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BeitragVerfasst: 12.04.2016, 12:06 
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Boucle
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Für den Wettbewerb muss es Schafwolle sein, oder? Da habe ich leider auch keine wirklich dünne :(

Ciao, Klara


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BeitragVerfasst: 12.04.2016, 12:30 
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Kardenband
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Asherra hat geschrieben:
... ich mache viel einfach nur aus Neugier. Geht das? Wie bekomm ich's hin? Wie läßt sich's verbessern? Experimente machen Spaß. Da muß dann nichts nützliches bei rum kommen....

Das kenne und unterschreibe ich, bis auf die Tatsache, dass ich ohne Nützliches am Ende nicht zufrieden sein kann. Doch auch das hast Du mit Deinen Extremspulen geschafft, Glückwunsch!

Meine Gedanken zu den Themen "Gewicht" und "Klappern":

1)Für Dein Wettbewerb brauchst Du doch eine relativ kleine Menge Garn (ich glaube 10g Minimum?). Dafür würde doch wahrscheinlich die Hälfte der Spulenlänge reichen, das wäre (überschlägig) dann 50% Gewichtsersparnis. Die fehlende Länge müsste dann mit einem Distanzrohr überbrückt werden.

Eine weitere Gewichtseinsparung könnte man vielleicht erzielen, wenn die Spulenkerne statt aus Rohrisolierung aus Styropor wären. Dieses Material (ich meine die grobporige Variante) kann man mit heißem Draht (mit einem Trafo) sehr einfach schneiden. Die Gewichtseinsparung wäre allerdings mit Sicherheit nicht so gravierend wie beim Halbieren der Spule, der hauptsächliche Vorteil würde im deutlich besseren Rundlauf liegen, der bei Deinen Garnstärken sicher wichtig ist. Achtung, Styropor wird von herkömmlichen Sekundenklebern aufgelöst.

Nur am Rande möchte ich anmerken, dass auch die Massenträgheit des Flügels sich am Ergebnis beteiligen wird. In diesem Sinne könnte man darüber nachdenken, auch in dieser Richtung zu optimieren, z.B. so:
download/file.php?id=31059&mode=view
download/file.php?id=31060&mode=view
Allein schon der Ersatz der "normalen" Haken durch zwei Schiebehaken spart einiges an Gewicht, und bedeutet generell eine Verbesserung.

2)Spulen klappern meistens dann, wenn das (Gleit-)Lagerspiel zu groß geraten ist. Auf Deinen Fotos sieht es so aus, als wäre es ein Ashfordflügel. Diese (zumindest die von Traditional/Traveller) haben Spindeldurchmesser von theoretisch 1/4 inch (entsp. 6,35 mm), praktisch etwas zwischen 6,3 und 6,33 mm. Nach meinen praktischen Erfahrungen sollte die dazu passende Lagerbuchse einen D=6,4 mm haben. Das geht am besten mit einer passenden Handreibahle. Handreibahlen haben eine lange schlank konische Spitze, und somit sind sie quasi selbstzentrierend. In Verbindung mit Deinen Lagern aus mit Sekundenkleber getränktem Balsaholz (das ist übrigens eine super Idee!) bietet eine Handreibahle zusätzlich die Möglichkeit, das Loch knapp unter Nennmaß aufzureiben, also z.B. 6,37 für eine 6,32 dicke Spindel. Und falls das Loch zu groß geraten sollte, kann man es durch ein erneutes Tränken mit Sekundenkleber wieder enger machen und neu aufreiben. So kann man sich an das optimale Lagerspiel von (geschätzt) 0,05 mm herantasten. Die einzige Voraussetzung ist, ob Du dafür die Geduld aufbringen kannst und willst.

Wie auch immer, viel Spaß bei der Optimierung (falls denn erwünscht) und viel Erfolg beim Wettbewerb.

Gruß
Borek


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BeitragVerfasst: 12.04.2016, 17:37 
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Asherra hat geschrieben:
Danke :)
Falls ich es auf die Reihe bringe, größere Löcher mittig genug zu bohren probiere ich mal Leder aus, oder ein bisschen Filz...


Hast du einen Stufenbohrer?

Damit kann man vorhandene Löcher gut vergrößern.

Ansonsten wieder ein Holz einkleben und nochmals versuchen, dann klappt es bestimmt besser.
Das Leder etwas an den Seiten herausschauen lassen. Dann klappert die Spule nicht an den Seiten (Flügel und Wirtel).

_________________
Gruß Mathias

---------------------------------------------------
Unmögliches erledigen wir sofort. Wunder, die dauern etwas länger


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BeitragVerfasst: 12.04.2016, 19:05 
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Ohoh, jetzt werdet ihr aber anspruchsvoll :aufgeb:

Die Länge der Spule ist gut so. Bei so feinem Garn ist es klüger, nicht zu sehr zu stapeln. Wenn der Faden reißt und auf nimmer Wiedersehen verschwindet hat man nur ein kleines Häufchen verloren. Und das Garn läßt sich sicherer sauber abwickeln. Wenn so ein Haufen rutscht und sich verhakt wird das eklig.

Schiebehaken wäre noch eine Möglichkeit, wobei das Gewicht des Flügels bei einem spulengebremsten Rad nicht so viel ausmacht wie die Spule. Aber ich könnte damit in feineren Stufen "umhängen" und damit noch kleinere Portionen über die Spule verteilen. Vielleicht was für in zwei Jahren, es muß ja noch Steigerungsmöglichkeiten geben ;)


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BeitragVerfasst: 12.04.2016, 20:56 
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Andenzwirn
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Ich habe beim Ashford schon das Gefühl dass der Sliding Hook Flügel viel leichter dreht. Ich dachte allerdings bisher dass das am geringeren Windwiderstand liegt, die Arme sind ja viel dünner als beim konventionellen. Das Gewicht habe ich noch nie verglichen, werde mal nachwiegen.

Nachtrag: mein alter Spinnflügel mit 2 Geschwindigkeiten ca. 1986 wiegt 191 g, der Sliding Hook Flügel 174 g.


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BeitragVerfasst: 13.04.2016, 12:51 
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Kardenband
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schafgarbe hat geschrieben:
Ich habe beim Ashford schon das Gefühl dass der Sliding Hook Flügel viel leichter dreht. Ich dachte allerdings bisher dass das am geringeren Windwiderstand liegt, die Arme sind ja viel dünner als beim konventionellen. Das Gewicht habe ich noch nie verglichen, werde mal nachwiegen.

Nachtrag: mein alter Spinnflügel mit 2 Geschwindigkeiten ca. 1986 wiegt 191 g, der Sliding Hook Flügel 174 g.

Nur das Gewicht zu vergleichen kann bei einem solchen Teil (und vor allem bei den Einsatzbedingungen) zu Trugschlüssen führen. Bei einem rotierenden Teil ist die Massenträgheit ausschlaggebend. Je weiter "außen" platziert, um so mehr macht sich das Gewicht bemerkbar. Paradoxer Weise kann somit sogar passieren, dass ein (vom Gewicht her) leichterer Spinnflügel viel mehr Massenträgheit besitzt, als eine schwerere Alternative.

Man kann sich das sehr gut an einem Besen veranschaulichen: Zuerst hält man ihn senkrecht zwischen den Fingern und dreht/rollt ihn hin und her wie einen Bleistift. Das geht sehr gut und ohne eine wesentliche Kraftanstrengung. Dann packt man es ca. in der Mitte mit der ganzen Hand, und versucht es quer zu drehen als wäre es ein Propeller. Auch das klappt wahrscheinlich immer noch, doch die Schmerzen im Handgelenk lassen erahnen, dass dieses Mal dahinter schon etwas mehr "Musik" spielt. Identischer Besen mit identischem Gewicht, lediglich die Gewichtsverteilung hat sich durch die anders gelegte Drehachse verändert.

Bezogen auf einen Spinnflügel heißt es, dass wenn man die weit außen platzierten Standardhaken (z.B. 6 Stück je Holm) durch zwei Schiebehaken ersetzt, ändert sich zwar an dem Gesamtgewicht nur wenig, die Massenträgheit verringert sich aber spürbar.

Gruß
Borek


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BeitragVerfasst: 13.04.2016, 13:05 
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Designergarn
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Beim Lendrum hat ja z.B. wohl aus selbigem Grund der very fast sehr schlanke Bauweise, und zudem die Fadenführung im Flügelholm....

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Ganz gleich, wie beschwerlich das Gestern war, stets kannst du im Heute von Neuem beginnen.


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BeitragVerfasst: 13.04.2016, 14:37 
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Die Fliehkräfte vom Flügel tragen bei hohen Geschwindigkeiten besonders auf. Ein schmaler Flügel mit dicker Spule, so daß kaum Platz zwischen Flügel und Spulenkern bleibt, beides leicht aber stabil gebaut kann einem Wahnsinnstempo stand halten, bei dem ein Standardflügel schon längst in seine Einzelteile zerfällt.
Für die Produktion großer Mengen "normalen" Lacegarns kann das hilfreich sein (wobei ich keinen 60:1 Flügel wollte, 20:1 reicht völlig bei meinem Trettempo).

Nur, ich spinn grade kein normales Lace mehr. Das Kiwi läuft für so dummdusslig feines Zeug auf zarten 6:1 und ich trete langsam (für meine Verhältnisse). Der Kram braucht so viel Konzentration, das geht nicht schneller.
Ich probiere gerne mal einen leichteren Flügel aus, wird sich schon wo ein Sliding Hook Flyer finden, um den direkten Vergleich zu haben.
Allerdings glaube ich, daß die Geschwindigkeitsunterschiede beim Treten bei diesem speziellen Projekt mehr aus machen. Ich muß schon darauf achten, so "rund" wie möglich zu treten, sonst wird das Gezupfe am Faden bei jedem Tritt zu deutlich, um es noch ohne Mühe abfangen zu können.


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