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 Betreff des Beitrags: Zwirnspulen mit Lager aufgerüstet
BeitragVerfasst: 23.02.2018, 18:00 
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Navajozwirn
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Ich habe auch mal wieder eine kleine Bastelei erledigt und möchte sie euch hier vorstellen. Ist jetzt kein großartiger Umbau so wie bei vielen der Bastler hier, aber auch für relativ unerfahrene Bastler gut zu bewältigen.

Der Einfachheit kopiere ich euch hier meinen Blogeintrag herein :O

Vor ein paar Wochen habe ich mir beim Wollschaf vier Zwirnspulen gekauft. Das sind günstige Kunststoffspulen, auf die man die gesponnenen Singles umspulen kann um dann die Spulen am Spinnrad wieder zum Spinnen frei zu haben.

Wie es der Zufall so wollte, haben diese Spulen genau dieselbe Größe wie die Spule meiner Walther Anna. Also habe ich mal probeweise eine der Spulen auf die Anna gepackt und angesponnen. Die Spulen haben eine Bremsrille die in etwa der sekundären Rille Anna-Spulen entspricht, welche man normalerweise für zweifädigen Betrieb verwenden - also kann man diese Spulen auch zweifädig auf der Anna einsetzen.

Das Spinnen funktionierte problemlos, auch das Einstellen der Bremsschnur klappte gut. Einziger Wehmutstropfen: Da der Spulenkern größer ist als der Achsdurchmesser des Spinnkopfes und die Spulen aus dünnem Kunststoff sind, klapperten sie extrem laut. Kein Spaß wenn man neben dem Spinne fernsehen oder Musik hören möchte. Also musste eine Lagerlösung her. Problemstellung: Die Spulenkerne sind sehr klein dimensioniert und es musste daher ein sehr dünnes Lager sein.

Hier in Salzburg bin ich da gesegnet, haben wir doch eine Zweigstelle eines großen Lagerherstellers haben. Ein Lager voller Lager sozusagen. Also war ich mit Spinnkopf, Originalspule und Plastikspule dort und habe mir entsprechende passende Gleitlager besorgt.

Da die Spulen aus Kunststoff sind, einfach einen 10-mm-Holzbohrer genommen, mittig angesetzt und mit der Hand vorsichtig auf die Länge des Lagers (ca 10 mm) in den Spulenkern eingebohrt und eine dünne Plastikschicht abgetragen. Mit eine Messer noch vorsichtig den Grat geglättet, dann das Lager in den Spulenkern eingedrückt und mit dem Hammer vorsichtig bündig eingeklopft. Dasselbe dann an der anderen Seite und das Ganze an vier Spulen. Die Lager sind geschlitzt und halten also durch die Eigenspannung.

Kostenpunkt pro Spule:
€ 5,90 Zwirnspule
€ 1, 25 anteilige Versandkosten/Spule (innerdeutsch)
€ 2,04 für zwei Lager

Macht 9,19 Euro pro Spule, im Gegensatz zur Holzspule fürs Zwischengetriebe mit 23,00 Euro.

Dateianhang:
spulen_fertig.jpg

Dateianhang:
spule_rad.jpg

Dateianhang:
spule_rad_achse.jpg


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BeitragVerfasst: 23.02.2018, 19:35 
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Faden
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Arachnida hat geschrieben:
Ist jetzt kein großartiger Umbau so wie bei vielen der Bastler hier, aber auch für relativ unerfahrene Bastler gut zu bewältigen.[/attachment]

Hallo Arachnida,

von wegen kein großartiger Umbau.
Genau mein Geschmack man "schaut solange" auf Normteile wie diese Plastespulen, die eigentlich nur zum Zwirnen gedacht/hergestellt werden und dann geht "einem das Licht auf"
So kommt die Walther Anna doch sehr preiswert ohne gewaltige Umbau- oder Fertigungsabläufe zu Spulen.

Kleine Anmerkungen habe ich trotzdem, vielleicht geht es dann noch schneller, genauer und preiswerter:

Hier sind ja geteilte Metallgleitlager zum Einsatz gekommen.
Ich persönlich verwende nach vielen Übungen im Spulenbau, nur noch ungeteilte Gleitlager aus Kunststoff, da dieser leiser laufen.
Metall auf Metall ist meist wohl lauter als Metall auf Kunststoff.
Kunststoffgleitlager wären um Beispiel von der Fa. Igus hier zu finden unter http://www.igus.de
Die versenden auch Muster ohne Kosten.
Die Lager selbst sind ziemlich dünn und könnten sicher gehen.
Wenn also neugierig mal selbst auf die Seite schauen, da ich den Achsdurchmesser des Spinnflügels der Anna nicht kenne.
Nicht vom Einzelpreis eines einzelnen Gleitlagers imponieren lassen, es gibt da eine Mengenstaffelung und man staunt wie z.B. bei 20 Stück Lagern der Preis "zusammenrutscht".

Mit dem Holzbohrer habe ich auch schon das Aufbohren gemacht, geht sicher, aber genauer würde es mit einer Handreibahle funktionieren.
Handreibahlen hat nun nicht jeder, aber wenn noch größere Stückzahlen an Umbauten anstehen, könnte es sich durchaus rentieren.

Waren ja nur ein meine persönlichen Anmerkungen, die aber nichts an der genialen Umbauidee von Dir ändern!

Liebe Grüße aus Dresden
Technik der Lisel


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BeitragVerfasst: 24.02.2018, 15:13 
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BeitragVerfasst: 25.02.2018, 14:23 
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Boucle
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Sind das diese Bobbins-Up-Spulen, die mit Akkuschrauber-Einsatz verkauft werden, damit man mit diesem umspulen kann? Davon habe ich etliche und finde sie genial. Allerdings ohne Lager - mit passt der Schrauber-Adapter nicht mehr.

Ciao, Klara


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BeitragVerfasst: 25.02.2018, 16:14 
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Ja, das sind die und stimmt, mit Lagern passt der Schraubeinsatz nicht mehr. Ich hab vier der Schraubeinsätze hier und werde mir wohl einen zurechtfeilen damit er wieder passt. Allerdings mag mein Akkubohrschrauber die Dauerlast eh nicht, daher spule ich lieber bei Bedarf am Spinnrad mit stark angezogener Bremse um.

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BeitragVerfasst: 26.02.2018, 10:53 
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Kammzug
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Arachnida, Dein Umbau sieht richtig professionell aus. Hoffentlich ist mein Beifall so laut, dass Du ihn hören kannst.

Kannst Du bitte ein Foto von einer noch unverbauten Lagerbuchse einstellen und ggf. Angaben zum Hersteller machen? Ich vermute nämlich, dass dieser Kommentar
Zitat:
Hier sind ja geteilte Metallgleitlager zum Einsatz gekommen.

ein Missverständnis ist. Auf Deinen Fotos kann ich jedenfalls keine geteilten Lager (keine zwei Halbschalen) erkennen.

Allerdings ist es schon wahrscheinlich, dass Lagerbuchsen aus Kunststoff reibungsärmer sind als diejenigen aus Metall. Insbesondere dann, wenn sie aus Teflon oder ähnlichen Werkstoffen sind. Teflonrohre (bzw. Rohrstücke) werden als Zapfen für Pfeifenmundstücke verwendet, man kann sie hier http://www.janzen-pfeifen.de/teflonzapfen.html in verschiedensten Abmessungen kaufen. Ich wollte die Teflonzapfen schon immer als Lagerbuchsen testweise einsetzen, doch leider kam ich bisher nie dazu.

Wenn Du aber mit Deiner Version zufrieden bist, wirst Du eher dabei bleiben wollen. Nur die Senkungen würde ich empfehlen (so wie lisel auch) demnächst lieber mit Handreibahlen statt mit Holzbohrer zu machen. Ein Bohrer als ein zweischneidiges Werkzeug kann nicht zuverlässig zentrisch aufbohren, eine Handreibahle (die i.d.R. 5 bis 7 Schneiden hat) kann es dagegen sehr gut, zumal sie an ihrer Spitze auch noch minimal (ca. 0,5°) konisch ist. Preiswerte Handreibahlen kann man bei ebay kaufen, so habe ich mich auch eingedeckt.

Noch einmal ein respektvolles "Bravo" für Deinen Umbau!

Gruß
Borek


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BeitragVerfasst: 26.02.2018, 11:52 
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Faden
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Arachnida hat geschrieben:
Die Lager sind geschlitzt und halten also durch die Eigenspannung.[/attachment]

War ja etwas unglücklich von mir formuliert, mit 2 -teilig.
Nun habe ich mit geschlitzten Lagern bei Eigenbauten keine nur guten Erfahrungen gemacht und ziehe durchgehende Lager aus Kunststoff vor.
Grade wenn ich die Lager mit einer Handreibahle nach dem Einbau nachträglich mal durchziehen möchte.

Ansonsten super Ding :gut: , was ich aber schon geschrieben habe!

Mit freundlichen Grüßen aus Dresden
Technik der Lisel


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BeitragVerfasst: 28.02.2018, 10:31 
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Lieber lisel, borekd,

erst einmal danke für das Lob, freut mich dass es euch professonellen Spinnradtunern gefällt. Inzwischen habe ich etwas mehr angetestet und muss warscheinlich für diese Spulen eine andere Bremsschnur (im Moment ist es Anglerschnur) in Betracht ziehen, da die Anglerschnur den Kunststoff nicht so gut bremst. Wenn jemand eine Idee hat wie ich die Spulenrille modifizieren kann ohne ständig Bremsschnur wechseln zu müssen wäre ich dankbar.

Zu den Lagern, die hab ich beim SKF-Vertragshändler (https://www.nilsson.co.at) hier vor Ort gekauft. An der Seite war 8080 eingeprägt, das Gleitlager ist an einer Seite geschlitzt und innen beschichtet um die Reibung zu minimieren, ich tippe also auf ein PTFE-Composit-Gleitlager o.ä.. Durch den Schlitz kann man das Lager leicht zusammenpressen und es hält durch die Eigenspannung. Da der Händler viele Lager hat habe ich jetzt keine Info, wer der Hersteller ist, gibt da sicher auch mehrere.

Reibahlen stehen definitiv auf meiner Wunschliste, hatte das erstemal bei meinem Messermacherkurs welche in der Hand und fand das sehr praktisch! Danke für die Erinnerung. Sollten halt nicht zu teuer sein, da ich sie warscheinlich nur ein paarmal im Jahr brauchen werde.

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BeitragVerfasst: 28.02.2018, 13:11 
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Arachnida hat geschrieben:
Da die Spulen aus Kunststoff sind, einfach einen 10-mm-Holzbohrer genommen, mittig angesetzt und mit der Hand vorsichtig auf die Länge des Lagers (ca 10 mm) in den Spulenkern eingebohrt und eine dünne Plastikschicht abgetragen. Mit eine Messer noch vorsichtig den Grat geglättet, dann das Lager in den Spulenkern eingedrückt und mit dem Hammer vorsichtig bündig eingeklopft. Dasselbe dann an der anderen Seite und das Ganze an vier Spulen. Die Lager sind geschlitzt und halten also durch die Eigenspannung.


Eine schöne Lösung.

Zum Aufbohren vorhandener Löcher verwende ich meist den Stufenbohrer. Er hat von einer Stufe zur nächsten eine leichte Schräge und zentriert sich damit besser.
Andere Bohrer benötigen beim Ansetzten eine Körnung / Mittelpunkt. Diese sind bei vorhandenen Löchern ja nicht mehr da und dann kann die Bohrung für den neuen Durchmesser leicht Außermittig geraten und die Spule schlägt dann.

_________________
Gruß Mathias

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Unmögliches erledigen wir sofort. Wunder, die dauern etwas länger


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BeitragVerfasst: 28.02.2018, 18:53 
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spulenhalter hat geschrieben:
Zum Aufbohren vorhandener Löcher verwende ich meist den Stufenbohrer. Er hat von einer Stufe zur nächsten eine leichte Schräge und zentriert sich damit besser.

Hallo Mathias,
gute Idee und wird bei Gelegenheit ausprobiert.
Da ich ja meist mit Ashford (Ach ja was sonst bei mir :O ) zu tun habe, mal die Frage gibt es auch in Deutschland Stufenbohrer die auf das Maßsystem Inch/Zoll basieren zu kaufen??

Mit freundlichen Grüßen aus Dresden
Technik der Lisel


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BeitragVerfasst: 28.02.2018, 21:25 
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Arachnida hat geschrieben:
... muss warscheinlich für diese Spulen eine andere Bremsschnur (im Moment ist es Anglerschnur) in Betracht ziehen, da die Anglerschnur den Kunststoff nicht so gut bremst. ...

Vielleicht könntest Du es mit einer Drachenschnur (Dyneema) probieren. Ich würde den Durchmesser der Angelsehne mit einem Messschieber messen und eine um 0,2 mm dickere Dyneema kaufen. Emfehlenswert wäre die unbeschichtete (meist weiße) Sorte, auf jeden Fall sollte es eine weiche rundgeflochtene Schnur aus Polyesther sein.
Arachnida hat geschrieben:
...ich tippe also auf ein PTFE-Composit-Gleitlager o.ä. ...

Ich (nach der Lektüre Deines Links) auch. Das wäre genauso reibungsarm wie die besten Kunststoffe, eine gute Wahl.

Gruß
Borek


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BeitragVerfasst: 28.02.2018, 22:05 
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spulenhalter hat geschrieben:
...Zum Aufbohren vorhandener Löcher verwende ich meist den Stufenbohrer. Er hat von einer Stufe zur nächsten eine leichte Schräge und zentriert sich damit besser. ...

Ein Stufenbohrer ist fürs Aufbohren vorhandener Löcher sicherlich besser als "normaler" Bohrer. Vorausgesetzt, das aufzubohrende Loch hat den gleichen Durchmesser wie die nächst kleinere Stufe des Stufenbohrers. Denn - bei aller Achtung - der Stufenbohrer "zentriert" sich nicht über die Übergangsschräge zwischen den Durchmessern, sondern über eine seiner kleineren Stufen in der zuvor vorhandenen Bohrung.
Dennoch ist dieses "Zentrieren" eigentlich nicht (oder für ein Lagersitz nicht ausreichend) vorhanden, denn auch ein Stufenbohrer ist ein nur zweischneidiges Werkzeug. Damit kann ein erfahrener und sorgfältig arbeitender Handwerker eine Genauigkeit ca. im Bereich von 0,1 mm erreichen. Ein Lagersitz (der diesen Namen verdient) benötigt eine Genauigkeit im Hunderstelmillimeter Bereich, sowohl bezüglich des Durchmessers als auch bezüglich seiner Lage (zentrisch und achsparallel). Ich rede jetzt von festen (harten) Lagerbuchsen aus Kunststoff oder Metall und Kugellagern.

Sehr gut dagegen mag sowas gehen für das Aufbohren für den Einsatz von Lederlagern. Dort reicht die Genauigkeit 0,1 mm vollkommen, denn die Achse drückt das weiche Leder so zurecht, dass es dann trotz der eigentlich ungenauen Bohrung nahezu optimal passt. Ich schätze, dass Du überwiegend mit Lederlagern arbeitest, und daher mit dem Stufenbohrer zu guten Ergenissen kommst. Allgemein gültig ist es aber, befürchte ich, nicht.

Gruß
Borek


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