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 Betreff des Beitrags: Erst spinnen, dann färben?
BeitragVerfasst: 01.11.2017, 09:44 
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Schafspelz
Schafspelz

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Hallo,
wie macht ihr das ?

Eine Freundin meinte, du musst die Wolle erst spinnen und verzwirnen, das ist besser -
einfacher bei der Verarbeitung.

Eine Bekannte sagte, sie färbt die Wolle zuerst und dann spinnen usw.

Was sind die Vor- und Nachteile der jeweiligen Methode ?

LG Anke


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 Betreff des Beitrags: Re: Erst spinnen, dann färben?
BeitragVerfasst: 01.11.2017, 10:51 
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Mehrstufenzwirn
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Das kannst du machen, wie du magst. Jede Art wirkt sich etwas anders auf die Farbgebung aus. Am Besten liest du bitte mal hier im Forum nach, da gibt es schon einige ältere und auch alte Beiträge. Wenn du dann noch Fragen hast, stellst du die am Besten dort. Sonst wird es unübersichtlich. Normalerweise werden solche neuen Beiträge von den Moderatoren eh in bestehende Threads verschoben.


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 Betreff des Beitrags: Re: Erst spinnen, dann färben?
BeitragVerfasst: 01.11.2017, 12:35 
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Boucle
Boucle

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Ich find's jetzt nicht so prickelnd, eine Diskussion abzuwürgen, bevor sie noch richtig anfängt - vor allem, wo hier sowieso praktisch nichts mehr los ist.

Zur Sachfrage: Meistens färbe ich die Wolle gleich nach dem Waschen (ich arbeite mit Vliesen von den eigenen Tieren), das spart mir eine Trockenzeit und das Einweichen vor dem Färben (und der Essig beim Färben neutralisiert das Waschsoda). Ausserdem kann ich dann Farben, die mir nicht so gefallen, beim Kardieren noch mischen. Oder grössere Mengen einheitlich zusammenkardieren als mein Topf auf einmal fasst. Ausserdem kann ich dann auch kurze andersfarbige Stücke einspinnen die sich garantiert nicht regelmässig wiederholen (wie wenn man Abschnitte eines Strangs färbt), und damit keine regelmässigen Streifen im Strickstück geben. Lauter Vorteile - aber hauptsächlich, weil ich die Wolle vor dem Spinnen sowieso waschen muss.

Wenn ich andererseits Kammzug verspinne, färbe ich den nicht - Kammzug frisch aus der Packung ist perfekt zu spinnen (oder sollte es zumindest sein), beim Färben passiert's gerne, dass er ein bisschen zusammenklebt. Das muss ich nicht haben. (Zugegeben, meistens färbe ich den nach dem Waschen auch nicht, weil ich mit Naturfarben arbeite...). Angora färbe ich auch erst nach dem Spinnen, weil's so furchtbar leicht verfilzt. Ditto für Troopers Vlies (das ist ein weisses Alpaka) - das filzt auch schon, wenn man's schief anschaut. Ein bisschen Filzen nach dem Spinnen (ein bisschen, das was die Engländer "fulling" nennen! Wenn ein grosser Klumpen rauskommt, war's zu viel) ist ganz gut, weil's Fusseln des fertigen Teils verhindert. Vor dem Spinnen sind zusammenklebende Haare einfach nur lästig.

Also deine beiden Freundinnen haben Recht, kommt nur drauf an, was das Ausgangsmaterial ist :)

Und ich habe noch eine dritte Möglichkeit: Zuerst stricken (oder weben) und dann färben, bzw. bemalen. Dann kommt z. B. sowas dabei raus:

Dateianhang:
Chale2.jpg


Einzelne "Blätter" farbig zu kriegen wäre anders nicht zu machen gewesen.

Andererseits war das ganze Strickstück ein bisschen ein Notbehelf, weil ich die 100 g weissen Shetlandkammzug zu 600 m Wolle versponnen hatte und den ganzen Strang orange gefärbt - und der knallorange Strang war einfach unmöglich (und unverkäuflich)...

Im Endeffekt wirst du deine eigenen Experimente machen müssen und rausfinden, welche Methode du bevorzugst.

Ciao, Klara


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 Betreff des Beitrags: Re: Erst spinnen, dann färben?
BeitragVerfasst: 01.11.2017, 12:45 
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Designergarn
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Sehe ich komplett wie Klara, muss man für sich testen, und schauen was einem mehr liegt, welches Material wie reagiert und was man eben haben möchte.
Es gibt unzählige Möglichkeiten.
Selber färbe ich 95 % z.B. nach dem Waschen in der Flocke oder als Kammzug. Fertig färbe ich in aller Regel nur Sockenwolle.
Gibt aber klar auch Ausnahmen.
Was aber nun nicht heisst, dass andere das ebenso machen müssen.
Ich für mich habe halt festgestellt, dass mir das kreativ mehr Raum lässt, weil man ne ungeliebte Farbe durch mischen beim kardieren nochmal ganz stark verändern kann.
Was das filzen betrifft ists so, ist die Faser filzanfällig dann hat man das Problem in jeglicher Verarbeitungsform.

_________________
Ganz gleich, wie beschwerlich das Gestern war, stets kannst du im Heute von Neuem beginnen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Erst spinnen, dann färben?
BeitragVerfasst: 01.11.2017, 17:12 
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Mehrfachzwirn
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Der Farbeffekt ist ein anderer. Je früher im Verarbeitungsprozess man färbt, desto mehr mischen sich die Farben untereinander (es sei denn man spinnt wirklich exakte Farbübergänge, dann bekommt man Effekte als wäre das Garn gefärbt).

Und ja, wenn das Garn ein bisschen anfilzt nervt es weniger als angefilzte Spinnfasern. Läßt sich aber beides mit etwas Übung vermeiden. Was gar nicht geht ist Angorakammzug färben, der fällt im Topf sofort zu einer unförmigen Matsche zusammen.

Wie bei so vielem beim Färben und Spinnen, "müssen" ist relativ. Es geht ganz viel und ich finde es ist durchaus sinnvoll einfach mal alles durch zu probieren. Selber Erfahrungen machen, selber raus finden, was dir gefällt. Die Wolle explodiert nicht im Topf und es kommt nicht die Spinnpolizei vorbei und verhängt Strafzettel für "falsches" Zwirnen oder so.


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 Betreff des Beitrags: Re: Erst spinnen, dann färben?
BeitragVerfasst: 01.11.2017, 21:05 
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Navajozwirn
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Färben ist ein grosses weites Feld mit ungezählten Variationsmöglichkeiten.
Ich seh's wie Klara, shorty und Asherra.

Jeder entwickelt im Laufe der Zeit seine Vorlieben, keine ist besser oder schlechter, es sind einfach nur verschiedene Wege.
Und weils so viel Spass macht, probier einfach aus, wozu du gerade Lust hast! :)

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 Betreff des Beitrags: Re: Erst spinnen, dann färben?
BeitragVerfasst: 05.11.2017, 09:49 
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gewaschene Wolle
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Ich färbe auch meist vor dem spinnen und kardieren. Meine Färbeergebnisse sind auch noch so unregelmäßig, dass ich meist froh bin, dass das durchs kardieren relativiert wird. Unifarben wird bei fertiger Wolle bei mir nie ganz gleichmäßig.
Auf einen Vorteil des Färbens fertiger Wolle hat shorty ja schon angespielt: Man kann, wenn man einen langen Strang 'bemalt', eine Musterwiederholung z.B. für Sockenwolle hinbekommen, einen Rapport also.
Unregelmäßige Farbspiele und lange Verläufe bekommt man mit vorher färben m.E. besser hin.


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 Betreff des Beitrags: Re: Erst spinnen, dann färben?
BeitragVerfasst: 07.11.2017, 19:58 
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Navajozwirn
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Madouc hat geschrieben:
Unregelmäßige Farbspiele und lange Verläufe bekommt man mit vorher färben m.E. besser hin.

Das klappt auch mit fertigen Garnen, wenn man die richtige Technik verwendet, gut. ;)
Lange Farbverläufe auf Faserband zu färben ist nicht ohne, Farbverläufe kardieren sehr zeitaufwändig und bedingt auch etwas Routine im spinnen, damit die beiden Singles einigermassen passend aufeinander kommen beim verzwirnen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Erst spinnen, dann färben?
BeitragVerfasst: 14.11.2017, 13:44 
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Flocke
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Ich spinne zuerst, dann färbe ich.
Das liegt zum einen daran, daß ich meist Kammzüge verspinne - selber gekämmt oder gekauft - und ich nicht möchte, daß sie zusammenpappen.
Zum anderen daran, daß ich oft (meistens?) beim spinnen noch nicht oder zumindest nicht genau weiß, was daraus wird. Deshalb weiß ich auch nicht, welche Farbe es werden soll, und wieviel davon. Da ist es dann gescheiter, sich diese Entscheidung für später aufzuheben.


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