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 Betreff des Beitrags: Indigo
BeitragVerfasst: 11.09.2015, 21:42 
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Rohwolle
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Hallo liebe Mitfärber/innen,

ich habe nun doch mal mit Indigo zu färben gewagt. Mit Entfärber, aber leider ist die Wolle fleckig geworden. Ich habe sie nich viel bewegt, weil ich befürchtete, dass dann zu viel Sauerstoff reinkomment könnte.
Was hab ich falsch gemacht? Und wie kriege ich ein dunkles Blau hin?
vielen Dank!


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 Betreff des Beitrags: Re: Indigo
BeitragVerfasst: 11.09.2015, 22:06 
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mmh schwierig, so ohne Bild und so aus der Ferne ohne weitere Angaben.

Also viel bewegen muss man die Wolle unter der Oberfläche eigentlich nicht, nur drunter sollte sie bleiben.
War die ordentlich gelbgrün die Küpe ?
Wenn der Indigo Gehalt hoch genug ist wirds sehr ! dunkel blau.
Evlt was zuwenig Indigo oder nicht richtig verküpt.

so wirklich helfen kann ich Dir nicht.
Welche Wolle z.B. wäre noch die Frage , eingeweicht vorher, Temperatur usw ?? zu viel Unbekannte
Karin

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 Betreff des Beitrags: Re: Indigo
BeitragVerfasst: 12.09.2015, 11:57 
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Die Küpe war nicht gelb. eher grünlich. Es war Sockenwolle und gut eingeweicht. Ich hab die Küpe vorher erhitzt bis kurz vor Kochen und dann zwei Stränge hereingetan. Mit Entfärber gefärbt, Rezept hatte ich aus dem Netz.


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 Betreff des Beitrags: Re: Indigo
BeitragVerfasst: 12.09.2015, 12:49 
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Ich tippe zu heiss...Indigo färbt man ca bei 55- 60 Grad....kurz vor Kochen ist ca 90 Grad, das ist definitv zu heiss...
In dem Zusammenhang entweder Einkochtopf mit Thermostat benutzen oder Thermometer, ganz ohne wirds schwierig, bzw. geht nur mit viel Erfahrung

hier evtl genauer das Entfärber Rezept..
http://www.flachsschaf.de/indigo-regilla.html

wobei es durchaus auch andere sehr gut funktionierende Rezepte gibt.
Das Entfärberrezept ist nur deshalb praktisch weil man die Zutaten leicht beschaffen kann. Im Entfärber ist allerdings auch einiges dabei was man zum Indigo Färben eigentlich nicht braucht

Ich weiss nicht, wieviel Erfahrung Du im Pflanzenfärben hast.
Indigo ist nicht schwierig, bestimmte Grundzüge sollte man aber dennoch halt wissen.
Wie sah der Ph Wert aus ?

Ich würde Dir raten , mach fürs erste gute Gelingen nen Kurs, oder lies Dich evlt noch intensiver ein.

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 Betreff des Beitrags: Re: Indigo
BeitragVerfasst: 12.09.2015, 17:54 
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Shorty: Welche anderen gut funktionieren Rezepte gibt es? Ich hab schon mit ziemlich viel gefärbt, hab also eig. auch etwas Ahnung. PH-Wert habe ich nicht gemeessen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Indigo
BeitragVerfasst: 12.09.2015, 18:31 
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Rezepte gibts unter anderem von Karin Tegeler ,Ulrike Bogdan, oder Dorothea Fischer. Die Suche oben rechts dürfte auch Ergebnisse bringen
hier ein freies aus dem Netz :
http://www.glauserweb.ch/pflanzenfaerbung.htm
http://www.flinkhand.de/index.php?aid=335
Das Entfärber Rezept funktioniert schon gut, allerdings sollte man bedenken, dass der Entfärber nur zu ca 30 % aus dem benötigten Natriumdithionit besteht, sprich die restlichen 70 % sind unnütz für die Indigofärberei.
Professionelle Färber holen sich das in Reinform.
Ein Ph Messer/Streifen wäre nicht verkehrt, wenn man das ein wenig intensiver betreibt. siehe auch Entfärber Rezept...

weils mir grade einfällt, ne Vorstellung wäre auch ganz fein ;-) ist nicht bös gemeint♥, evtl gibts dann auch etwas mehr Resonanz auf Deine Fragen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Indigo
BeitragVerfasst: 13.09.2015, 03:19 
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Danke fpr die ausführliche Antwort!
Vorstellen:
Stimmt, das habe ich vergessen :) Wird sofort nachgeholt


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 Betreff des Beitrags: Re: Indigo
BeitragVerfasst: 13.09.2015, 10:02 
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Meine letztjährige Indigofärbung wurde auch sehr fleckig, obwohl ich seit Jahren färbe, immer das gleiche Rezept, sogar das Indigo ist immer noch dasselbe. Gehe auch immer gleich vor, also gründlich waschen, Kaltbeizen, wieder gründlich wässern und waschen, dann färben. Ich kann es mir nur so erklären, dass entweder die Vorbehandlung der Wolle sich geändert hat, sich schlechter ausspülen lässt, was da drin war, oder/und ich irgend einen Bockmist mit der Kaltbeize angestellt habe, dass die nicht gut gemischt, oder sonst was war.

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 Betreff des Beitrags: Re: Indigo
BeitragVerfasst: 13.09.2015, 10:15 
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Dazu ne Frage, warum beizt Du vor ? Ist bei Indigo nicht nötig Beize gleich welcher Art.
Halt nur wenn man vorher gelb färbt und später Indigo überfärbt fürs gelbe.

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 Betreff des Beitrags: Re: Indigo
BeitragVerfasst: 13.09.2015, 15:58 
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faserrausch hat geschrieben:
Meine letztjährige Indigofärbung wurde auch sehr fleckig, obwohl ich seit Jahren färbe, immer das gleiche Rezept, sogar das Indigo ist immer noch dasselbe. Gehe auch immer gleich vor, also gründlich waschen, Kaltbeizen, wieder gründlich wässern und waschen, dann färben. Ich kann es mir nur so erklären, dass entweder die Vorbehandlung der Wolle sich geändert hat, sich schlechter ausspülen lässt, was da drin war, oder/und ich irgend einen Bockmist mit der Kaltbeize angestellt habe, dass die nicht gut gemischt, oder sonst was war.


Wenn das Färbewasser soweit fertig ist, muss man oben die dünne Haut absammeln, die sich da bildet. Einfach mit einem Tuch vorsichtig abfischen. Die verursacht sonst direkt Flecken. Ob das Indigo immer das Selbe ist, weiß man leider auch nicht immer, weil das oft auch mal verschnitten wird. Beizen braucht man in der Tat nicht, wenn man Küpenfärbungen macht.

Ja und was in der Wolle so ist, das weiß man leider auch nicht, das stimmt.

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 Betreff des Beitrags: Re: Indigo
BeitragVerfasst: 13.09.2015, 16:11 
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Primelchen hat geschrieben:
Die Küpe war nicht gelb. eher grünlich. Es war Sockenwolle und gut eingeweicht. Ich hab die Küpe vorher erhitzt bis kurz vor Kochen und dann zwei Stränge hereingetan. Mit Entfärber gefärbt, Rezept hatte ich aus dem Netz.


Wenn die Küpe grünlich ist, ist sie zwar kurz vorm kippen, aber durchaus noch verwendbar. Blassgelb sollte sie eigentlich sein, wenn der PH-Wert stimmt, das Färbegefäß sauber ist usw. Nur so heiß soll man sie nicht machen, damit zerstört man sie auch. Bzw. es geht, wenn sie zu warm ist, aber wenn der Farbstoff wird zu farblosen Substanzen abgebaut, wenn die Reaktion zu heftig ist. Die Reduktion ansich läuft 50°C chemisch gesehen am Besten ab, da kommt das her.

Das Wort Küpe bezeichnet im Übrigen nur das Holzgefäß, in dem das damals gemacht wurde.

Primelchen hat geschrieben:
Hallo liebe Mitfärber/innen,

ich habe nun doch mal mit Indigo zu färben gewagt. Mit Entfärber, aber leider ist die Wolle fleckig geworden. Ich habe sie nich viel bewegt, weil ich befürchtete, dass dann zu viel Sauerstoff reinkomment könnte.
Was hab ich falsch gemacht? Und wie kriege ich ein dunkles Blau hin?
vielen Dank!


Du kannst das Färbegut gerne viel bewegen, nur solltest Du so rühren, dass nicht zuviel Sauerstoff ins Wasser gerät (deswegen auch die Zugabe von Hydrosulfit, damit dem Wasser Sauerstoff entzogen wird). Je mehr Du rührst, desto weniger Flecken gibt es. Meine Stoffe werden auch pausenlos gerührt, denn wo MAterial aufeinander liegt, zieht weniger Farbstoff ein als dort, wo es frei im Wasser schwimmt.

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 Betreff des Beitrags: Re: Indigo
BeitragVerfasst: 13.09.2015, 17:36 
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mmhh ich glaub ja , wenn man bei 2 Sockenwollsträngen fortwährend rührend muss, dann ist der Topf zu klein.
Stoffe sind ne andere Geschichte, ich rühre so gut wie nie !
Grundsätzlich gebe ich Dir schon recht, aber bei gesamt 200 Gramm Sockenwolle, grübel........
Die wäre zwar nicht filzanfällig......, wir legen die Wolle übrigens nur ein, und beschweren teils mit nem Gitter, rühren würd ich bei zarten nicht superwash Kammzügen/Wollen nicht viel
Zum einen ist das schon knifflig wegen filzen und zum anderen zerfallen teils die Kammzüge total bei Edelfasern.
Aber da gibts denke ich zig Methoden, wir "rahmen " auch nicht ab oben.

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 Betreff des Beitrags: Re: Indigo
BeitragVerfasst: 13.09.2015, 18:00 
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shorty hat geschrieben:
mmhh ich glaub ja , wenn man bei 2 Sockenwollsträngen fortwährend rührend muss, dann ist der Topf zu klein.


Das mag sein. Aber manchmal backen die Fäden so aneinander. Bei Wolle geht das noch, aber bei Seide ist das übel (ok, um die geht es hier aber ja gar nicht).

shorty hat geschrieben:
Die wäre zwar nicht filzanfällig......, wir legen die Wolle übrigens nur ein, und beschweren teils mit nem Gitter, rühren würd ich bei zarten nicht superwash Kammzügen/Wollen nicht viel
Zum einen ist das schon knifflig wegen filzen und zum anderen zerfallen teils die Kammzüge total bei Edelfasern.


Das was Wolle zum Filzen bringt sind schnelle und starke Temperaturunterschiede und starkes Rubbeln. Beständiges Rühren jedenfalls nicht (ich bin da nicht gerade zimperlich). Bei Kammzügen ist das wieder ne andere Sache, weil sie, wie Du sagst, ja gerne auseinander fallen (das ist der Grund, warum ich bei Pflanzenfärbungen lieber erst spinne und dann färbe). Aber Wollsträngen (sowie Stoffen) macht Dauerrühren nichts aus.

shorty hat geschrieben:
Aber da gibts denke ich zig Methoden, wir "rahmen " auch nicht ab oben.

Das sowieso :) Da muss man testen, wie's bei einem selber am Besten klappt und wie man am Liebsten arbeitet. Ich finde Flecken in Strängen oder Kammzügen auch nicht schlimm (kann ja auch tolle Effekte geben), aber bei Stoffen ist es mir unverzeihlich; da muss ich abrahmen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Indigo
BeitragVerfasst: 13.09.2015, 18:07 
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Also zum Filzen hab ich halt schon andere Erfahrungen gemacht, da reichts beim Pflanzenfärben teils schon wenn die Brühe kocht ( nicht Indigo) alleine das blubbern führt dazu, dass die Wolle anfilzt. Es ist nicht die Temperatur sondern die Bewegung in dem Fall.
Wir färben halt vorwiegend Kammzüge und Wollflocken, ganz wenig fertige Stränge oder Stoffe. Zudem teils auch versch. Sachen gleichzeitig ,da ist das rühren ungut .
Ich denke muss man halt sehen was gut praktikabel.
Bei Stoffen glaub ich das gerne mit dem abrahmen...

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 Betreff des Beitrags: Re: Indigo
BeitragVerfasst: 13.09.2015, 18:12 
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Ah ok, ich heize nie bis zum Blubbern auf sondern bleibe meist bei 80°C oder knapp dadrüber. Der Kochblubber führt bestimmt auch zum Filzen, glaube ich gern. Siehste, so hat jeder seine Methoden irgendwie :))

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