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BeitragVerfasst: 10.04.2018, 15:50 
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Flocke
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Ich hätt da mal eine Frage an die Bastler hier.
Letztens saß ich mal wieder am Spinnrad, aber nicht um zu spinnen, sondern um Webgarn auf Papphülsen umzuspulen. Das ist eine Tätgkeit, die gerade bei dünnen Garnen gar nicht schnell genug gehen kann. Und so dachte ich darüber nach (genug Zeit hatte ich beim spulen ja), ob und wie man Elizabeth schneller machen könnte.

Die Übersetzung erhöhen, klar. Und da man das Schwungrad schwerlich größer machen kann, müßte man die Wirtelrille tiefer machen. Für schnelleres Webgarn-Umspulen reicht die Rille am Flügelwirtel, fürs Spinnen müßte man evtl. auch an die Spulwirteln ran.

Aber geht das technisch überhaupt? Der Flügelwirtel hat eine spezielle Rast, um auf dem Flügeldorn einzurasten. Kann man die nachbauen? Oder einen vorhandenen Wirtel in die Drehbank spannen und die Rillen tiefer drehen?
Und wie ist es mit der Spule? Da wäre es vermutlich einfacher, ganz neue zu machen, oder?


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BeitragVerfasst: 10.04.2018, 16:44 
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Faden
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Hallo Amalie,

wie ich Deinem Beitrag entnehmen kann hast Du ein Ashford Spinnrad Elisabeth 2 als 2-fädiges Version bzw. Du spinnst auch 2-fädig ??

Beim 2-fädigen Spinnen sind die Durchmesser an Spule und Wirtel in einem bestimmten Verhältnis ausgeführt, damit es auch zum Einzug kommen kann.
Auch ist die Geometrie der Rille an der Spule und der des Wirtels nicht gleich ausgeführt.
Also so einfach mal ändern, ist bei 2-fädigen Antrieb die Sache nicht.

Nun geht ja Deine Frage ums Zwirnen.
Sofern Du nun auf Deinem Rad nur 1-fädig mit der Spulenbremse zwirnst, reicht es Tatsache nur einen Wirtel zu opfern/zu ändern (also kleineren Durchmesser wie vorhanden auszuführen).
Hierbei muß man trotzdem zusehen, dass die vorhandene Geometrie für die Antriebsschnur erhalten bleibt.
Ist grade wichtig wenn Du auch wieder 2-fädig in Betrieb sein willst, die Baumwollschnur auch noch greift.

Klar könnte man auch sagen immer spinnen+zwirnen 1-fädig zu machen, dann könnte man einen PU -Riemen montieren, der einen falsche oder nicht ganz richtige Geometrie nicht so übel nimmt. Ich persönlich habe auf 2-fädigen Ashford keine PU-Riemen, da meine Frau je nach Projekt und Laune auf dem Ashford Tradi sowohl 1- als auch 2-fädig spinnt.

Für eine gravierende Veränderung von Geschwindigkeiten an Ashford Rädern hat Borek sehr ausführlich seine Überlegungen und die Umsetzung hier im Forum gezeigt viewtopic.php?f=14&t=28074
Einfach mal anschauen. Sowohl im Umbau als auch im Betrieb hat er sicher den größten Erfahrungsschatz mit dem Tuning von Ashford Rädern.

Grüße aus Dresden
Technik der Lisel


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BeitragVerfasst: 10.04.2018, 16:46 
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Mehrfachzwirn
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Lizzie kann auch mit Spulenbremse, dann reicht es völlig einen Wirtel tiefer zu drehen. Irgendwo hatte ich einen Umbau für Kiwis gesehen (haben den selben Flügel aber eine leicht andere Aufhängung hinten). Eine kleiner Kunststoffring mit Kerbe war an den Wirtel hinten dran genagelt. Solange zwischen Wirtel und Halterung noch genug Platz für den Riemen bleibt sollte sowas gehen.

Ansonsten: Akkuschrauber zum Spulen wickeln, schont das Spinnrad :D


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BeitragVerfasst: 10.04.2018, 17:15 
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Designergarn
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Dafür würd ich mir defintiv was anderes holen, wenns rein ums wickeln geht.
Gibt ja Webspulenwickler auch...

Was die Geschwindigkeit beim spinnen/zwirnen betrifft, klar kann man mit kleineren Wirteln arbeiten, bei zweifädigen muss man halt beides anpassen, und grade je nach Schnur wird das mit der Kraftübertragung nicht mehr ganz so gut.
oder eben Spulenbremse.
Aber für richtig Highspeed brauchts mehr wie nur kleinere Wirtel.

_________________
Ganz gleich, wie beschwerlich das Gestern war, stets kannst du im Heute von Neuem beginnen.


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BeitragVerfasst: 11.04.2018, 13:04 
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Kammzug
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Hallo Amalie,

wenn ich es richtig verstehe, sprichst Du über zwei Themen gleichzeitig. Einmal geht es ums Wickeln von Webgarn auf Papphülsen, zum anderen um das Schnellspinnen auf dem Elisabeth. Du schreibst leider nicht, wie Du das bisher mit dem Wickeln gemacht hast (vermutlich mit einem in die Enzugsöffnung geklemmten Dorn?) und auch nicht, ob Du das Spinnrad ein- oder zweifädig betreibst.

Zum Thema Wickeln:
shorty hat geschrieben:
Dafür würd ich mir defintiv was anderes holen, wenns rein ums wickeln geht.
Gibt ja Webspulenwickler auch...

Der Meinung bin ich auch. Es gibt dafür mehrere Möglichkeiten:

1)Spulenwickler aus Holz, mit 12:1 nicht besonders schnell
https://das-wollschaf.de/osshop/catalog ... ts_id=1728

2)Spulenwickler aus Metall
https://das-wollschaf.de/osshop/catalog ... ts_id=1866
Der ist wahrscheinlich deutlich schneller, und hin und wieder gebraucht für weniger Geld zu haben.

3)
Asherra hat geschrieben:
Akkuschrauber zum Spulen wickeln, schont das Spinnrad :D

Ich würde eher eine Bohrmaschine empfehlen, die in einer stationären Tischhalterung (z.B. https://www.amazon.de/Bosch-2609255721- ... hrmaschine) gespannt ist. Das hätte 2 Vorteile gegenüber einem Akkuschrauber: Die Drehzahl ist i.d.R. höher und beide Hände bleiben frei. Je nach dem, wie geräuschempfindlich man ist, könnte es allerdings zu laut sein.

4)Einen Wollwickler modifizieren (nur eine spontane, weder erprobte noch ins Detail durchdachte Idee).

5)Falls es unbedingt mit Hilfe eines Spinnrads sein sollte, gibt es von Ashford eine serienmäßige Spulspindel fürs Tradi & Traveller:
https://das-wollschaf.de/osshop/catalog ... ts_id=1308
Es wäre zu prüfen bzw. zu erfragen, ob sie fürs Elisabeth passt, und ob der Dorn für Deine Papphülsen geeignet wäre.


Zum Thema Schnellspinnen möchte ich wieder Karin zitieren, weil sie Recht hat:
shorty hat geschrieben:
...Was die Geschwindigkeit beim spinnen/zwirnen betrifft, klar kann man mit kleineren Wirteln arbeiten, bei zweifädigen muss man halt beides anpassen, und grade je nach Schnur wird das mit der Kraftübertragung nicht mehr ganz so gut.
oder eben Spulenbremse.
Aber für richtig Highspeed brauchts mehr wie nur kleinere Wirtel.

Da meine Frau eine ausgeprägte Vorliebe fürs zweifädige Spinnen hat (überwiegend dünn und schnell), beschäftige ich mich mit diesem Thema bereits seit einigen Jahren intensiv, und kann daher besonders den letzten Satz aus obigem Zitat sehr gut nachvollziehen. Bei den Drehzahlen, die bei höheren Übersetzungen zwangsläufig entstehen, muss der Rundlauf sämtlicher Komponenten eine Industriequalität haben. Doppeltritt ist fast ein Muss, damit man es überhaupt schafft ein hoch übersetztes Rad anzutreten. Die Rauheit der Oberflächen in den Wirtelrillen und am Schwungrad spielt zunehmend eine Rolle, die Antriebsschnur (sowohl von ihrem Material als auch vom Durchmesser her) noch mehr.

Es ist m.E. kein Zufall, dass Übersetzungen oberhalb von 20:1 so selten angeboten werden. Der Aufwand dafür steigt im Vergleich mit den "normalen" Spinngeräten ums Vielfache. Auch die Nachfrage ist wohl nicht so riesig. Als ein Nichtspinner kann ich mir nur vorstellen, dass das Schnellspinnen ein überdurchschnittliches Können erfordert, und das ist wohl nicht jedem/jeder eigen.

Beim zweifädigen Antrieb kommt noch hinzu, dass der Einzug von dem unterschiedlichen Durchmesser und dem Querschnitt der Rillen an der Spule und am Wirtel maßgeblich geprägt wird. Daher habe ich ein Konzept "entwickelt" (vielleicht auch nur das Rad neu erfunden, das weiß ich nicht), bei dem es eine Vielzahl an Kombinationen gibt, siehe hier viewtopic.php?f=19&t=28075.

In diesem Sinne kann ich zwar bestätigen, dass man serienmäßige Wirtel und Spulen fürs Schnellspinnen modifizieren kann und dass es sogar funktioniert. Allerdings sind diese Komponenten für niedrigere Drehzahlen konzipiert, und im Vergleich mit einem kompletten Eigenbau bei höheren Drehzahlen unterlegen. Damit meine ich z.B. die Lagerhülsen an den Spulen, die serienmäßig meistens zu viel Lagerluft haben. Dadurch bedingt fangen sie viel zu schnell an zu vibrieren, und machen das Spinnen fast unmöglich.

Zu der Rastung des Wirtels auf der Spindel beim Elisabeth kann ich leider nichts sagen, ich kenne nur das System mit dem Gewinde von Tradi/Traveller. Kannst Du bitte ein Foto machen und einstellen? Das würde mich interessieren.
Aber grundsätzlich kann man alles nachbauen, vorausgesetzt, die dafür erforderlichen Mittel stehen zur Verfügung.

Gruß
Borek


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BeitragVerfasst: 11.04.2018, 13:17 
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Boucle
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Bohrmaschine zum Spulen wickeln halte ich für zu gefährlich - ich hab' mir da nämlich schon den Finger eingewickelt. Viertelsekunde nicht aufgepasst und schon ist's passiert... Beim Akkuschrauber lässt man da automatisch den Schalter los und er bleibt stehen.

Dem Akkuschrauber tut das Spulen wickeln übrigens gut, weil der Amateurbastler die ja i. d. R. nicht oft genug zum Schrauben oder Bohren einsetzt um die Batterie fitt zu halten.

Ciao, Klara


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BeitragVerfasst: 12.04.2018, 18:12 
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Flocke
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Danke schon mal für Eure Antworten.

Daß ich ausschließlich zweifädig spinne, habe ich zu erwähnen vergessen, weil 1fädig in meinem Leben praktisch nicht vorkommt. Einmal probiert, gehaßt, vergessen.
Außer natürlich beim Hülsen wickeln, da ist natürlich keine Spule beteiligt und der Antriebsriemen läuft nur über den Flügelwirtel.
Ja, das mache ich mit einem Dorn, der im Einzugsloch klemmt.

Was die alternativen Wickelmöglichkeiten angeht, die habe ich längst durch:
1)Spulenwickler aus Holz - gar nicht erst probiert, zu lahmarschig
2)Spulenwickler aus Metall - lahm, laut, braucht 2 Hände
3)Akkuschrauber/Bohrmaschine - laut bis extrem laut, braucht 2-3 Hände, potenziell gefährlich
5) Spulspindel - für Schußhülsen zu dick, für Zettlspulen zu dünn; zu lang
Und dann gäbe es noch elektrische Spulmaschinen, die sündhaft teuer sind und sich mutmaßlich nicht für Zettelspulen eignen.

Im Moment ist das Spinnrad die flexibelste, leiseste und schnellste Variante.
Für Schußhülsen wie Zettelspulen habe ich mir Adapter gebastelt, die auf 10mm-Rundhölzern basieren, die ins Einzugsloch passen.

Von der Wirtelarretierung mache ich daheim mal ein Foto. Ich weiß, daß ich wissen müßte, wie diese Arretierung heißt, aber es fällt mir ums verrecken nicht ein.


A propos, jemand interessiert an einer neuwertigen Ashford-Spulspindel? ;)


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BeitragVerfasst: 13.04.2018, 07:33 
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Kammzug
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Amalie hat geschrieben:
...2)Spulenwickler aus Metall - lahm, laut, braucht 2 Hände
...
5) Spulspindel - für Schußhülsen zu dick, für Zettlspulen zu dünn; zu lang
...
Für Schußhülsen wie Zettelspulen habe ich mir Adapter gebastelt, die auf 10mm-Rundhölzern basieren, die ins Einzugsloch passen. ...
A propos, jemand interessiert an einer neuwertigen Ashford-Spulspindel? ;)

Das mit dem Spulenwickler wundert mich jetzt etwas. Meine Frau hat auch einen (wie der vom obigen Link, nur das Gehäuse hat - glaube ich - eine andere Farbe), und den empfand ich subjektiv weder als laut noch als lahm. Für Dich ist aber Dein Urteil maßgeblich.

Die Spulspindel würde ich an Deiner Stelle noch nicht abschreiben. Wenn Du die Wirtelarretierung fotografierst, kannst Du bitte auch einige Bilder von der Spulspindel machen. Hauptsächlich die Befestigung der Wirtel an der Spindel wäre sehr interessant, denn die Wirtel müssten wahrscheinlich für eine evtl. Änderung demontiert werden.

Gruß
Borek


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BeitragVerfasst: 13.04.2018, 18:52 
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So, Bilder sind fertig.
Die Wirtelarretierung ist einfacher als ich das ihn Erinnerung hatte: Er wird einfach aufgesteckt und eine Aussparung am Spuldorn hindert ihn am mitdrehen.

Bei der Spulspindel werden keine Wirtel aufgesteckt, sie sind fest montiert.
Auf dem Foto sind versammelt: Adapter für Papphülsen, Adapter für Zettelspulen (Wenn ich die Pappe abziehe, passen die konischen Spulen für Schnellschützen drauf) und die Spulspindel.

Ich wüßte nichts, das sich für alle drei Sorten Spulen auch nur annähernd so gut eignet, aber wenn jemand eine zündende Idee hat, bin ich ganz Ohr.


Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.


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BeitragVerfasst: 17.04.2018, 12:25 
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Amalie hat geschrieben:
So, Bilder sind fertig.
Die Wirtelarretierung ist einfacher als ich das ihn Erinnerung hatte: Er wird einfach aufgesteckt und eine Aussparung am Spuldorn hindert ihn am mitdrehen. ...

Geht durch den Wirtel quer zur Achse eine (Maden-)Schraube, die auf das abgeflachte Ende der Spindel drückt? Falls nicht, ist das System allenfalls für den Hersteller günstig, denn billiger geht es kaum. Das kann weder den Wirtel auf der Spindel zentrieren noch axial sichern. Da war das alte System mit dem Gewinde am Ende der Spindel aber deutlich fachmännischer ausgeführt!

Amalie hat geschrieben:
...Bei der Spulspindel werden keine Wirtel aufgesteckt, sie sind fest montiert. ...

Das ist leider weniger günstig, als wenn zumindest der hintere Wirtel (den man auf Deinem Foto nicht sieht, und den Du vermutlich verwenden würdest) demontierbar wäre. Dann hätte man es "normal" (d.h. an der Spindel zwischen den beiden Wirteln) einspannen, den konischen Dorn nahe an dem Absatz abtrennen, plan drehen und in die neu entstandene Stirnfläche eine Passbohrung mit einem Befestigungsgewinde bohren können. In diese Bohrung könnte man dann auswechselbare Dorne passend zu Deinem Bedarf jeweils hineinstecken bzw. hineinschrauben können. Das müsste theoretisch vom Rundlauf her besser sein als Deine jetzigen Adapter für den Spinnflügel und von der Geschwindigkeit her schneller (vorausgesetzt, der Wirtel von der Spulspindel ist kleiner als der von dem Spinnflügel).

Aber bei festgeklebten bzw. aufgepressten Wirteln geht es so leider nicht. Da könnte man höchstens beide Wirtel versuchen gewaltsam abzuziehen bzw. sogar zu zerstören, und dann die Spindel wie oben beschrieben zu ändern. Abschließend müsste man den hinteren Wirtel neu drehen, den vorderen könnte man z.B. mit einem Klemmring ersetzen.
(Beispiel: https://www.norelem.de/de/de/Produkte/P ... litzt.html)
Das ist so aufwändig, dass man wohl die Spulspindel lieber vermessen und modifiziert neu bauen würde.

Gruß
Borek


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