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 Betreff des Beitrags: Re: Tiefenwirtel vs Kopfspindel
BeitragVerfasst: 15.08.2015, 09:34 
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Flocke
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Nach weiteren Experimenten und dem Ausprobieren (bin schon seit drei Stunden aktiv - mit Pausen natürlich) von verschiedenen Variationen bin ich nun echt gefrustet.
Ich hab die Spindel von Christina und Michael Matthes vor und zurück probiert. Die Holzart ist Bubinga, der Schaft Makore, die Länge beträgt 250 mm, der Wirtel ist 55 mm und das Gewicht beträgt 22g. Die Spindel dreht sich immer sofort wieder zurück, egal ob dick oder dünn - Versuche, ob Merino, Bergschaf oder Eiderwolle, mit der ich immer gut spinnen konnte. Der Drall wandert im Flug nicht weiter- sondern geht statt in die Wolle zurück zum Zurückdrehen. Wenn ich die Spindel zwischen den Beinen parke, so geht der Drall weiter. Aber in der Luft hängend, nix, niente, ob ich sie rasend schnell anschubse oder langsam.
Sie dreht aber wie ne eins!
Was nützt mir, wenn sie dreht, aber das tolle Drehen sozusagen versandet?
Was mach ich denn nun mit so ner Spindel? Ich probiere jetzt mal, sie irgendwie zu beschweren. Im Wirtel sind auf der einen Seite drei Löcher (für was sind die eigentlich sinnvoll) aber vielleicht kann ich da was reinhängen.
Für was könnte ich die Spindel denn dann noch hernehmen? Ich hab sie einer Frau abgekauft.


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 Betreff des Beitrags: Re: Tiefenwirtel vs Kopfspindel
BeitragVerfasst: 15.08.2015, 10:36 
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Zweifachzwirn
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Hm, also ich habe mir jetzt mal eine 18g Spindel mit kleinem Wirtel und kardiertes Milchschaf genommen. Wenn ich sie mit der Hand anschubse, stoppt sie schnell, aber mit Schmackes abrollen am Oberschenkel reicht für einmal im Sitzen bis zum Boden spinnen. Geht irgendwie, aber freiwillig würde ich sie nicht dafür verwenden. Ich würde diese Spindel erstmal wegpacken, für den Fall, dass du mal dünnes Seidengarn spinnen möchtest- Spindeln, die ich Anfängern in die Hand drücke, haben ca. 35g.
Du hast doch noch eine schwerere Kopfspindel, wie geht es denn mit der?

Zitat:
Sie dreht aber wie ne eins!
Was nützt mir, wenn sie dreht, aber das tolle Drehen sozusagen versandet?


Das bezweifel ich jetzt mal allein schon aufgrund der Gewichtsverteilung. Wenn du einmal eine Premiumspindel in der Hand hattest, wirst du verstehen, warum.

Aber: wenn sie dreht, produziert sie Drall und der verteilt sich immer über die Länge des Garns, solange das nicht durchhängt. Das, was du beschreibst, kann ich mir nur damit erklären, dass du im Eifer des Gefechts versehentlich manchmal die Richtung wechselst.
Probier doch mal, wenn die Spindel stoppt, am Garn zu ziehen. Spätestens dann muss sich der Drall auf die ganze Länge verteilen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Tiefenwirtel vs Kopfspindel
BeitragVerfasst: 15.08.2015, 10:46 
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Ich wage zu behaupten, du hast rausgefunden, warum die Frau die Spindel verkauft hat.
Was du beschreibst, daß sie sehr schnell die Richtung ändert liegt wahrscheinlich an der Gewichtsverteilung. Je mehr Gewicht innen, desto schneller hält sie an. Du kannst sie einfach mal an Stücke Nähfaden und dünnes Garn hängen und sehen, wie sie sich da benimmt, einfach um auszuschließen, daß es irgendwie an deinem Spinnstil liegt (bezweifel ich wenn's mit anderen Spindeln geht).
Nächster Schritt, probier bei jemand mal andere Spindeln aus. Wenn du näher dran wärst könntest du mal mit meinen spielen, einfach um ein Gefühl zu bekommen, wie sehr die unterschiedlichen Formen das Drehverhalten beeinflussen.

Wenn du die Spindel online zum Verkauf stellst findet sich bestimmt schnell jemand. Ist zwar irgendwie gemein, aber Matthes gehen total, ohne daß die Leute fragen, ob sie laufen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Tiefenwirtel vs Kopfspindel
BeitragVerfasst: 15.08.2015, 11:13 
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Rosalindmoehi hat geschrieben:
Aber jetzt mal eine andere Frage: mich sprechen die Handspindeln von Herrn Schönwolff an. Es gibt da drei, die mir besonders gefallen. Zum Beispiel die Spindel aus Alu.
Neulich wurde mir auch das Aluspinnrad vorgeführt und ich könnte es kaufen. Ich war total begeistert. Aber ich will partout erst mal handspinnen lernen und dann sehe ich weiter.
Was meint ihr dazu?


Ich kenne die Spindeln von Jürgen nicht aus eigener Erfahrung, er schreibt übrigens hier auch :) Aber ich würde auch erwarten, dass sie präzise laufen, weil er selber spinnt und seine Produkte aus Spass an der Freud macht. Außerdem hat er als Ingenieur den physikalischen Hintergrund, und so schauen viele seiner Spindeln auch aus. Die anderen sind wohl nach historischen Mustern gemacht und werden vermutlich funktionieren, laufen aber vermutlich nicht so lange und schön, wie eine Spindel mit einem großen Ring aussen oder seine mehrarmigen Spindeln. Dafür sind sie halt recht hübsch :)

Was die Kreuzspindel angeht, dürftest Du recht haben. Der "Durchmesser" der wirksamen Masse ist größer und je nachdem, wie die Arme ausschauen, kann die Gewichtsverteilung günstiger sein als bei einem kugelförmigen Wirtel.

Für Anleitungen für Spindeln guck mal auf den Seiten der Handspinngilde

_________________
Servus,
Monika

Meine Spinnereien ;o)


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 Betreff des Beitrags: Re: Tiefenwirtel vs Kopfspindel
BeitragVerfasst: 15.08.2015, 11:47 
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Flocke
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Tulipan hat geschrieben:
Hm, also ich habe mir jetzt mal eine 18g Spindel mit kleinem Wirtel und kardiertes Milchschaf genommen. Wenn ich sie mit der Hand anschubse, stoppt sie schnell, aber mit Schmackes abrollen am Oberschenkel reicht für einmal im Sitzen bis zum Boden spinnen. Geht irgendwie, aber freiwillig würde ich sie nicht dafür verwenden. Ich würde diese Spindel erstmal wegpacken, für den Fall, dass du mal dünnes Seidengarn spinnen möchtest- Spindeln, die ich Anfängern in die Hand drücke, haben ca. 35g.
Du hast doch noch eine schwerere Kopfspindel, wie geht es denn mit der?

Zitat:
Sie dreht aber wie ne eins!
Was nützt mir, wenn sie dreht, aber das tolle Drehen sozusagen versandet?


Das bezweifel ich jetzt mal allein schon aufgrund der Gewichtsverteilung. Wenn du einmal eine Premiumspindel in der Hand hattest, wirst du verstehen, warum.

Aber: wenn sie dreht, produziert sie Drall und der verteilt sich immer über die Länge des Garns, solange das nicht durchhängt. Das, was du beschreibst, kann ich mir nur damit erklären, dass du im Eifer des Gefechts versehentlich manchmal die Richtung wechselst.
Probier doch mal, wenn die Spindel stoppt, am Garn zu ziehen. Spätestens dann muss sich der Drall auf die ganze Länge verteilen.


Ich denke auch, das Beste wird sein, sie erst einmal in Ruhe zu lassen und mich auch. Hab mich irgendwie festgebissen. ;)
Mit der schwereren Kopfspindel gehts besser. Zugunsten der Spindel sage ich mal: dass ich mit ihr (der schwereren) noch nicht lang im Flug spinnen kann, liegt an meinem Anfängertum.


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 Betreff des Beitrags: Re: Tiefenwirtel vs Kopfspindel
BeitragVerfasst: 15.08.2015, 11:57 
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Asherra hat geschrieben:
Ich wage zu behaupten, du hast rausgefunden, warum die Frau die Spindel verkauft hat.
Was du beschreibst, daß sie sehr schnell die Richtung ändert liegt wahrscheinlich an der Gewichtsverteilung. Je mehr Gewicht innen, desto schneller hält sie an. Du kannst sie einfach mal an Stücke Nähfaden und dünnes Garn hängen und sehen, wie sie sich da benimmt, einfach um auszuschließen, daß es irgendwie an deinem Spinnstil liegt (bezweifel ich wenn's mit anderen Spindeln geht).
Nächster Schritt, probier bei jemand mal andere Spindeln aus. Wenn du näher dran wärst könntest du mal mit meinen spielen, einfach um ein Gefühl zu bekommen, wie sehr die unterschiedlichen Formen das Drehverhalten beeinflussen.

Wenn du die Spindel online zum Verkauf stellst findet sich bestimmt schnell jemand. Ist zwar irgendwie gemein, aber Matthes gehen total, ohne daß die Leute fragen, ob sie laufen.


Dem letzten Teilsatz stimme ich total zu: mit dem Finger auf mich selber zeig! Da gibts einen richtigen Hype auf Ravelry.
Das mit dem Nähfaden probiere ich mal bei Gelegenheit aus.
Aber ich merke zum Beispiel einen ganz dollen Unterschied zu meinen Kreuzspindel. Das Verhältnis von Schaftlänge und Durchmesser ist da anders und da läufts rund.
Ne, die Spindel verkaufe ich nicht wieder.
Evtl. besteht die Möglichkeit, damit zu dem Drechsler zu gehen und das Problem zu schildern. Ansonsten: sie ist ja schön anzuschauen und anzufassen. Außerdem kann man sie ja noch als Katzenspindel nehmen. :)
Aber vielleicht liegt auch alles nur an mir und meiner Ungeduld, schaun mer mal in einem halben Jahr oder so.
Ich hab übrigens noch meine Cap-Merino ausprobiert. Das ist schöne weiche Merino-Wolle aus Südafrika, filzt gut und schnell, hat aber eine sehr kurze Stapellänge. Damit kann ich mit der Spindel Stückchen für Stückchen spinnen. Da kommt mir das dauernd Anhalten müssen ja entgegen. :P
Für 100 g würde ich wahrscheinlich aber ziiiiiiieeeemlich lang brauchen. :D


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 Betreff des Beitrags: Re: Tiefenwirtel vs Kopfspindel
BeitragVerfasst: 15.08.2015, 12:07 
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moniaqua hat geschrieben:
Rosalindmoehi hat geschrieben:
Aber jetzt mal eine andere Frage: mich sprechen die Handspindeln von Herrn Schönwolff an. Es gibt da drei, die mir besonders gefallen. Zum Beispiel die Spindel aus Alu.
Neulich wurde mir auch das Aluspinnrad vorgeführt und ich könnte es kaufen. Ich war total begeistert. Aber ich will partout erst mal handspinnen lernen und dann sehe ich weiter.
Was meint ihr dazu?


Ich kenne die Spindeln von Jürgen nicht aus eigener Erfahrung, er schreibt übrigens hier auch :) Aber ich würde auch erwarten, dass sie präzise laufen, weil er selber spinnt und seine Produkte aus Spass an der Freud macht. Außerdem hat er als Ingenieur den physikalischen Hintergrund, und so schauen viele seiner Spindeln auch aus. Die anderen sind wohl nach historischen Mustern gemacht und werden vermutlich funktionieren, laufen aber vermutlich nicht so lange und schön, wie eine Spindel mit einem großen Ring aussen oder seine mehrarmigen Spindeln. Dafür sind sie halt recht hübsch :)

Was die Kreuzspindel angeht, dürftest Du recht haben. Der "Durchmesser" der wirksamen Masse ist größer und je nachdem, wie die Arme ausschauen, kann die Gewichtsverteilung günstiger sein als bei einem kugelförmigen Wirtel.

Für Anleitungen für Spindeln guck mal auf den Seiten der Handspinngilde


Danke Monika
Zwar kann ich auf der Site der Handspinngilde auf die einzelnen Stichwörter und buttons klicken, aber ich werde nicht weitergeleitet. Es wird gesucht und gesucht.
Komischer Zufall mit dem Drall...auf meiner Spindel;
ne also es stimmt wirklich. Ich komme nur bis zur Hauptseite..


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 Betreff des Beitrags: Re: Tiefenwirtel vs Kopfspindel
BeitragVerfasst: 15.08.2015, 12:26 
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Wenn du sie behalten magst und vielleicht eh umarbeiten, ich glaub ich würd Matthes mal ne Mail schicken, daß dieses Modell nicht läuft. Ich weiß nicht, wie kulant die sind, ob sie evt anbieten, die Spindel zu ändern, aber Versuch wär's wert. Wenn's mein Produkt wäre hätte ich schon gerne Rückmeldungen drüber wenn was verbesserungswürdig ist. Zumal manche ja wohl sehr gut laufen.
Es gibt schon genug spinnradförmige Dekoobjekte, da müssen nicht auch noch Mengen an spindelförmigen dazu kommen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Tiefenwirtel vs Kopfspindel
BeitragVerfasst: 15.08.2015, 14:17 
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Ich hatte erstmal der Frau geschrieben, von der ich sie gekauft hab und das Problem geschildert.
Sie schrieb zurück, dass sie das überrascht. Und:
"Ich fand nämlich , die läuft super und hab sie nur ungern weitergegeben. Aber ein paar mussten halt…
Sie ist natürlich sehr leicht, deshalb ist sie nix für dicke garne, je dünner, desto besser und man sollte schon zügig die Faser ausziehen, sonst bremst das.
Ich drehe immer unten am Stab an, dann läuft das beimir runder.
Manche drehen oben, oder übers Bein an. Das ist halt persönliche Vorliebe.......
Vielleicht fehlt noch etwas Routine auf einer etwas schwereren Spindel."

Ja, also super schnell bin ich wirklich nicht.
Dann hab ich halt ne Spindel für eine routinierte Spinnerin gekauft :)
Wird wohl doch an mir liegen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Tiefenwirtel vs Kopfspindel
BeitragVerfasst: 15.08.2015, 15:08 
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Boucle
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Rosalindmoehi hat geschrieben:
...
Wird wohl doch an mir liegen.


Bei meinem Irlandurlaub habe ich eine Frau in einem Freilichtmuseum mit einer auf ein Stöckchen gesteckte Kartoffel spinnen gesehen. Könner können mit fast allem Garn produzieren ;)

Aber frau muss sich das leben ja nicht unnötig schwermachen. Ich sehe absolut keinen Grund, mit einer Spindel zu spinnen, die mir nicht wirklich Spass macht. Es gibt hunderte von Spindelmodellen, die nicht so "zickig" sind wie die von dir beschriebene. Und wenn die Optik nicht so wichtig ist, braucht man auch keine Drechslerwerkstatt - eine Standbohrmaschine reicht (das Loch im Wirtel muss mittig und gerade gebohrt sein). Für die Spindeln, die ich für meine Anfängerkits mache, nehme ich knapp 10 cm breite Leisten (aus Kiefern-/Fichtenholz), die einen knappen halben cm dick sind, säge da Quadrate ab und schneide denen dann die Ecken ab (aus optischen Gründen - funktional wären quadratische Spindeln auch). Als Schaft nehme ich 6-mm-Stäbe, auf 25 cm abgesägt mit einem Ende angespitzt und dem kleinstmöglichen Schraubhaken am anderen Ende. Gesamtgewicht ca. 50 g. Das Ergebnis ist kein Luxus, und auch keine Hochleistungsspindel ("you get what you pay for"), aber sie dreht ordentlich, und wird vor allem erst mal langsamer, und bleibt dann stehen, und dreht dann erst zurück.

Damit hast du jetzt mal Abmessungen für einen Selberbauversuch. Geringeres Gewicht wäre besser, da könnte man z. B. noch Löcher aus dem Holz bohren/fräsen, bis man sowas wie ein Speichenrad hat. Oder eben doch was drechseln, mit dünnerer Mitte und dickerem Rand (schau auch mal bei Bosworth, was die bauen).

Die Matthes würde ich an deiner Stelle entweder wegpacken und in einem halben Jahr noch mal probieren (Spindeln sind Herdentiere und die meisten Spinner dürften sowieso eine Sammlung haben), oder gleich weiterverkaufen. Nach dem Foto halte ich sie für bedingt einsatzfähig, da zu viel Gewicht in der Mitte (ich steh' zu Fehlkonstruktion!). Umarbeiten würde ich sie eher nicht (lassen) - eine Original-Matthesspindel scheint ja einen gewissen Wiederverkaufswert zu haben (und wenn's nur für Dekozwecke ist). Und eine Spindel von Null an zu bauen ist nicht so wahnsinning kompliziert, siehe oben...


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 Betreff des Beitrags: Re: Tiefenwirtel vs Kopfspindel
BeitragVerfasst: 15.08.2015, 15:52 
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Andenzwirn
Andenzwirn
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Huhu, bei all den technischen Erklärungen, die du so bekommen hast ... die Spindel, von der wir reden wiegt 22 g, oder? Das ist eine ziemlich leichte Spindel und wenn man noch nicht soooo gut spinnen kann, sind leichte Spindeln schon aufgrund ihres geringen Gewichts schwieriger zu spinnen. Man muss da schon recht feine Wolle haben und fein spinnen.

Ich würde sie erst mal weg packen, vielleicht macht es ja noch Klick. Kopfspindeln sind meine erklärten Lieblinge, ich habe sie spontan am allerliebsten gesponnen. Anfangs habe ich sie angedreht, den Drall in die Wolle laufen lassen und dann die Spindel zwischen den Beinen gebremst, damit sie eben nicht zurück läuft. Das ist keine Schande und verwächst sich mit zunehmender Erfahrung sowieso von selbst. Bis vor ein paar Wochen habe ich nur auf Eigenbauten gesponnen und spinne jetzt erst auf schön gedrechselten Handspindeln. Ich glaube, als Anfängerin wäre ich überfordert gewesen, jetzt genieße ich das wunderschöne Spinnen.

_________________
Liebe Grüße,

Andrea

SchwarzesSchaf66 bei Ravelry


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 Betreff des Beitrags: Re: Tiefenwirtel vs Kopfspindel
BeitragVerfasst: 11.09.2015, 16:29 
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gewaschene Wolle
gewaschene Wolle

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Naja, wie schon geschrieben besteht bei Spindeln drechseln die Kunst darin, das Gewicht zu reduzieren bei gleichzeitig großem Aussendurchmesser und aussen viel Gewicht zu belassen, denn das erhält die Drehfreudigkeit. :-) Daher nehme ich da gern Eiche oder Olive.


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