist gerade naturgefärbt wunderschön erdig und authentisch im Look.
Dass das Band hart und fest ist, liegt meist daran, dass man am Anfang mit viel zu viel Spannung webt. Das merke ich erst jetzt, wo ich meinen Webrahmen habe, wie wenig Spannung man eigtnlich braucht, und die Bänder werden nicht nur weicher, sondern auch viel gleichmäßiger und schöner.
Seide, Leinen und dergleichen traue ich mir momentan noch nicht zu. Ich baue noch zu viel Mist, und dann wäre ich gefrustet über ein band aus teurem Material, das Webfehler enthält. Außerdem ist Leinen, soweit ich weiß, auch nicht ganz einfach zu handhaben, weil es sich dehnt, und das wirkt sich mit der Zeit negativ auf die Spannung aus, beosnders wenn man Muster hat, wo bestimmte Brettchen längere Zeit in dieselbe Richtung gedreht werden. Wenn man dann irgendwann spiegelt und die VErdrillung wieder auflöst, sind die betreffenden Fäden plötzlich länger als vorher, dann muss man mit Gefrierbeutelklammern und anderen Behelfslösungen herumprokeln... Das ist mir gerade noch zu aktig, mich fordert das reine "Hatte ich jetzt gerade vor oder zurück gedreht?" momentan noch völlig... ;) :O
Erstmal wird also die Kiste Häkelgarn gekillt - dann geht's auf zu neuen Ufern! :twisted:

Liebe Grüße,
Sanja

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Sanja bei Ravelry: http://www.ravelry.com/projects/SingingSanja

I'm not weird, I'm gifted. :-)


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BeitragVerfasst: 05.09.2009, 00:29 
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Mehrstufenzwirn
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Ich hab fast alles oben genannte schon ausprobiert - Bockens, Baumwollgarn, Häkelgarn, Selbstgesponnenes - es kommt im Prinzip wirklich darauf an, was du am Ende damit anfangen willst (will sagen: wie stabil, wie "historisch korrekt", wie filigran es am Ende sein soll). Es geht alles, gibt halt unterschiedliche Ergebnisse - von hauchfein und geht nicht von der Stelle (Seide) über flauschig und *wir drehen die Brettchen am besten nicht allzu oft an derselben Stelle* (Selbstgesponnenes) bis zu schick, aber ziemlich stabil (Bockens Leinengarn) ist alles drin.

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BeitragVerfasst: 22.03.2012, 09:49 
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gewaschene Wolle
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Hallo! Auch wenn der Thread schon lange nicht mehr genutzt worden ist stell ich hier mal auf gut Glück eine Frage...

Ich habe Metallbrettchen zuhause. Vor ein paar Jahren habe ich mich mal am Brettchenweben probiert und dann aber leider recht bald wieder aufgehört. Jetzt, da ich selbst spinne dachte ich ich könnte damit mal wieder anfangen.

Und da ich aber noch im Allgemeinen ein rechter Neuling bin wollte ich mal fragen - Singles lassen sich wohl eher schlecht weben oder? Bzw. MUSS man den Faden zwingend verzwirnen oder würde das auch so gehen?

LG, Lilienkind


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BeitragVerfasst: 22.03.2012, 09:58 
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Designergarn
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Singles als Kette ist fast unmöglich, die Spannung ist zu groß dafür.

Als Schuss kann man auch Singles verweben, wenn das unregelmäßigere Webbild beim Brettchenweben gewünscht ist.

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Liebe Grüße
Regina


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BeitragVerfasst: 22.03.2012, 11:01 
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Aber den Schuß sieht man beim Brettchenweben überhaupt nicht! (Außer natürlich an der Kante, wo sie von einem Fach ins andere umbiegen...)

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BeitragVerfasst: 22.03.2012, 11:07 
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Designergarn
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Aha, wieder was gelernt, dann ist es natürlich schade um den Single, der womöglich noch selbst gesponnen ist.

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BeitragVerfasst: 22.03.2012, 11:59 
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Hallo!

Jep, Brettchengewebe ist i. d. R. Rippsbindung. Neben der Spannung kommen noch Probleme beim Drehen der Brettchen hinzu, wenn der Faden nicht stabil genung ist. Dort kann der Faden durch die 'Reibung' auch reißen.

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BeitragVerfasst: 22.03.2012, 13:07 
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Mehrstufenzwirn
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Ich hab mal selbstgesponnene Wolle verwebt, das war robustes Milchschaf, zweifädig. Es gab eine ordentlich breite Borte, was OK war für den LARP-Mantelsaum, an den sie sollte. Aber ich mußte höllisch aufpassen, dass die Brettchen durch das ständige Hin- und Herdrehen (ich benutze zurechtgeschnittene und gelochte Plastik-Spielkarten) nicht die Fäden durchreiben.

Meiner Erfahrung nach funktionieren gekaufte Baumwoll- und Leinengarne am besten.

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BeitragVerfasst: 22.03.2012, 13:21 
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gewaschene Wolle
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Hui, vielen Dank für die prompten Antworten! :)

Dann versuch ich das wohl lieber nicht... sonst ärger ich mich nur über die vergeudete Wolle *gg*


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BeitragVerfasst: 22.03.2012, 13:58 
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Schau mal, das hier: http://diespindel.de/artikelauswahl.php ... n0e18ci4k5
Das ist tolles Garn zum Brettchenweben!
und Tante Edit sagt: Das hier auch: http://diespindel.de/artikelauswahl.php ... n0e18ci4k5

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