Spinnanfängerin

Allgemeines zum Thema Spinnen (Spinnfasertypen, geschichtliches, ...)

Moderator: Claudi

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Trollinchen
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Spinnanfängerin

Beitrag von Trollinchen » 07.09.2019, 19:12

Hallo zusammen!

Als absolute Spinnanfängerin und neu hier im Forum werfe ich erst einmal ein fröhliches 'Hallo' in die Runde.

Mein Spinnrad ist ein Dachbodenfund, mit dem ich aber recht gut zurecht kommen. Leider habe ich nur eine Spindel dafür und das reicht hinten und vorn nicht aus. Ob es dafür irgendwo andere zu kaufen gibt? Ich habe mich aber auch schon umgeschaut, ob es nicht ein neueres sein könnte, für das ich Ersatzteile bekommen kann und bin auf das Kromski Minstrel gestoßen. Wäre das ratsam?

Was macht ihr mit der von euch versponnene Wolle? Mein erstes Projekt soll ein Schal werden. Was für Wolle sollte ich dafür nehmen? Er soll schön weich sein, da meine Tochter sehr empfindlich ist. Da ich befürchte, dass es verfilzen könnte beim tragen, hatte ich an Merino superwash oder Merino-Nylon-Kammzug gedacht.

Freu mich auf eure Antworten und Empfehlungen :]
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Gabypsilon
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Re: Spinnanfängerin

Beitrag von Gabypsilon » 07.09.2019, 21:06

Herzlich willkommen hier im Forum :)

Spulen habe ich mir für ein altes Rad bei Tom Walther nachbauen lassen, ich habe ihm eine origninale Spule geschickt, und er hat mir das nachgebaut. Du kannst auch die vollen Spulen mit einem Knäuelwickler abwickeln und die Knäule zum verzwirnen jedes für sich in eine Schüssel legen, das funktioniert ganz gut

Superwashwolle braucht viel Drall, für Anfänger meiner Meinung nach nicht ideal.... wie wäre es mit BFL (Blue faced Leicester)? Die lässt sich sehr angenehm verspinnen und ist schön weich :)

Dein buntes Strängelchen ist wunderschön, später macht es sehr viel Mühe, so ein schönes unregelmäßiges Garn wieder hinzukriegen ;) :)
Liebe Grüße
Gabi

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Re: Spinnanfängerin

Beitrag von Minou » 08.09.2019, 07:52

Hallo

Ich bin gerade großer Fan von Polwarth und BFL.
Sehr flauschig und weich.

Dein Problem mit zu wenig Spulen hatte ich auch, obwohl ich 3 für mein altes Rad hatte. Ich bin dann auf Ashford umgestiegen und hab mir ein Kiwi 3 gegönnt. Da kann ich problemlos alles nachkaufen was ich brauche.

LG

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Morticia
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Re: Spinnanfängerin

Beitrag von Morticia » 08.09.2019, 11:45

In meiner Anfängerzeit hatte ich auch nur eine Spule und hab immer abgewickelt. Ist natürlich ein bisschen lästig. Andererseits macht meine Schwester es nach über 30 Jahren Spinnen immer noch so, sie ist mit ihrem kleinen Gürkchen mit nur einer Spule komplett zufrieden. Bei mir sind dann schnell noch ein paar andere Spinnräder eingezogen, für mein Fantasia hab ich inzwischen 9 Spulen (glaub ich). Ich denke, es hängt ganz von deinen persönlichen Ansprüchen und der Platzkapazität deiner Wohnung ab :D

Tja, für die sehr sehr Kratzempfindlichen gibt es noch Baumwolle, Viskose (Tencel, Bambus ...) und Seide. Auch nicht unbedingt einfach zu verspinnen, aber vergleichsweise sicher, dass nichts kratzt oder piekt.

Einen schönen Dachbodenfund hast du da - Glückwunsch.

Mit meiner selbstgesponnenen Wolle habe ich schon alles Mögliche gestrickt, von Mützen, Socken, Handschuhen über Pullover bis zu Mänteln. Ich glaube, Hosen hab ich noch nicht, aber die stehen schon lange auf der Liste, weil's im Winter immer so kalt am Popo wird :totlach:
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Re: Spinnanfängerin

Beitrag von Basteline » 08.09.2019, 11:51

Für einen Dachbodenfund hast du aber ein sehr schönes und stabiles Rad erwischt. :)
Ich würde für den Anfang mit auch von einem Drecksöler 2 Spulen nacharbeiten lassen.
Ich selber habe vor 7 Jahren mit einem noch kleineren Rädchen angefangen und die Wolle mit einem Wollwickler von der Spule abgewickelt. Und immer von 2 Knäuel auf das Rad gezwirnt. Natürlich bekam ich davon dann 2 Zwirnspulenfüllungen.
Für die ersten Monate hatte mir das ausgereicht, zumindest bis ich mir sicher war, dass ich beim Spinnen dabei bleiben werde.
Dann kamen im Laufe der Zeit ...ähm...hüstel.. mehrere Räder als Herde zusammen.... :D
Liebe Grüße
Basteline

.....und laßt uns spinnend die Welt umgarnen.

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Re: Spinnanfängerin

Beitrag von Klara » 08.09.2019, 14:03

Ich würde fürs erste zum Zwirnen auch Abwickeln, die Knäuel aber unter je einen umgestülpten Ton-Blumentopf legen (Garn beim Loch raus), dann können sie nicht weg... Alternativ gibt's auch Bobbins-Up-Spulen, die kann man per Akkuschrauber füllen (https://www.artuwear.net/bobbinsup.html) Oder eben nacharbeiten lassen. Oder genau ausmessen, die Abmessungen aufschreiben, und auf Flohmärkten die Augen nach anderen Rädern bzw. Nur-Spulen aufhalten.

Beim Schal kann ich dir leider nicht helfen - ich finde eigentlich nur Angora/Seide weich genug für empfindliche Leute, und das filzt garantiert. Oder wirklich feines Alpaka, aber das filzt auch.

Ciao, Klara

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Re: Spinnanfängerin

Beitrag von Trollinchen » 08.09.2019, 14:36

Vielen lieben Dank für die schnellen Antworten. :)

Ich habe direkt nach Kammzügen geschaut und auch schon den einen oder anderen vom BFL gefunden.

Nun stellt sich mir direkt die nächste Frage... Wieviel brauche ich für den Anfang? Da ich noch gar nicht einschätzen kann, wie dünn es über die Länge wird, möchte ich auch nicht, dass mir die Wolle ausgeht. Ob 300gr reichen oder doch lieber mehr nehmen? :eek:

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Re: Spinnanfängerin

Beitrag von Gabypsilon » 08.09.2019, 20:16

300 Gramm reichen auf jeden Fall für einen Schal :) , falls Du lieber mehr spinnen willst, kannst Du ja auch noch Handschuhe oder Mütze dazu stricken ;) . Und ja nach dem wo Du bestellst kannst Du ja auch kleinere Mengen von verschiedenen Wollen zum testen dazu bestellen und so Deine eigenen Erfahrungen sammeln und Vorlieben kennen lernen :) . Wolle ist ein unendliches Thema :D
Liebe Grüße
Gabi

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