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 Betreff des Beitrags: Ashford Traditional - Auf ein Neues!
BeitragVerfasst: 09.05.2018, 16:28 
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Rohwolle
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Ihr Lieben!

Mein Ashford läuft jetzt prima - dank eurer Hilfe. Und jetzt ist das zweite im Haus, Ersatzteile schon geordert, und soll wieder schön werden. Nein, nicht noch eins für mich, meine Nichte hat meins probiert und wollte "genau so eins" und hat es tatsächlich gefunden.

Nun habe ich zwei kleine Fragen zur Mother-of-all (die ich immer "Motherboard" nenne ...)

1. Unter der Verstellschraube (siehe Bild 2) hat sich schon eine runde Delle gebildet, weil das Metallplättchen fehlt. Sollte ich da irgendwas draufkleben und wenn es nur ein Filzgleiter ist?

2. Die Mother-of-all ist ja über die Schrauben verstellbar. Bei mir sind die in einer anderen Position (siehe Bild 1). Sollte das in der Mitte stehen? Was bewirkt das Verstellen? Ich weiß nur, dass Riemen/Rad und Wirtel in einer geraden Linie liegen sollten. Ist das dafür?
(Habe außerdem gemerkt, dass bei meinen "Jungfrauen" die Unterlegscheiben fehlen, ich kann die rausziehen ... aber es geht ja auch so ...)

Ganz lieben Dank für alle Tipps!
Isa


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BeitragVerfasst: 09.05.2018, 18:24 
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Faden
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Isa11 hat geschrieben:
Nun habe ich zwei kleine Fragen zur Mother-of-all (die ich immer "Motherboard" nenne ...)
1. Unter der Verstellschraube (siehe Bild 2) hat sich schon eine runde Delle gebildet, weil das Metallplättchen fehlt. Sollte ich da irgendwas draufkleben und wenn es nur ein Filzgleiter ist?
2. Die Mother-of-all ist ja über die Schrauben verstellbar. Bei mir sind die in einer anderen Position (siehe Bild 1). Sollte das in der Mitte stehen? Was bewirkt das Verstellen? Ich weiß nur, dass Riemen/Rad und Wirtel in einer geraden Linie liegen sollten. Ist das dafür?


Das mit den Ashford Traddis verstehe ich sehr gut :D Meine Frau hat bei Ihrer Cousine 2015 das erste mal Berührung mit einem Traddi und damit war es das erste Spinnrad mit Körperkontakt für Sie.
Das Ende der Geschichte ist ja in unserem Profil zu sehen.
Und es waren auch schon mal 4 Ashford Räder in unserem Haushalt...
Oh das war von mir weit vom Thema...also Deine Fragen:

1. Die Verstellschraube bohrt sich systematisch ins Brett der MOA, wenn kein Metallplättchen darunterliegt.
Diese Metallblättchen sollte nicht zu stark sein, damit noch viel Verstellweg unter der MOA vorhanden bleibt.
Vielleicht legst Du Dir mal zur Probe z.B. ein 1 Cent-Stück (hat aber Eisenkern) oder eine andere dünne Münze z.B. aus Alu drunter.
Wenns dann passt einfach an dieser Stelle festkleben.

2. Die Verstellmöglichkeit der MOA wird nur zum Ausrichten des Riemens zwischen Schwungrad und den jeweiligen benutzten Übersetzung des Wirtels des Spinnflügels bei den meisten Tradis verschoben nach Lösen der Schrauben in den Langlöchern der Scharniere. Bei Dir sind es die Langlöcher im Holz oberhalb, also die Holzschrauben mit den großen Unterlegscheiben
Damit soll der Riemen optimal senkrecht auf 90° zur Spinnflügelachse stehen.
Bei extremen Schieflauf kann der Riemen immer wieder abspringen und das nervt sicher.
Also aus dieser Verstellung bitte keinen Kult machen. Der Riemen soll nicht extrem schief laufen und natürlich nicht regelmäßig wegfliegen.
Ich habe meiner Frau für alle auf dem Sliding Hook (90 mm Spule) befindlichen Übersetzungen nur eine Einstellung am Scharnier gemacht.
Eine Verschiebung bei Änderung der Übersetzung auf diesem Spinnflügel muß sie nicht machen.
Wir haben einen PU-Riemen auf dem 1-fädigen Ashford und natürlich "Bindfaden auf dem 2-fädigen und beide Räder kommen ohne Verschiebung der MOA nach der Ersteinrichtung bei uns aus.

Wenn noch Probleme oder Fragen gerne wieder melden
LG aus Dresden Technik der Lisel


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BeitragVerfasst: 09.05.2018, 19:04 
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Rohwolle
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Danke Dir! :)

Das hilft mir auf jeden Fall weiter - und der Tipp mit der Münze ist super, da finde ich sicher was.

Ich finde diese Spinnräder immer wieder erstaunlich - und was sich die Benutzer beim Zusammenbauen gedacht haben - gab ja noch kein Internet und war so sicherlich schwierig ...

An diesem fehlt glücklicherweise nicht viel, außer Bremse, Riemen und Spulen, die hab ich schon nachgekauft. Das Rad muss mal auseinander gegangen sein (es eiert auch leicht) und wurde mit viiiiiiel Leim zusammengeklebt, der Splint gleich mitverklebt ...

Vorhin hab ich mich noch gewundert, mit was es behandelt wurde, weil es furchtbar klebte .... über 30 Jahre Küchendunst hinterlassen einen dicken, grünlichen, klebenden Film ... örks ...

Aber jetzt wird es erstmal gepflegt und dann kann's losgehen!

Liebe Grüße,
Isa


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BeitragVerfasst: 09.05.2018, 19:22 
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Faden
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Isa11 hat geschrieben:
Vorhin hab ich mich noch gewundert, mit was es behandelt wurde, weil es furchtbar klebte .... über 30 Jahre Küchendunst hinterlassen einen dicken, grünlichen, klebenden Film ..

Also vielleicht erst nebel-feuchten Lappen mit Holzreiniger Pronto+Wasser, ersatzweise Spüli. Dann Lappen mit Spiritus und dann kann es ja weitergehen.

Schleifen oder neu wachsen vorher, gibt nur unschöne Flecken... hatte ich ja schon und wenn neugierig hier nachlesen viewtopic.php?f=14&t=27598&start=15
Dann gutes Gelingen! Wird schon!!

LG aus Dresden Technik der Lisel


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BeitragVerfasst: 10.05.2018, 07:46 
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gewaschene Wolle
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Hallo,

ich hänge mich mal hier an, genau so einen Thread wolllte ich auch heute eröffnen.
Vior zwei Tagen ist auch bei mir ein gebrauchtes einfädiges Ashford Traditional eingezogen. Nach der Übersicht auf der Ashford-Seite müsste es Baujahr 1982-1989 sein, hat also schon ein paar Jahre auf dem Buckel.
Es wurde aber wohl sehr gut gepflegt und seit 2001 nicht mehr benutzt, stand ab da aber in der Wohnung, also nicht im feuchten Keller oder auf dem Dachboden. Insofern ist es wirklich noch gut in Schuss ;-)

Gleich die Frage nach dem Metallplättchen hat mir sehr weiter geholfen, das fehlt bei mir nämlich auch und es hat sich schon ein kleines Loch gebohrt. Da ich das Rad aber vorher nicht kannte, wäre mir nie aufgefallen, dass das so nicht sein soll. Insofern war der Tipp mit der Münze für mich schon einmal Gold wert, herzlichen Dank dafür.

Der Antriebsriemen fehlt und ich wollte zusammen mit Ersatzspulen (es ist nur eine dabei), das Wartungsset von Ashford bestellen, da ist ein Baumwollantriebsriemen drin. Technik der Lisel hat aber oben beschrieben, dass er für das einfädige Tradi einen PU-Riemen verwendet,was mir auch logisch erscheint, der zweifägige Antrieb soll ja unelastisch sein, da sich durch die Schlinge der Zug auf zwei Stellen verteilt, während mein einfädigen durch den elastischen PU-Riemen der Unterschied im Umfang zwischen den beiden Flügelwirteln (es ist ein alter Flyer dabei mit nur zwei Wirtelrillen, statt wie bei den neueren Rädern mit drei Wirtelrillen) ausgeglichen werden soll.

Leider finde ich bei den Zubehörlieferanten keinen PU-Riemen für das Traditional, für die anderen Modelle haben sie jeweils einen im Angebot. Das hat mich jetzt ein bisschen verunsichert, ob ich doch einfach den Baumwollfaden nehmen soll? Im Moment habe ich behelfsmäßig eine Wurschschnur (unelastisch, wurde zum Abbinden der Wurstenden genommen) aufgezogen, und damit läuft es ganz gut. Aber ich habe ja eben keinen Vergleich, um zu beurteilen, ob es so okay ist, oder nicht?

Herzliche Grüße und allen einen sonnigen Feiertag

Wollkirsche


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BeitragVerfasst: 10.05.2018, 08:43 
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Faden
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Hallo Wollkirsche,

dann auch Dir ein herzliches Willkommen im Kreis der Ashordverliebten..

Als das Ashford Traditional angefangen wurde in Neuseeland zu bauen, gab es sicher keine PU-Riemen für das Rad zu kaufen.
Nun hat Ashford über die Jahre einige Details am Rad verändert.
Dabei hat die Firma immer aufgepasst, dass alte und neue Teile meist zusammenpassen.
Daher rührt nach meiner Auffassung auch der Name Traditional :D

Nun kann man schon ein 1-fädiges Traddi mit Baumwollschnur oder auch mit PU-Riemen antreiben.
Hier mal als Foto zum ansehen z.B. beim Wollschaf (Ausführung 5 in Baumwolle / Ausführung 4 Polycord zum selbst Ablängen+Zusammenschweißen
https://das-wollschaf.de/osshop/catalog ... ts_id=1310

Es geht nur wesentlich leichter zu treten mit PU-Riemen, der benötigt so gut wie keine Riemenspannung und damit sind die Kräfte in den Lager (Schwungrad und Spinnflügel) sehr klein.
Darüber gibt es dann hier einen relativ umfangreichen Beitrag im Forum auch mit Nennung möglicher anderer Lieferanten:
viewtopic.php?f=16&t=27760

Wenn Fragen offenbleiben, bitte fragen...

LG aus Dresden
Technik der Lisel


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BeitragVerfasst: 10.05.2018, 09:11 
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Rohwolle
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Ich hab den PU letztens bestellt, aber noch nicht drauf, im Moment fahre ich noch mit dem Baumwollfaden - der ist aber schon viel besser, wie die Wurstkordel, sowas hatte ich vorher auch drauf.

Im Reparaturset sind ein paar Teile, die ich brauchen konnte, z.B. auch die Bremdfedern, Einzugshaken und Lederknechtverbindung. Letztere hab ich bei beiden Rädern sofort getauscht, weil ich interessanterweise jeweils ein Lederstück dran hatte, das völlig andere Abmessungen hatte.

Liebe Grüße,
Isa


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BeitragVerfasst: 10.05.2018, 10:52 
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gewaschene Wolle
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Ich habe jetzt erst mal das Antriebsrad ausgebaut, weil es erstens irgendwie wackelig war und beim treten an zwei Positionen ein leichtes Knacken gemacht hat. Die Nabe war nicht mehr fest verleimt, so das die Speichen wackelig waren. Dank der Anleitung im Forum hat es auch prima geklappt, den Splint rauszuhauen. Ich werde mich wohl für das Leimen der Nabe entschließen (wie hier von Technik von Lisel) beschrieben: viewtopic.php?f=14&t=27598) (ich kann gar nicht laut genug sagen, wie toll ich diese Beschreibungen und Anleitungen finde, ganz herzlichen Dank an Technik von Lisel, dass er seine Erfahrungen so ausführlich, verständlich und mit so gut dokumentierenden Bildern mit uns teilt!!!!!).
Mein Freund ist eher für verschrauben, weil man das auch noch einmal lösen kann, aber einmal Löcher gebohrt ist halt nicht wieder rückgängig zu machen und ursprünglich ist ja auch geleimt.

Die Achse sitzt in zwei Kunststoffgleitlagerbuchsen in den Holmen, macht es Sinn, ein drittes Gleitlager an der Außenseite des hinteren Holms anzubringen? Also da, wo die Achse reingeht?

Der Knecht hat kein Gleitlager, sondern nur ein zur Radseite hin recht breites Loch, und die Achse hat etwas Spiel darin. Ich habe den Verdacht, dass dieses Spiel einen leichten Rückschlag beim Treten auslöst, den ich bei Probespinnen festgestellt habe. Muss er so viel Spiel haben oder sollte da auch z.B. so ein Lager eingebaut werden?

Beim mir ist das Leder der Knechtverbindung relativ ausgeleiert, es hat ca. 3cm Abstand, anstatt 2,5 cm wie vorgegeben. Keine Ahnung, ob das kritisch ist, ich werde das Leder aber auf jeden Fall erneueren, ist ja in dem Wartungskit mit drin ;-))

Lustig, dass auch Du Lisa die Idee mit der Wurstkordel hattest ;-))

Viele Grüße und danke für die vielen Tips

Wollkirsche


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BeitragVerfasst: 10.05.2018, 11:05 
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Rohwolle
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Hallo Wollkirsche,

ich würde das Rad auf jeden Fall leimen, wie von Technik der Liesel beschrieben, Schrauben sehen doch unschön aus und ich bin sicher, dass es auch so stabil genug wird. Weitere Lager haben meine beiden auch nicht, ich denke, das ist nicht notwendig. Eventuell kannst du die beiden erneuern, wenn das Rad jetzt raus ist, bekommt man die Lager relativ leicht aus dem Holz und kann dann schauen, ob sie noch ok sind.

Das ganze Geräuschproblem wird sich erledigen, wenn der richtige Federsplint drin ist. Hätte ich auch nicht geglaubt, ist aber tatsächlich so. Dann wackelt auch die Kurbel nicht mehr und nix. Der Nagel ist eigentlich nur im Aufbauset dabei, um die Löcher der Achse mit den Löchern der Kurbel in Übereinstimmung zu bringen um dann von der anderen Seite (Nagelspitze) den Splint einzutreiben.

Danach ist an der Stelle Ruhe. Ich hab nur ein Knarzen des Trittbretts, das bekommt man m.W. nie ganz weg, Öl oder Lagerfett helfen da ein wenig, aber je nachdem, wie man tritt, knarzt es halt mal ...

Liebe Grüße,
Isa


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BeitragVerfasst: 10.05.2018, 12:08 
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Faden
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Hallo Ihr Beiden,

also ein drittes Gleitlager an der Spinnradachse gibt es serienmäßig nicht und ist auch sicher nicht nötig

Der Knecht hat oben eine Kunststoffbuchse. Die sollte schon drin sein.
Bitte mal ein Foto dazu einstellen wo er fehlt. Wenn wirklich weg z.B. per Mail an Famiie Lauer (das Wolfschaf) schreiben mit Foto, die helfen bei Teilen eigentlich immer.
Übrigens wegen Aufbauanleitung der Modelle mal auf die Ashford Seite schauen, dort kann man die runterladen und dann in Ruhe studieren.
https://www.ashford.co.nz/support/past-products

Mit dem Federstift hat Isa recht, ging uns auch so und dann war Ruhe.

Das Knarren am Tritt liegt ja daran da Ashford zur Aufhängung vorne in den Beinen nur Löcher ins Holz gebohrt hat und dort keine Buchsen drin sind.
Kann man nicht ohne weiteres ändern, aber einen Trick habe ich hier irgendwo gelesen, der wirklich erstmal für Ruhe sorgt.
Mann stellt das Rad so das eine Bohrung des Trittes senkrecht nach oben steht.
Dann flüssiges Kerzenwachs in die Bohrung einer weißen Haushaltskerze reintropfen lassen.
Dazu muß man das Rad nicht auseinanderbauen.
Geht sicher nur mit 2 Personen, da man ja nicht 4 Hände hat.
Dannach ist erstmal eine geraume Zeit Ruhe.
Manchmal kommt das Knarren auch wenn das Leder (sofern man eine Knechtverbindung in Leder hat, es gibt bei neuen Rädern diese in PU) schon alt und hart ist.
Hier mal Lederfett aufs Leder machen und schon gehts leise wieder.

Güßre aus Dresden
Technik der Lisel


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BeitragVerfasst: 10.05.2018, 12:32 
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Rohwolle
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Hast du richtig! Der Knecht hat außen eine Kunststoffbuchse! Gerade nochmal nachgesehen ...

Das mit dem Kerzenwachs habe ich auch schon gehört, aber noch nicht getestet. Ich hab an den Stellen Lagerfett statt Öl genommen, das hält ein bisschen länger ...

Ich hatte übrigens gestern Abend noch Feedback, wegen der Dreckschicht auf dem Rad ... nachdem ich erst mit Holzseife, dann einem Küchenreiniger gegen Fett dran war ... "Wir haben das Rad mal geölt, danach zog es immer so viel Staub an ...", so die Vorbesitzerin. Gnaaaa ... Da die klebrige Schicht auch leicht grünlich war, tippe ich mal auf Olivenöl. Es ist mir rätselhaft, warum das immer wieder als Holzpflege empfohlen wird. Es zieht nicht ein und trocknet nicht aus, deshalb klebt der Staub darauf fest und alles fühlt sich babbig an und kann sogar ranzig werden und anfangen zu stinken. Ich hatte es mal auf einem nicht-lackierten Holzmöbel, das irgendwann so zu stinken anfing, dass es entsorgt werden musste ... da ging auch mit Schleifen nix mehr. Glücklicherweise war das Ashford lackiert, so dass ich die Dreckschicht abwaschen konnte ...

Jetzt ist es gewachst und ich kann kaum abwarten, es anzuspinnen ... in 2 Wochen wird es schon abgeholt ... schnüff!

Liebe Grüße,
Isa


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BeitragVerfasst: 10.05.2018, 13:05 
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gewaschene Wolle
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Hallo Isa,
hallo Technik vom Lisel,

danke für Eure Antworten.

Also es wird geleimt, ich habe schon die Nabeninnenflächen glatt geschmirgelt und Techniks Einmachgläserkonstruktion aufgebaut ;-)), kann also gleich losgehen.
Isa hat wirklich recht, die Schrauben wären nicht gerade schön und sind ja irgendwie auch nicht vorgesehen.
In der Nabe war ein Splint, also ein Metallröhrchen, das nicht vollständig geschlossen ist, sondern über die gesamte Länge eine schmale Öffnung hat. Er war mit Hilfe eines Nagels recht gut zu entfernen. Ich hoffe, also, dass das Knarzen an der losen Nabe lag und der Splint ansonsten noch in Ordnung war.

Der Knecht hat zur Außenseite eine Kunststoffgleitbuchse, zum Rad hin hat er ein Loch, das im oberen Bereich ca. 2 mm tief angeschrägt ist (trichterförmig).
Wo finde ich denn eine Anleitung, um Bilder einzustellen? Ich hab zwar oben ein Feld img, da passiert aber irgendwie nichts, wenn ich draufdrücke.

Kann man ein einfädiges Traditional eigentlich auf einen zweifädigen Antrieb umbauen? Man müsste doch nur das MOA-Board versetzen, also z.B. die beiden Scharniere statt vorne und Mitte hinten und Mitte anschrauben. Dadurch rutscht alles nach vorne und man könnte evtl. den Wirtel des zweifädigen Flügels auf die Höhe des Schwungrades bringen.

Viele Grüße

Wollkirsche


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BeitragVerfasst: 10.05.2018, 13:25 
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Wollkirsche hat geschrieben:
Wo finde ich denn eine Anleitung, um Bilder einzustellen? Ich hab zwar oben ein Feld img, da passiert aber irgendwie nichts, wenn ich draufdrücke.

Kann man ein einfädiges Traditional eigentlich auf einen zweifädigen Antrieb umbauen? Man müsste doch nur das MOA-Board versetzen, also z.B. die beiden Scharniere statt vorne und Mitte hinten und Mitte anschrauben. Dadurch rutscht alles nach vorne und man könnte evtl. den Wirtel des zweifädigen Flügels auf die Höhe des Schwungrades bringen.

als der Reihe nach:
Fotos einstellen:
viewtopic.php?f=666&t=28780
Bitte mal in Ruhe lesen, die Bilder in Größe ändern z.B. in Paint etc....

Umbau Ashford Tradi von 1-fädig auf 2-fädig:
Hier gibt es einen eine sehr lange Extra-Rubrik
viewtopic.php?f=14&t=9237&hilit=ashford+Umbau
Warum eigentlich jetzt schon umbauen??
Wir haben ja beide Räder und meine Frau spinnt meist 1-fädig.
Vielleicht erst mal länger probieren und dann entscheiden, denn schließlich kostet der Umbau ja trotzdem nicht wenig Geld.
Klar ist Dir dann sicher, Du brauchst dann 2-fädige Spinnflügel mit den entsprechenden Wirteln und auch andere Spulen für 2-fädigen Betrieb
Sicher kann Mann/Frau mit einem 2-fädigen Traddi sowohl 2-fädig als auch 1-fädig spinnen, aber wer nur 1-fädig möchte braucht ja nicht unbedingt ein 2-fädiges Traddi.

LG aus Dresden
Technik der Lisel


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BeitragVerfasst: 10.05.2018, 13:28 
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Rohwolle
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Wegen Fotos: nicht auf Schnellantwort, sondern auf den Reiter "antworten" klicken. Dann öffnet sich ein neues Fenster mit Schreibfeld und drunter kann man dann unter "Dateianhang einfügen" Bilder hochladen.

Ein Splint ist ein klarer Vorteil! :totlach: Bei mir war ein Nagel drin ... glücklicherweise gab es hier Hilfe! Nichtmal Ashford selbst konnte mir eine Antwort liefern ...

LG,
Isa


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BeitragVerfasst: 10.05.2018, 15:07 
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gewaschene Wolle
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Ah, danke Isa, das war das Problem mit der Schnellantwort, da hatte ich immer intuitiv draufgeklickt....
Und danke für das Foto, genauso sieht mein Splint aus, das scheint also schon mal das richtige Teil zu sein.

Jetzt bin ich auf ein anderes Problem gestoßen. Die Nabe sitzt nicht ganz mittig im Rad. Wenn ich die eine Hälfte einbaue, ist bei manchen Speichen immer etwas mehr Luft zur Mitte der Nabe als bei den anderen. Ich dachte zuerst, die Nabe habe unterschiedlich tiefe Bohrungen für die einzelnen Speichen, aber egal in welcher Position ich sie einsetze, die gleichen Speichen haben immer mehr Luft als die anderen. Ich habe ein Foto gemacht. Sorry, für die schlechte Qualität, ich musste leider das Handy dafür nehmen..... Das was da vielleicht aussieht wie ein längerer Schatten wegen einseitigem Lichteinfall ist tatsächlich der größere Abstand zwischen Speichenende und Ende des Lochs für die Speiche. Es liegt nicht an der Nabe, sondern an den unterschiedlich tief in den Außenkranz des Rades eingesetzten Speichen.
Wir haben extra noch mal nachgemessen, die Nabe ist um ca. 2-3 mm gegenüber der Mitte zu einer Seite hin verschoben.

Ist das schlimm, also bekomme ich dadurch eine Unwucht? Und eiert das Rad später dadurch? Oder ist der Versatz zu gering, um es überhaupt zu merken? Oder ist das Absicht, damit sich das Rad zu einer bestimmten Position eine kleine Unwucht hat, damit es besser antretbar ist (so wie bei den Louet-Rädern das Loch in dem scheibenförmigen Rad)? Dann wäre es ja wahrscheinlich nicht egal, wie ich die Nabe einleime, denn sie müsste ja eine bestimmte Position zur Achse haben, die ja auch in einer bestimmten Position stehenbleibt.
Ich kann es leider nicht Probelaufenlassen, wie in Technik von Lisels Anleitung, weil ich nicht so eine kleine Schraubzwinge habe, dass ich das Rad damit zusammenhalten und einbauen könnte.

Ich habe gleich noch eine Frage: Kann man die Kugelager, auf denen bei den neuen Rädern die Achse gelagert ist, nachrüsten? Mein Rad hat ja nur diese Kunststoffbuchsengleitlager, wenn ich jetzt schon mal alles auseinander gebaut habe, wäre es ja sinnvoll, das gleich mitzumachen, falls es möglich ist....

Viele Grüße noch mal

Wollkirsche


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