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 Betreff des Beitrags: Re: Majacraft Little Gem
BeitragVerfasst: 01.05.2018, 22:33 
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Kammzug
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lisel hat geschrieben:
...Ich werde wohl die winzigen Abdrücke/die Rille mit einem kleinen Abziehstein behandeln und dann geht’s wie ab Werk vorgesehen.
...
Nun mal die Frage in die Runde. Es sind die Rissbilder der alten Risse am Holz sichtbar.
Bekommt man diese unsichtbar? ...

Bitte nicht mit einem Abziehstein. Und auch nicht mit Schleifpapier. Beim Abziehen entsteht Abrieb, und dieser Korundstaub würde garantiert im Inneren des Kugellagers landen. Das Lager ist nicht 100%-ig dicht, die Blechdichtungen haben einen Spalt, der groß genug ist um diesen ganz feinen (und hochgradig abrassiven) Staub hineinzulassen. Das Lager wäre in kürzester Zeit Schrott.

Bearbeite das bitte mit einer Schlüsselfeile, oder besser mit einem Schaber. Ich habe für solche Zwecke vorsichtig an einem Schleifbock von einer Dreikant-Schlüsselfeile an ihrer Spitze ca. 20-30 mm lang den Hieb abgeschliffen. Man muss beim Schleifen besonders an der Spitze intensiv mit Wasser kühlen, damit das Gefüge nicht ausgeglüht wird. Einen solchen Mikroschaber habe ich an jeder Maschine mindestens einen bereit liegen, und benutze sie sehr oft. Damit kann man sowohl Metalle freihändig drechseln, als auch untermaßige Lagersitze doch noch brauchbar machen. Für Deinen Zweck wäre das das ideale Werkzeug.

Risse würde ich ruhig sichtbar lassen, ja sogar hervorheben (wie ich schon schrieb). Man soll ruhig sehen können, dass das Rad bereits Lebenserfahrungen hat.

Gruß
Borek


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 Betreff des Beitrags: Re: Majacraft Little Gem
BeitragVerfasst: 02.05.2018, 08:53 
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Ich stimme auch für sichtbar lassen. Das arme Ding hat schon was mitgemacht, ist trotzdem noch funktionstüchtig und das darf man auch sehen. Bin auch ein Fan von (gutgemachten, nötigen) Kintsugi Reparaturen bei Keramik.
Bild


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 Betreff des Beitrags: Re: Majacraft Little Gem
BeitragVerfasst: 02.05.2018, 10:47 
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Dochtgarn
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borekd hat geschrieben:
Risse würde ich ruhig sichtbar lassen, ja sogar hervorheben (wie ich schon schrieb). Man soll ruhig sehen können, dass das Rad bereits Lebenserfahrungen hat.

Gabypsilon hat geschrieben:
Für mich sind das Kampfspuren, und somit historisch wertvoll :D :D . Warum darf man das nicht sehen, dass das Rad schon viel genutzt wurde?.... Gilt der Jugendwahn denn auch schon für Spinnräder?

Asherra hat geschrieben:
Ich stimme auch für sichtbar lassen. Das arme Ding hat schon was mitgemacht, ist trotzdem noch funktionstüchtig und das darf man auch sehen.

Also die Abstimmung zum Thema hübschen auf Originalauslieferungszustand war für mich nicht uninteressant.
Besonders niedlich war die Sache mit dem Jugendwahn an Spinnrädern.
Da ist was dran und wirklich hübsch umschrieben. :D
Natürlich sollte Mann/Frau ihr Rad wirklich liebhaben und nicht so achtlos wie diesem Modell passiert, damit umgehen.
Ist ja in diesem Fall wirklich kein Zustand der nach ca. 5 Jahren Gebrauch zu erwarten ist.

Klar habe ich das gesamte Rad schon geschliffen und bin damit fast fertig, aber die kleinen verbliebenen alten Rissspuren dürfen nun bleiben.
Hervorheben muß ich die sicher nicht mehr.
Auch größere Einschläge, wenn man Oberteil und Unterteil gedankenlos zusammenknallt etc. werden nicht mehr von mir aufgefüllt.

Also letztendlich wie ich, denn die Narben von den OP nach meinen diversen Arbeitsunfällen trage ich ja auch mit etwas Würde (Nur bin ich nicht unbedingt Stolz darauf :O )!

LG aus Dresden Liseltechnik


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 Betreff des Beitrags: Re: Majacraft Little Gem
BeitragVerfasst: 02.05.2018, 18:54 
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Korrektur der eingelaufenen Rille/Grat an der Spinnflügelachse

borekd hat geschrieben:
Beim Abziehen entsteht Abrieb, und dieser Korundstaub würde garantiert im Inneren des Kugellagers landen. Das Lager ist nicht 100%-ig dicht, die Blechdichtungen haben einen Spalt, der groß genug ist um diesen ganz feinen (und hochgradig abrassiven) Staub hineinzulassen. Das Lager wäre in kürzester Zeit Schrott.….besser mit einem Schaber. …..Für Deinen Zweck wäre das das ideale Werkzeug.

Da hat es in meinem Gehirn „geklingelt“.
In meiner Lehrzeit sah ich Maschinenbauer bei der Überholung von Werkzeugmaschinen, die Führungen händisch mit einen Schaber und Tuschierfarbe instandsetzen (für ganz Neugierige hier mal lesen https://de.wikipedia.org/wiki/Schaben_(Verfahren)

Heute bin auf bei meiner Arbeitstour an einem über Generationen laufenden Werkzeuggeschäft in Dresden vorbeigekommen.
Der netten älteren Dame habe ich von meiner Lehrzeit und dem Staunen über das Schaben von Metall berichtet.
Ja da meinte sie, sie hätte noch neue Schaber aus DDR-Werkzeugbeständen und letztendlich habe ich 5 Euro auf den Tisch gelegt und sie und ich waren sehr zufrieden mit dem Geschäftsausgang.
Dateianhang:
neues Schabewerkzeug für Metall aus DDR Beständen.JPG

Zu Hause angekommen habe ich die Lager des Spinnradkopfes mit 2 Lagen Frischhaltfolie abgedeckt.
Dateianhang:
Lagersitze Oberteil 2 lagig mit Frischhaltefolie abdecken.JPG

Dann wurde den Schaber langsam auf 90° zur Rille rübergeschoben.
Nach kompletten Umlauf von 360° der Achse habe ich dann den Wirtel sauber rauf- und runtergenommen.
Geht butterweich und es ist kaum Material von der Spinnflügelachse abgenommen worden.

Also ein Super-Tipp und ging so schnell in der Ausführung!!
Hat jede Menge Zeit und vermeidbaren Ärger erspart!!!!
Nochmal ganz herzlichen Dank! :gut:

Dann muss ich mich als nächstes an der Instandsetzung des Wirtels befleißigen, wobei die möglichen Ausführungen zur Reparatur hier schon besprochen wurden oder es gibt noch neue Vorschläge.

LG aus Dresden Technik der Lisel


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 Betreff des Beitrags: Re: Majacraft Little Gem
BeitragVerfasst: 03.05.2018, 08:45 
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Ich meinte eher sowas:
Dateianhang:
6_18_R.jpg

Die Klinge ist vorne an der Spitze im Bereich der Wölbung gerade mal ca. 2 - 3 mm breit, damit kommt man wirklich fast überall hin.

Aber Hauptsache, dass
lisel hat geschrieben:
...ging so schnell in der Ausführung!!
Hat jede Menge Zeit und vermeidbaren Ärger erspart!!!! ...

Das freut mich sehr.

Übrigens, die Idee mit dem Abdecken des Lagers war goldrichtig. Auch die durchs Schaben abgetragenen Stahlspäne wären für das Lager ungesund.

Gruß
Borek


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 Betreff des Beitrags: Re: Majacraft Little Gem
BeitragVerfasst: 04.05.2018, 19:06 
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Spulen reinigen / Anmerkungen zu den Riemen

Heute habe ich mal mit dem Majacraft-Händlers meines Vertrauens telefoniert, um einige Fragen bzw. Irrtümer bei mir zu korrigieren.

Ich habe ja beim Kauf 4 Stück Plastespulen zum Rad dazubekommen.
Dateianhang:
Majacraft Plastespulen.JPG

Die Dinger kleben wie Bolle und da lag es nahe mal zu fragen, ob es wirklich stimmt, dass die Spulen zum Färben komplett mit der Wolle genommen werden dürfen.
Also um die 90°C können die Spulen problemlos ab.
Somit kommen die Spulen nun zur Reinigung mit Waschpulver in sehr heißes Wasser.
So wie ich es verstanden habe, hat ja Majacraft auf diese Spulen sogar ein Patent.

Weil dabei meine Frau beim Waschen der Spulen in sehr heißem Wasser sehr hellhörig wurde, stellt sich nun die Frage, wer hat mit diesen Spulen schon gefärbt und wie sah das Ergebnis aus (ist ja eine Frage zum Rad !)??

Bei den Riemen habe ich mal die Durchmesser mit dem Messschieber ermittelt.
Der lange Riemen zur Spinnflügelachse hat D= 1,9 mm also bei Ersatz kann da sicher D=2 mm drauf.
Der untere Riemen hat gemessen D= 3,66 mm und sicher kann problemlos ein 4 mm Riemen drauf.
Im Original werden diese Riemen schon abgelängt und verschweißt von Majacraft verkauft, was für viele Besitzer auch nicht ungünstig ist.
Erstaunt war ich nach dem Gespräch mit dem Händler, das die Riemen von Majacraft an der Oberfläche extra sehr aufgeraut sind.
Dateianhang:
Riemen zum Spinnkopf als Nahaufnahme.JPG

Ich hatte dies für anormalen Verschleiß an unserem Rad gehalten und hätte beinahe schon die Riemen ausgetauscht!!
Also eine Arbeit weniger und schon wieder was gelernt, plus Geld gespart.


LG aus Dresden Technik der Lisel


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 Betreff des Beitrags: Re: Majacraft Little Gem
BeitragVerfasst: 05.05.2018, 08:58 
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Färben auf den Spulen :schlecht: selbst locker gewickelt zieht die Farbe einfach nicht tief rein. Dann sind von außen vielleicht 1cm durchgefärbt, 2cm fleckig und von innen nochmal 5mm fleckig, das war's. Bringt's nicht.


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 Betreff des Beitrags: Re: Majacraft Little Gem
BeitragVerfasst: 05.05.2018, 12:45 
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Wenn die Spulen soviel Wärme abkönnen, würd ich sie ja in den Geschirrspüler tun. :lol: Einfach so in den Korbe legen, dass sie eben liegen und sich nicht verformen.

Aufgerauhte Riemen flutschen weniger durch, hab ich auf meinem Kardierer auch drauf. ;)

Färben auf den Spulen würd mir im Traum nicht einfallen, denn schon Knäuelfärbungen kriegen, auch bei sehr lockerer Wicklung, nur in den äussersten Schichten Farbe. Lässt sich nur mittels kneten etwas verbessern - das ist auf Spulen, wo der Faden ja meist auch recht stramm drauf gewickelt ist, nicht wirklich möglich.


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 Betreff des Beitrags: Re: Majacraft Little Gem
BeitragVerfasst: 05.05.2018, 15:08 
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Die Plastespulen gibts ja schon nen Weile und wie die anderen sagten die geniale Idee die Majacraft da hatte ist eigentlich undiplomatisch ausgedrückt nonsens :-)))))))))
Ich hatte damals als das rauskam das Gefühl, man wollte die Plastespulen den Käufern ein bisserl zu eindringlich schmackhaft machen.
Mir gefallen ja die Holz deutlich besser, nur der Preis........

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 Betreff des Beitrags: Re: Majacraft Little Gem
BeitragVerfasst: 05.05.2018, 16:56 
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shorty hat geschrieben:
Die Plastespulen gibts ja schon nen Weile und wie die anderen sagten die geniale Idee die Majacraft da hatte ist eigentlich undiplomatisch ausgedrückt nonsens :-)))))))))
Ich hatte damals als das rauskam das Gefühl, man wollte die Plastespulen den Käufern ein bisserl zu eindringlich schmackhaft machen.
Mir gefallen ja die Holz deutlich besser, nur der Preis........



Naja... in der Industrie wird schon auch auf Konen/Spulen gefärbt. (Bei Zweigart z.B.) Nur haben die halt das entsprechende Gerät dazu, da wird nämlich die Farbe mit viel Druck durchgepresst (Hat mir der nette Mitarbeiter bei der Betriebsbesichtigung erklärt). Von daher stammt wohl auch die Idee von Majacraft. Nur nützt es halt für den Hausgebrauch nichts, weil man ja keine Maschine hat, mit der mit soviel Druck gefärbt werden kann.


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 Betreff des Beitrags: Re: Majacraft Little Gem
BeitragVerfasst: 05.05.2018, 17:08 
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Ja ist bekannt, ändert aber nichts dran, dass ich das für den Hausgebrauch und dafür sind die Spulen nun mal für nonsens halte.

Der Gedanke ist ja ganz nett, aber schlicht nicht zu Ende gedacht, Industrie und Hobby lässt sich nun mal nicht in einen Topf werfen.
Ich mag die Majacraftsachen schon , so ists nicht ;-)) zu manchem hab ich dennoch ne evtl abweichende Meinung ;-))
Ria hat das übrigens schon mal probiert, die Spule wurde davon nicht hüscher :-))))))))) zudem mit im Haushalt vorhandenen Mitteln hat man da ja ein weiteres Problem, nämlich wie trocknen......

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 Betreff des Beitrags: Re: Majacraft Little Gem
BeitragVerfasst: 05.05.2018, 17:57 
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Hab ich doch auch geschrieben, dass es für den Hausgebrauch nichts nützt ;-)

Auf jeden Fall wird jetzt das Sammlerherz angesprochen, weil es immer wieder limitierte Farben gibt... schlau gemacht.


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 Betreff des Beitrags: Re: Majacraft Little Gem
BeitragVerfasst: 05.05.2018, 19:22 
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Spinnwinde hat geschrieben:
Wenn die Spulen soviel Wärme abkönnen, würd ich sie ja in den Geschirrspüler tun. :lol: Einfach so in den Korbe legen, dass sie eben liegen und sich nicht verformen.

Ich hatte die Spulen erst mit Waschmittel in heißen Wasser.
Die haben mir danach noch nicht gefallen.
Also entsprechend diesem Ratschlag habe ich die Spulen im Geschirrspüler eine Runde mitfahren lassen.
Sehen nun wie neu aus. Ohne Vorwäsche hätten die aber nicht in meinen Geschirrspüler reindürfen!
Sehr gute Idee und funktioniert bei den Majacraft-Plastespulen super! :gut:

Mit dem Färbeversuch auf den Spulen wird trotz übereinstimmender Ablehnung wegen Unbrauchbarkeit, trotzdem mal von uns ein Test gemacht, aber das Rad muß ja erst fertig werden.
Beim Versuch werden wir an Eure Erfahrungen denken und nicht im nachherein sagen: "Die haben uns nicht gewarnt!!" :D

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 Betreff des Beitrags: Re: Majacraft Little Gem
BeitragVerfasst: 07.05.2018, 13:36 
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lisel hat geschrieben:
Mit dem Färbeversuch auf den Spulen wird trotz übereinstimmender Ablehnung wegen Unbrauchbarkeit, trotzdem mal von uns ein Test gemacht, aber das Rad muß ja erst fertig werden.
Beim Versuch werden wir an Eure Erfahrungen denken und nicht im nachherein sagen: "Die haben uns nicht gewarnt!!"


Ist eure Entscheidung ;) könnte einfach sein, dass die Spulen danach fleckig sind und sich das nicht rückgängig machen lässt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Majacraft Little Gem
BeitragVerfasst: 12.05.2018, 16:38 
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Demontage Unterteil (Fuß) des Rades

Nun war das Oberteil geklebt, geschliffen und gewachst und so brauchte ich das Unterteil als Halterung, grade beim Wachsen nicht mehr.
Dateianhang:
fertiges Oberteil.JPG

Also das Unterteil des Rades (Fuß) demontieren damit ich zum Schleifen an die Oberflächen rankam.
Sicher war nach der Reparatur des Oberteiles mit Spinnkopf die eigentliche Instandsetzung erledigt, aber am Unterteil waren diverse Stellen angestoßen und der Originallack kam grade an Kanten weiß hoch.
Dateianhang:
Unterteil mit Kurbeln.JPG

Ich habe mal probiert diese Stelle punktuell anzuschleifen und dann mit meinem Hartwachsöl zu retuschieren, aber das Ergebnis war optisch schlimmer als wenn ich dies nicht getan hätte.
Als erstes die Kurbeln links und rechts beschriftet und dann mit einem Inbus 3 mm die Befestigungsschrauben gelöst. Dann zieht man die Kurbel von der Achse. Unter jeder Kurbel ist eine Anlaufscheibe auch diese schön nach links und rechts weglegen.

Nun kann man die Achse unten hin- und herbewegen . Leider stört bei der weiteren Demontage der Grad der Bohrungen in der Achse am Kugellager. Wie schon oben beschrieben, erst Frischhaltefolie über die Lager legen und dann den Grad vorsichtig mit einem Hartmetallschaber entfernen.
Dateianhang:
Grad an der Verbohrung der Kurbeln auf der Achse.JPG

Nun alle Holzschrauben seitlich und alle unterm Fuß rausschrauben.
Jetzt vorsichtig an den Holzseitenteilen mit den Kugellagern wackeln und dann diese Teile zur Seite ziehen.
Nicht mit Werkzeug hebeln. Es dauert etwas und dann kommen die Teile.
Grund ist, das Unterteil wird bei Majacraft schon im verschraubten Zustand lackiert und etwas Lack hat sich dabei in die Spalten der Holzteile verirrt.
Nun hat man das Unterteil so weit auseinander, das man zum Schleifen rankommt.
Übrigens den Wirtel von der unteren Achse nicht lösen, der bleibt bei der Demontage des Unterteils auf der Achse und wird in diesem kompletten Zustand auch beim Zusammenbau so montiert.
Dateianhang:
demontiertes Unterteil 1.JPG

Dateianhang:
demontiertes Unterteil 2.JPG

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