Beratung vor Kauf eines Spinnrades, kann jemand helfen ?

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Re: Beratung vor Kauf eines Spinnrades, kann jemand helfen ?

Beitrag von shorty » 25.02.2012, 18:58

Also zum Doppeltritt.
Wenn ich trete bewegen sich meist nur unten die Knöchel, schon an den Knieen ist fast nichts mehr zu sehen an Bewegung.
Vermutlich musst Du da einfach versch. Modelle testen, wenn das für Dich evlt doch ne Option ist.

Beide Räder von Marianne die Du da ins Auge gefasst hast sind "Trecker" robuste Arbeitstiere aber von hohen Übersetzungen weit entfernt.
Ich glaub nicht, dass Du damit auf Dauer als Rad zum Spinnen höherer Geschwindigkeiten glücklich wirst.

Evlt wäre es sinnvoll Dich etwas in den Spinnradaufbau auf der Homepage des Forums einzulesen.
Ach ja beide sind Flügelgebremst.
Karin
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Re: Beratung vor Kauf eines Spinnrades, kann jemand helfen ?

Beitrag von Tulipan » 25.02.2012, 19:00

:) Danke fürs Reparieren Karin

Ankepu, die Übersetzung berechnest du, indem du den Durchmesser (oder Umfang) des Antriebsrades durch den Durchmesser (oder Umfang) des Wirtels teilst. Bei zweifädigen Rädern nimmt man den mittleren Durchmesser (oder Umfang) Alternativ macht man sich Markierungen auf Wirtel und Antriebsrad und zählt, sie oft sich der Flügel bei einer Umdrehung des Antriebsrades dreht.
Bin gespannt auf dein Ergebnis.

lG
Tulipan

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Re: Beratung vor Kauf eines Spinnrades, kann jemand helfen ?

Beitrag von ankepu » 25.02.2012, 19:11

HI, Tulipan,
das Ergebnis folgt auf dem Fuß: frisch messene lächerliche 1:6 hat meine Ziege :D .

Da denke ich jetzt ganz erschrocken an Klaras Hinweis, dass eine Übersetzung 1:15 oder vielleicht sogar 1:40 ein vieel zu großer Sprung ist.

Könnt Ihr mir eine vernünftige Steigerung der zukünftigen Übersetzung raten (mit etwas Luft noch oben, will ja noch weiter üben und nicht so bald wieder etwas Neues anschaffen).

Na, immerhin habe ich jetzt eine einzige technische Angabe von meinem Rad und kann auf der Basis weitersuchen. Richtig schön zwirnen kann ich mit meinem Rädchen nämlich nicht mehr, aber ganz in Rente gehen soll es ja auch nicht.

@shorty: Danke, dass Du Dir die "Trecker" angeschaut hast, dann können die wohl schon mal ausscheiden, die Optik allein macht es ja auch nicht.

Bis ganz bald
liebe Grüße
Anke

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Re: Beratung vor Kauf eines Spinnrades, kann jemand helfen ?

Beitrag von anjulele » 25.02.2012, 19:16

Ich bin zu langsam...

Wenn dein ganzer Körper (nicht nur) beim DT in Bewegung ist hast du nicht die richtige Sitzhöhe oder die ideale Sitzposition, überhaupt vielleicht das falsche Möbelstück unter dir. Probiere alles mögliche aus. Stühle, Hocker, Sessel - ich hab schon so viele Leute auf so verschiedenen Teilen am Spinnrad gesehen.

Es gibt Räder, an denen du die Wirtel tauschen kannst. So kanst du nach Bedarf wechseln.

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Re: Beratung vor Kauf eines Spinnrades, kann jemand helfen ?

Beitrag von shorty » 25.02.2012, 19:26

Die Spinnräder die so hohe Übersetzungen anbieten, lassen sich ja nicht nur mit diesen spinnen.
Da kann man sich ganz langsam herantasten.
Die meisten haben ein reichhaltiges Angebot
Du must ja nicht mit 1 zu 40 beginnen
Karin
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Re: Beratung vor Kauf eines Spinnrades, kann jemand helfen ?

Beitrag von Klara » 25.02.2012, 19:27

Nee, ich habe nicht gesagt, dass ein Sprung auf 1:15 oder 1:40 zu gross ist! Alle modernen Räder kommen mit mehreren Übersetzungen, das ist kein Problem. Aber wenn du 1:10 gehabt hättest, hätte dir 1:15 wahrscheinlich auch nicht lange gereicht - so war das gemeint.

Während du von einer aktuellen 1:6 Übersetzung auf ein ganz "normales" modernes Rad umsteigen kannst. Allerdings nicht gerade auf die grossspuligen, flügelgebremsten Wernekink Edam, Ariadne, Delft, Willy, Louet S10 und Co, wenn's dir wirklich um die Geschwindigkeit geht. Das sind ganz tolle Räder für dickes Garn, zum (langsamen) Zwirnen, und meistens robust und "unkaputtbar". Aber eben mit langsamen Übersetzungen - 1:6 bis 1:8 (ev. 1:10) sind typisch. Ich habe ein Henkys mit 1:12 als Sonderanfertigung. Aber da ist Schluss.

Warum soll's eigentlich ein Bock sein? Das Interlude hätte den altmodischen Look, Einzeltritt, verschiedene Übersetzungen, vernünftig grosse Spulen (ich habe gerade - fest gewickelt - 120 g Wolle draufgequetscht) und neu einen erschwinglichen Preis. Im Spinnradlexikon gibt's einen ausführlichen Thread dazu - ich selbst kenn's nicht. Apropos, das Prelude hat all das auch - auswendig weiss ich jetzt nicht mal, wo der Unterschied ist.

Zum links treten: Ist auch nicht schwerer als mit rechts, muss nur neu geübt werden. Wie ganz am Anfang beim Spinnen lernen... Ich würd's noch mal (und länger) probieren, nicht, dass der rechte Fuss dann doch mal wirklich streikt...

Ciao, Klara

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Re: Beratung vor Kauf eines Spinnrades, kann jemand helfen ?

Beitrag von thayet » 25.02.2012, 20:09

Anke...du kannst ja in zwei Wochen noch mal mein Sonata testen. Und dann gucken wir nochmal auf deine Fußstellung...es kann ja wirklich sein, dass es an deiner Körperhaltung liegt, dass dir der Doppeltritt bislang nicht so zu sagt. Eigentlich sollten sich echt nur die Füße bewegen, maximal vielleicht noch der Unterschenkel, je nachdem, wo der Fuß auf dem Tritt aufsetzt, aber nicht der gesamte Körper...

Ich bekomm auf meine Kromsi-Spulen übrigens durchaus 200 g, es kommt halt immer auf die Garnstärke an.
Liebe Grüße
Julia

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Re: Beratung vor Kauf eines Spinnrades, kann jemand helfen ?

Beitrag von ankepu » 25.02.2012, 20:17

Hi, Klara,
sorry, da hab ich wohl was falsch verstanden wegen dem "Übersetzungs-Sprung". :O Aber an eine viel höhere Geschwindigkeit muss ich mich bestimmt erst herantasten. Wenn ich bedenke, wie rasend schnell mir meine Ziege am Anfang vorkam... :lol:

Aber dank Eurer Hilfe bin ich jetzt wirklich um sehr vieles schlauer.
Nun kann ich ja schon mal einige Räder bei meiner Suche ausschließen und mit den von Euch vorgeschlagenen mal liebäugeln.
Ich wollte eigentlich versuchen an ein gebrauchtes Rad zu kommen, nun kann ich wenigstens gezielter suchen.

Jetzt muss ich mich nur noch über Flügelbremsen, Spulenbremsen und weiß-der-Geier-was-für-Bremsen informieren, aber das geht vielleicht auch beim nächsten Spinntreffen, da hab ich ja Anschauungsmaterial.

Vielen Dank Euch allen
liebe Grüße
Anke

PS: wenn ich eins finde, kommt umgehend eine "Geburtsanzeige" von mir. :D

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Re: Beratung vor Kauf eines Spinnrades, kann jemand helfen ?

Beitrag von anjulele » 25.02.2012, 20:21

ankepu hat geschrieben: PS: wenn ich eins finde, kommt umgehend eine "Geburtsanzeige" von mir. :D
Na, da warten wir doch drauf! Schliesslich freuen wir Spinntanten uns über jeden "Familienzuwachs"! :D

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Re: Beratung vor Kauf eines Spinnrades, kann jemand helfen ?

Beitrag von ankepu » 25.02.2012, 20:26

Thayet, vielen Dank für Dein Angebot.
Falls ich bis dahin noch kein Rad gefunden habe (bin ja so ungeduldig, Himmel), teste ich gern und Du kannst gucken, warum ich so herumwackele. Vielleicht das ganze auch nur so sehr Gewohnheit nach über einem Jahr Einzeltritt und noch nie, nie-nicht Doppeltritt.

Jetzt gehe ich mit den Kromski-Rädern liebäugeln, die gefallen wir wirlich sehr.

Kann man eigentlich ein Doppeltritt-Rad ausschließlich mit einem Fuß bedienen ? Hab ich vorhin schon mal gefragt, ist aber wohl in der Flut untergegangen. Dann würde die Suche ja auch Doppeltritt-Räder beinhalten und die Angelegenheit wohl einfacher machen.

Ganz liebe Grüße, hoffentlich klappt unser Treffen im März, Thayet.

Anke

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Re: Beratung vor Kauf eines Spinnrades, kann jemand helfen ?

Beitrag von Richi » 25.02.2012, 20:53

wie dicht sitzt du denn vor dem Rad? Wenn deine Beine sehr steil stehen musst du ja bei jedem Tritt mit dem Oberschenkel deine Sitzgelegenheit verlassen. Und das wiederum stelle ich mir ziemlich anstrengend vor, da würd ich auch wackeln wie ein Radrennfahrer am Berg. Vielleicht rückst du einfach mal ein Stück zurück?

Ich habe schon öfters gelesen, dass irgendjemand sein DT- Rad mit nur einem Fuß getreten hat. Leider kann ich mich nicht dran erinnern um welche Modelle es sich handelte noch weiß ich ob das für alle Räder glt, zumal man ja noch den echten und den unechten DT unterscheiden muss.

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Re: Beratung vor Kauf eines Spinnrades, kann jemand helfen ?

Beitrag von spulenhalter » 25.02.2012, 20:56

Doppeltritt kann man mit einem Fuß treten.

Den 2. Knecht kann man im Normalfall auch abschrauben.

Meine Beate hat fast ein Jahr nur Einzeltritt - Spinnräder gehabt - dann hab ich ihr eins umgebaut, jetzt mag sie den Doppeltritt sehr, aber bleibt anderen Spinnrädern weiterhin treu. :]

Wir haben mehr als 10 Spinnräder in unserer Herde.
Gruß Mathias

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Re: Beratung vor Kauf eines Spinnrades, kann jemand helfen ?

Beitrag von shorty » 25.02.2012, 21:01

Ne da liegst Du falsch ;-)
Es gibt welche, die kann man mit einem Bein treten und bei Anderen widerum geht das nicht gut( Lendrum z.B.)
Es haben nämlich nicht alle Doppeltritte zwei Knechte ;-)
Da gibts sehr große Unterschiede
Nachtrag die Walther Räder lassen sich meines Wissens mit einem Bein treten, das Little gem, oder auch das Sidekick glaub ich nicht.
Auch das Julia von Louet hat nur eine Wippe mit einem Knecht.

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Re: Beratung vor Kauf eines Spinnrades, kann jemand helfen ?

Beitrag von simone40 » 25.02.2012, 21:20

wie wäre es mit Lucy von Tom Walther?
lg simone

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Re: Beratung vor Kauf eines Spinnrades, kann jemand helfen ?

Beitrag von spulenhalter » 25.02.2012, 21:45

Shorty, du hast recht, hatte ich vergessen, dass der Doppeltritt z.T. mit Wippe gemacht wird. :O
Gruß Mathias

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