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BeitragVerfasst: 18.06.2019, 15:43 
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Boucle
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Dann sei froh um die kleinen Dinge! Ich könnte so ein Teil nicht tragen. Wäre zwar super für meine Krampfadern, aber die Venen in meinen Knöcheln sind zu dünn. Unter Last (sprich "Sport") macht mir das schon zu schaffen, weil mein Körper durch das Nadelöhr nicht schnell genug Blut pumpen kann.

Ich hatte solche Strümpfe EINMAL an. Nach ein paar Minuten fingen meine Beine an zu kribbeln, nach 5 stachen und brannten sie höllisch und mein Mann kam panisch dazu gelaufen, um mir zu helfen, die Dinger runterzubekommen, weil ich leicht hektisch und quietschig wurde. Das war echt jaul!

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Veronika


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BeitragVerfasst: 18.06.2019, 16:18 
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Bei mir ist die Problematik ja etwas anders, ich hatte noch nie Krampfadern, auch noch nie geschwollene Knöchel und Füße. Höchstens mal wenn ich geflogen bin. Wenn ich nach der Landung die Schuhe anzog und loslief, waren die Füße nach fünf Minuten wieder dünn.
Zum Glück, kann ich sagen, denn eine gewisse erbliche Veranlagung wäre vorhanden - meine Mutter hatte ausgeprägte Krampfadern. Dieses Problem hat sie mir nicht vermacht. Dafür den Hallux.
Ich muss den Strumpf nur über den dicken Fuß kriegen. Die Wade rauf flutscht es dann ganz leicht.

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"Wenn ich mich vor solchen Kerlen fürchte, kann ich mein Langschwert gleich gegen Stricknadeln eintauschen." (Brienne)


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BeitragVerfasst: 21.06.2019, 22:59 
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Hallo Anna, ich lese das gerade erst und wünsche dir weiter gute Besserung!
Hab Geduld, das wird wieder! Und mach eine Reha, das bringt wirklich was!
Ich hatte auch einen Sehnenabriss, bei dem die Sehne wieder neu befestigt werden musste. Ist ein paar Jahre her, inzwischen ist die Beweglichkeit wieder fast wie vorher. Und die Teilbewegung, die nicht mehr geht, liegt vermutlich an der zweiten beschädigten Sehne, die leider nicht reparabel war. Bei mir war es nicht im Fuß, sondern in der Schulter, die Supraspinatussehne (liegt oben auf dem Schultergelenk) war fast komplett durchgerissen und die lange Bizepssehne ist unrettbar hin und gekürzt worden. Die ersten Probleme merkte ich im Januar 2016, habs erst für Überlastung gehalten und ein bisschen damit geschlurt, so dass es erst im Sommer 2016 operiert wurde. Danach war es wie bei dir, 6 Wochen Tag und Nacht mit so einer blöden Orthese unter dem rechten Arm und Bewegung nur passiv durch die Krankengymnastin. Waschen nur mit Hilfe vom Pflegedienst (mein Mann hat eine Halbseitenlähmung, dadurch kam der Pflegedienst damals sowieso täglich ins Haus, ebenso die KG. Manchmal haben solche blöden Situationen doch Vorteile...) und ansonsten zu relativem Nichtstun verdonnert... hat nicht ganz funktioniert, ich musste natürlich ausreizen, was ich einhändig mit links alles hinkriege, von der Versorgung unserer Ponys bis zum spinnen... weben klappte leider nicht, da war die Orthese im Weg.
In der Reha ging erst gar nichts und nur langsam, Schrittchen für Schrittchen mehr. Nach etwa drei Wochen konnte ich wieder einigermassen Autofahren und Woche für Woche ging es voran, auch nach Entlassung aus der Reha mit ambulanter Krankengymnastik und vielen Übungen zuhause und in einem Trainingszirkel. Am meisten hat mir die Wassergymnastik geholfen, das mache ich bis heute einmal in der Woche und merke es deutlich, wenn ich eine Zeitlang nicht hingehen kann. Ich kann meinen Arm mittlerweile wieder ganz normal bewegen, nur am Rücken komme ich rechts nicht so weit hoch wie links. Das ist seit etwa einem Jahr so, die Verbesserungen, die jetzt noch eintreten sind geringfügig. Schmerzen hab ich leider auch noch, allerdings nicht allzu dolle und vor allem nach harter körperlicher Arbeit, die ich leider nicht ganz vermeiden kann. Es gibt nur ein paar kleine Einschränkungen, an die ich mich aber auch strikt halte, ich darf mit rechts nichts schweres mehr über Kopfhöhe heben (z. B. ein dickes Buch aus einem Bücherregal über mir nehmen), dann könnte sie nämlich wieder reißen, sagt mein Hausarzt (der auch Sportmediziner ist). Hecke schneiden mit der Stihl muss dann halt jetzt jemand anderes...
Ich denke, wegen den Fußbewegungen beim Spinnen brauchst du dir nicht allzu viele Sorgen machen, das ist bestimmt ein prima Training und wird dir eher helfen als schaden. Dauert nur ein bisschen, bis das Fußgelenk wieder so locker mitarbeitet wie früher, das ist bestimmt ähnlich versteift durch die Ruhigstellung wie es meine Schulter war. Hab Geduld, das wird bestimmt wieder gut, auch wenn es Zeit braucht!


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BeitragVerfasst: 25.06.2019, 16:34 
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Erst einmal wie immer danke für die guten Wünsche. Es geht wirklich ein wenig aufwärts.
Vor zwei Wochen, kann ich mich erinnern, war ich nach einem halbstündigen Gang am Boden zerstört. Heute habe ich zwischen Arztbesuch und Physio wieder einen kleinen Spaziergang gemacht - eine Dreiviertelstunde insgesamt - und hatte diesmal ein besseres Gefühl. Viel mehr wäre zwar nicht gegangen, aber ich war deutlich weniger kaputt als vor zwei Wochen.
Auch die Physiotherapeutin, die es immer sehr genau nimmt und nicht gerne lobende Worte spricht, war diesmal sehr angetan von dem Fortschritt. Die Beweglichkeit und die Kraft haben sich merkbar gesteigert. Ich mache auch immer fleißig die Übungen.
Ich kann keine stationäre Reha machen derzeit, wir hatten einen Wasserschaden am Haus und ich kann überhaupt nichts planen, ehe da nicht ein Fachmann draufgeschaut hat und wir ungefähr wissen, was auf uns zukommt. Aber ich habe nochmal Rezepte bekommen für Physiotherapie und diesmal auch für Lymphdrainage.
In den nächsten Tagen werde ich also mal das Spinnrad wieder aufstellen und schauen, was geht. Bin gespannt.
Der einzige Wermutstropfen im allgemeinen Optimismus: der Nervenschmerz geht nicht weg. Der wird mich, meint der Arzt, noch eine ganze Weile begleiten. Tagsüber geht es, aber abends, wenn ich das Bein hochlege und lese oder fernsehe, ist es manchmal recht krass. Zum Glück nicht mehr so schlimm, dass ich Tabletten zum Einschlafen brauche.

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BeitragVerfasst: 15.07.2019, 00:36 
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Mal ein kleines Update, es sind ja wieder ein paar Wochen herum.
Ich war wie geplant Anfang Juli für vier Tage in London, diese Reise hatte ich bereits im März gebucht und der Arzt meinte damals, ich bräuchte nicht zu stornieren, bis dahin könne ich wieder laufen. Es hat auch so halbwegs geklappt, aber wirklich nur halbwegs und mit Gummistrumpf praktisch rund um die Uhr.
Was den Gummistrumpf betrifft, sind meine verschiedenen Physiotherapeutinnen geteilter Meinung. Obwohl er im Fachgeschäft angepasst wurde und der Fuß zu diesem Zeitpunkt keineswegs dünner war als er im Moment ist, meinen einige der Damen, der Strumpf sei zu eng. Ich halte es auch nicht lange damit aus. Solange ich herumlaufe oder stehe, ist der Strumpf ein Segen, aber sobald ich mich hinsetze oder lege, fängt der verletzte Nerv am Spann zu toben an und gibt nicht eher Ruhe, bis ich den Strumpf ausziehe.
Ich hoffe, dass die Füße bald noch etwas abschwellen, zur Zeit passt mir nur ein Schuh so richtig.
Autofahren kann ich immerhin und muss es auch, mein Mann kann mich ja nicht ewig herumkutschieren.
Spinnen habe ich noch immer nicht probiert. Morgen werde ich mal aufs Fahrrad steigen.
Ich mache weiter die Übungen, aber gegen den Nervenschmerz, der oft bis in die Zehenspitzen ausstrahlt, ist wohl kein Kraut gewachsen.

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BeitragVerfasst: 15.07.2019, 07:41 
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So eine Geschichte ist langwierig, aber es gibt doch deutliche Fortschritte :) , ich wünsche Dir weiterhin viel Geduld und Durchhaltevermögen :bussi: . Vielleicht wäre ein bisschen spinnen, nur einige Minuten am Tag, gut für den Fuß, weil es so doch schonender bewegt wird, wie wenn Du darauf rumläufst?

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Liebe Grüße
Gabi


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BeitragVerfasst: 15.07.2019, 09:41 
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Ich glaub korrekt angepasst sitzen diese Strümpfe schon sehr eng. Es sind halt Stützstrümpfe. Für den Nerv kann ich mir vorstellen, dass das kontraproduktiv ist.
Ich konnte meine Strümpfe überhaupt nicht tragen. Während er für meine Venen im Allgemeinen super wäre, sind die Venen in meinen Füßen einfach zu dünn und die zusätzliche Kompression durch den Strumpf behindert den Blutfluss.

Bei dir ist es ne andere Baustelle, aber ähnliches Ergebnis. Ich konnte meinen aber weder im Stehen, Sitzen noch im Liegen tragen.

Das die 4 Tage in London auch nur halbwegs geklappt haben, betrachte ich ebenfalls als wahnsinnigen Fortschritt. Ich erinner mich noch vor ein paar Wochen, als ein kleiner Spaziergang deinen Fuß schon überlastet hat! Und ich vermute mal, wenn du sagst "halbwegs", hast du nicht den Großteil deiner Zeit im Hotel verbracht?

Aber ich versteh deinen Frust gut. Ich bin super undgeduldig. Wenn mein Körper nicht macht, was ich von ihm erwarte, dann will ich ihm nonstop ne Standpauke halten. Das blöde Teil soll nicht zicken, sondern funktionieren. ;-)

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Veronika


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BeitragVerfasst: 15.07.2019, 10:48 
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Ja, ich muss mich immer wieder daran erinnern, wie ich vor einigen Wochen noch nach ein paar Schritten eingeknickt bin. Und wenn ich mich nicht selbst daran erinnere, erinnern mich meine Mitmenschen daran. Ich soll doch daran denken, wie lange ich im Rollstuhl gesessen habe!
Es ist schwer, die Geduld zu bewahren.
In London bin ich sehr viel herumgelaufen, und es war auch recht warm, vor allem am ersten Tag. Mit der derzeitigen kühlen Witterung hier zu Hause komme ich viel besser klar.
Es war bedrückend, dass ich so langsam bin. Wir waren ja in einer Gruppe unterwegs und ich habe mich mehrmals ausgeklinkt, weil es so nervt, wenn man immer die Langsamste ist. Ich musste auch immer wieder Pause machen, aber es ging jedenfalls.

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BeitragVerfasst: 15.07.2019, 12:17 
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Boucle
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Klar, bei der Hitze sind die Beine ja erst recht dick.

Weil ich immer die Langsamste bin, mach ich sportlich erst recht wenig. Selbst im Freundeskreis scheint es zu viel, sich an Bergen meinem Tempo anzupassen und dann versuch ich natürlich mitzuhalten, was durch meine zu dünnen Venen so gar nicht gut kommt.

Aber wenigstens fühl ich mich nicht mehr wie ne Lusche. Früher sagten mir die Ärzte, ich hätte halt keine Kondition. Also hab ich trainiert. Aber egal, was ich machte, ich hatte bei Steigungen immer pronto Probleme, während ich auf grader Strecke den Anderen durchaus problemlos weglaufen konnte!

Nun weiß ich zumindest, dass ich nichts dagegen tun kann und an Bergen einfach langsam machen muss.

Und wenn unsere Freunde uns mal wieder gedankenlos die herrlichsten Steigungen hochschleifen wollen, werd ich nun auch mal pampig. Denn ab nem gewissen Grad, krieche ich den Berg nur noch hoch, keuchend und mit hochroter Birne. Da erscheint mir schon das "geneigte" Stehen anstrengend. Ätzend!

So gut wie du dich dagegen erholst, wuselst du wahrscheinlich in ein paar Monaten wieder rum, wie früher!

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BeitragVerfasst: 15.07.2019, 15:49 
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Eben habe ich gesehen, dass ich vor ein paar Wochen das Fuß-Sprudelbad erwähnt habe, das mir meine Schwiemu gegeben hat.
Das Sprudelbad ist mir ja überhaupt nicht bekommen. Interessant war dazu die Meinung der Physiotherapeutin: Ich habe ja kleine osteosynthetische Platten im Mittelfuß auf beiden Seiten. Sie meinte, die Vibration stresst das Gewebe, weil sie sich auf die Platten überträgt.
Ich glaube, da ist tatsächlich was dran. Ich habe während der Londonreise mehrmals im Ausflugsbus gesessen und jedes Mal hat mich dieses vibrierende "Summen" des Fahrzeugbodens, wenn wir zb an einer roten Ampel halten mussten, furchtbar genervt.
Das ist auch eine dieser vielen kleinen Komplikationen, mit denen ich nicht gerechnet habe.

@ Fiall: Die Kondition zum schnelleren Laufen wäre schon da. Ich kann aber nur kleine Schritte machen, weil die Füße noch nicht vernünftig abrollen. Wenn ich versuche, das durch schnelleres Laufen auszugleichen, bewege ich mich wie ein hoppelndes Kaninchen.

Aber - am wichtigsten - ich habe GESPONNEN! Mit dem Radfahren war es heute nichts, also habe ich eben das Minstrel hervorgeholt, das von meinen Rädern das trittleichteste ist. Es geht gut, ist nicht mal anstrengend. Der Tritt kommt ja von selbst wieder hoch, und das Kippen nach unten ist nicht beeinträchtigt. Ich kann mir sogar vorstellen, dass es für die Durchblutung eine ganz gute Maßnahme ist.

Nochmal euch allen DANKE für die herzliche Ansprache. Ich hatte richtig finstere Momente in den letzten Wochen - was wohl ziemlich lächerlich ist, es war ja alles in allem doch keine so große Sache, verglichen mit dem, was andere so erleben.
Vielleicht kommt irgendwann doch noch der Moment, in dem ich sage, alles in allem war die Fußkosmetik ein Erfolg ...

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BeitragVerfasst: 15.07.2019, 18:56 
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Oh, das ist ja super! Siehst du, es wird!

Immer optimistisch in die Zukunft blicken ist schwer, grade wenn die eigene Welt eine Weile lang nicht so rund läuft, wie man das gewohnt ist. Und sich vor Augen zu halten, dass es vielen Menschen so viel schlechter geht, hat so gar keinen aufbauenden Effekt.

Das Positive: Solche Erfahrungen lehren uns, nicht für selbstverständlich zu nehmen, dass es uns "gut" geht und diesen Umstand zu schätzen.

Gib gut auf dich acht!

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