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BeitragVerfasst: 31.12.2014, 11:31 
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Designergarn
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Claudi hat geschrieben:
Tomtenisse hat geschrieben:
... ich hab Striccatas von ravelry schon getreten und das flutscht echt nur so.

Was ist ein Striccata?

ist ein username ;-)

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BeitragVerfasst: 31.12.2014, 11:32 
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Kammzug
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Danke für Eure Antworten :)
Es ist ganz toll, wie freundlich und schnell in diesem Forum immer wieder hilfreiche Beiträge geschrieben werden und hoffe, dass noch weitere “Herdenbesitzerinnen“ ihre Erfahrungen hier schreiben mögen.

@Claudia: Striccata ist der Nick von einer der Michi-Besitzerinnen aus dem erwähnten Thread bei Ravelry.

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Viele Grüße
Asilanom


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BeitragVerfasst: 31.12.2014, 11:33 
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Wie sieht dein Vergleich Bliss und Joy aus? tritt sich das Bliss durch die "seitliche Wippe" des Doppeltritts leichter? Leichteres Treten hat man auch grundsätzlich bei niedrigen Übersetzungen. Leichteres Antreten bei kleineren Schwungrädern. So dürfte das Louet S95 Victoria im Antritt viel leichter sein als das Bliss.

Ella hat zwei Schwungräder, dafür recht klein. Damit tritt sie sich auch leicht an und bis um die 1 : 20 auch noch recht locker. Und auch 1 : 25 kann man lange Zeit gut durchhalten.

Wenn du mal ein paar Spinnräder zusätzlich testen willst: soo weit bin ich ja nicht weg von dir, du kannst gerne mal testen kommen.

LG Brigitte

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Gruß aus dem Woll-Bergischen °°° Brigitte ||

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BeitragVerfasst: 31.12.2014, 11:42 
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Brigittes Frage würd mich auch interessieren.. ich hab die Erfahrung gemacht das ne Wippe häufig mehr Kraftaufwand braucht wie einzeln aufgehängte Doppeltritte alla Ella und Michi.. das ist z.B. mit ein Grund warum sich das Lendrum meines Erachtens schwerer tritt, denn auch das hat ne Wippe

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BeitragVerfasst: 31.12.2014, 11:42 
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Lacegarn
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Ich hatte hier schon viele Räder stehen :]
und auch bei mir kommen an erster Stelle Michi und Karina v. Schwarzenstein, Leichtlen und die Räder von Tom Walther, das Nicky tritt sich auch sehr leicht.
Mein momentanes Lieblingsrad ist das Michi (ich liebe es)

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lg simone


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BeitragVerfasst: 31.12.2014, 11:49 
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Hallo Brigitte
ich denke das Bliss ist tatsächlich etwas leichter zu treten als das Joy, wobei ich beim Joy den sehr niedrigen Hub der Tritte als total angenehm empfinde.
Ein großes Plus beider ist für mich, dass man sie trotz Doppeltritt bei Bedarf auch mit nur einem Bein treten kann (und zwar sowohl mit rechts als auch mit Links).

Danke für das nette Angebot zum Probespinnen. Wir haben aber (fast) die gleichen Räder? Was mir fehlt ist natürlich die Ella, aber ich bin schon in Wartemonat 23... :))
Wenn ich feststellen sollte, dass ich nicht damit klarkomme, findet sich bestimmt jemand, der sie adoptieren mag.
Hast Du schon mal eine CE gesponnen? Wenn ja: wie unterscheiden die beiden sich vom Gefühl beim Treten?

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Viele Grüße
Asilanom


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BeitragVerfasst: 31.12.2014, 11:53 
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Karin, die seitliche Wippe beim Lendrum ist ganz anders als beim Louet. Beim Louet ist ein Querstab unter den Tritten, der in der Mitte mit einem Metallstab "geführt wird". Wenn man einen Tritt runter tritt, kommt der andere so automatisch hoch. Deshalb tritt es sich so leicht. Beim Bliss ist das auch so gelöst. Beim Lendrum muss man gewissermaßen mit den Tritten an der Wippe ziehen.

Bild

Wenn es um leicht laufende Spinnräder geht, dann sollte man auch daran denken, die Lager seitlich an den Tritten zu ölen. Beim S95 habe ich auch die Lager am Querstab unter den Tritten geölt. Punktgenau kann man das mit einer Spritze machen, die bekommt man für ein paar Cent in jeder Apotheke.

@Asilanom: Ein Ella Rike hat es getestet und dann ein Ella gekauft, Wollmoni ebenso schon vor Jahren) und ein Louet S95 kann ich zum probespinnen bieten, auch ein Ladybug. Das Breco kannst du gerne testen, das läuft auch sehr leicht, aber kaufen kann man es nicht mehr. Ein CE habe ich noch nicht probegesponnen. Aber er wird demnächst eins in der Spinngruppe geben.

LG Brigitte

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BeitragVerfasst: 31.12.2014, 12:17 
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ah danke für das aufschlussreiche Bild, war so auf den Standartbildern nicht so gut zu sehen.. ja ist ganz anders gelöst..

wobei das schon auch beim Lendrum so ist, wenn der eine Tritt nach unten geht kommt der andere automatisch hoch ;-) wenn dem nicht so wäre würd das einbeinige Treten nicht klappen, auch wenns dafür klar bessere Kontruktionen gibt.. aber Regina z.B. spinnt öfter mal das Lendrum "einbeinig".....

mich würde mal interessieren wie der Vergleich wäre um nochmal auf Amos zurückzukommen wenns flügelgebremst was filigranes geben würde...nicht nur langsame Übersetzung und klobig...

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BeitragVerfasst: 31.12.2014, 12:38 
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Spannende Frage. Aber irgendeinen Grund wird es vermutlich haben, dass so etwas nicht gebaut wird?
(Technisch nicht machbar? Doch nicht so das "gelbe vom Ei" für höhere Übersetzungen?) Wäre wirklich interessant zu wissen, warum es ausgerechnet diese Konstruktion bei der ungeheuren Vielfalt der gebauten Spinnräder nicht zu geben scheint.

Ja, flügelgebremst mit kleiner Übersetzung tritt sich wirklich sehr leicht. Habe ja das Paradebeispiel eines flügelgebremsten "Treckers" - ein Henkys - hier. Läuft herrlich sanft und fast geräuschlos. Ich mag es sehr und für etwas dickere, fluffige Pullovergarne (so ca. 150 bis 200 m auf 100g) ist es richtig klasse. Aber wenn man etwas dünner damit spinnt ist es denn doch eine arge Geduldsprobe... ?(

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Viele Grüße
Asilanom


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BeitragVerfasst: 31.12.2014, 12:43 
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Da sind dann mal die Techniker gefragt, bei solchen Diskussionen vermisse ich Thomas z.B. sehr.. auch Klara...

ach ja ölen kann man beim Michi nichts, dass sind auch unten geschlossene Kugellager würd ich meinen

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BeitragVerfasst: 31.12.2014, 12:46 
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Boucle
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Unter den Rädern mit niedriger Übersetzung ist das Henkys mein Favorit. Ich spinne auch Lace auf dem Henkys, muss halt etwas mehr Gas geben und daher ich soundso zum Überdrallen neige liebe ich es heiß und innig!

LG Katja

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BeitragVerfasst: 31.12.2014, 13:57 
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Die armen Techniker, was sollen diese dabei sagen oder machen???

Bei den Spinnrädern werden grundverschiedene Materialien verbaut:
- Holz, welches bei der Fertigung noch nicht ganz trocken ist
- Stahl für die Wellen und Achsen
- Kugellager, die möglichst auf 1/100 mm genau zueinander laufen müssen, dabei aber kein seitliches Spiel existieren soll
- PU-Antriebsschnur und Bremsfaden

Bei einem Spinnrad komplett aus Metall lassen sich die Lagerspiele sehr genau in der Fertigung einhalten. Im Holz ist dieses weitaus schwieriger, da im Laufe des Holzlebens beim trocknen und wieder feucht (Stube, Spinnen im Freien, warm und kalt) werden eine gewisse Bewegung zwischen Holz und Kugellager gegeben ist. Das Holz setzt sich. Bei permanemtem Zug in eine Richtung ( Der Knecht zieht meist etwas nach unten rechts ) entsteht ein Langloch im Holz.

Holz als natürlicher Werkstoff ist ebenfalls nicht einheitlich. Bei einem Holzstück laufen alle Fasern fast senkrecht zur Schnittebene, ein anderes hat in der Nähe einen Ast gehabt und die Holzfasern machen einen Bogen - Das Holz wird beim weiteren trocknen krumm ( 1/10 mm Bereich) -

Die unterschiedliche Schwere beim laufen eines (guten) Spinnrades bemerkt man nie bei langsamer Übersetzung.
Die Schwungräder drehen oft mit 80 - 120 Umdrehungen in der Minute.
Dann ergeben sich:

1:10 - 800 - 1200
1:15 - 1200 - 1800
1:20 - 1600 - 2400
1:25 - 2000 - 3000 Umdrehungen in der Minute am Flügel

Fast glaube ich, die meisten Haarföne laufen nicht so schnell. Elektromotoren laufen meist mit 1400 oder 2800 Umdrehungen in der Minute.
Der Flügel bewegt also eine Menge Luft, er wirkt als Ventilator, das erfordert Kraft. Der Flügel sollte also möglichst klein sein (Lace-Garn-Flügel) und eine Form haben die einen geringen Luftwiderstand hervorbringt (Tropfenform). Dabei muss er aber stabil und leicht sein.

Nächster Punkt:
Die Verbindung Schwungrad zur Spule durch den PU-Riemen.
Der PU-Riemen wird permanet hin und her gebogen. Auf den Riemenscheiben eine Kreisbahn, zwischen Spule und Schwungrad gerade. Nach längerem Spinnen wird er auch warm, da hat sich die Antriebskraft in Wärme umgewandelt.
Minimiert werden kann diese Kraft durch einen möglichst dünnen PU-Riemen. Er biegt sich leichter.

Laufen die Riemenschaiben nicht genau in der Flucht ( Holz schief getrocknet), so dass der PU-Riemen auf den Flanken reibt, verbraucht er zusätzlich Kraft. Das kann von einem Spinnrad zum nächsten variieren.

Das Garn wird verdreht, es wird Kraft benötigt.
Besonders gut ist es bei der Handspindel zu sehen. Spinnt man ein dünnes Garn, dreht sich die gleiche Spindel recht lange. Bei einem Dicken Garn auf der gleichen Spindel steht die Handspindel schneller.
Bei hohen Geschwindigkeien am Spinnrad werden meist die dünnen Garne versponnen. Es ist aber eine Menge Garn, die in kurzer Zeit ins Rad läuft und entsprechende Kraft benötigt.

Flügel oder Spule werden gebremst. Es kostet Kraft. Bei zweifädigen Spinnrädern läuft ein doppelter Antriebsriemen, der auch Kraft benötigt. Was ist günstiger??

Je höher die Geschwindigkeiten sind, umso mehr spielt jeder Faktor mit hinein. In der Formel 1 kosten die Autos Millionen in der Forschung. Unsere "normalen" Autos sind nicht dermaßen optimiert.
In dieser Richtung ist es mit den schnelllaufenden Spinnrädern auch. Meist werden nur geringe bis mittlere Geschwindigkeiten gefordert, da ist alles im grünen Bereich. Für die ganz schnellen Drehzahlen müssen die Hersteller wahrscheinlich noch einiges optimieren ( Tests im Luftkanal ).

Ein so optimiertes Einzelstück ist fast unbezahlbar.

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Gruß Mathias

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BeitragVerfasst: 31.12.2014, 14:12 
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Designergarn
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spannende Ausführung.... wobei das nicht klärt warums keine flügelgebremsten Filigranen gibt ;-)

Schichtholz geht nicht mehr so viel wie Vollholz würd ich meinen
grundsätzlich gebe ich Dir Recht was die Flügelgröße usw betrifft, allerdings hat das Michi sehr große Spulen und tritt sich dennoch super leicht, das Ella auch usw..
Tritthub und auch Aufhängungsart spielen ne sehr große Rolle wenns rein ums treten geht..

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BeitragVerfasst: 31.12.2014, 16:56 
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Noch so ein paar Gedanken dazu:

So um die 1400 Umdrehungen macht die Wäscheschleuder.
Obwohl diese recht schwer ist, wandert sie ganz gut, wenn es eine Unwucht gibt.
Ein ausgewuchtetes Spinnrad gibt keine Garantie für einen ruhigen Lauf. Selbst das Spinngut, der frisch gesponnene Faden, kann bei ungleichmäßger Wicklung ( zu spät am Häckchen umgehangen ) zu Unwuchten führen.

Was aber noch wichtiger ist, ist die Sicherheit.

Nicht immer ist das Spinnzimmer Kinder- und Haustierfrei. Am rotierenden Flügel und eventuell offenen Haken kann man sich bei diesen Geschwindigkeiten Drehzahlen böse Verletzungen zuziehen.

Vielleicht bauen deshalb die großen Hersteller nicht noch schnellere Spinnräder. Offene rotierende Teile sind gefährlich und gehören unter Schutzabdeckungen. Eventuell wären sie haftbar.

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Gruß Mathias

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BeitragVerfasst: 31.12.2014, 17:29 
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Ich glaube, Du hast die Intention meiner Frage falsch interpretiert. Vielleicht habe ich es etwas ungeschickt formuliert.
Ich bin absolut nicht auf der Jagd nach dem ultimativen “Super-Renn-Spinnrad“. Ich möchte nur herausfinden, welche Modelle sich bei Übersetzungen so bis Ca. 20:1 noch so komfortabel treten lassen, dass meine Beine nicht schon nach 20 Minuten in Streik treten. :(

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Viele Grüße
Asilanom


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