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 Betreff des Beitrags: Re: Erklärungsbedarf Patrone lesen
BeitragVerfasst: 02.02.2016, 16:35 
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Myrdhin Webster hat geschrieben:
Es gibt keine ganz klare Anweisung, nach der im Köper z. B. immer genau 0,X mm Abstand zwischen den Fäden und bei Leinenbindung immer genau 0,Y mm liegen müssten. Wie nah die Fäden nebeneinander liegen müssen, damit das Gewebe nachher genau richtig fällt und weder zu schlabbrig noch zu fest ist, hängt immer vom jeweiligen Garn, der gewählten Bindung, dem individuellen Anschlag der webenden Person und nicht zuletzt dem Verwendungszweck ab. Und selbst dann noch gibt es immer einen Toleranzbereich, innerhalb dessen der Abstand immer irgendwie passt. Es gibt also im Bereich der Fadendichte einen gewissen "individuellen Ermessensspielraum".


Es gibt aber durchaus hilfreiche Formeln wie z.B. die Ashenhurst-Formel und Empfehlungen, wieviel Prozent der aus dem Garndurchmesser und der Bindungsart errechenbaren maximalen Gewebedichte für unterschiedliche Verwendungszwecke sinnvoll sind. Das ergibt natürlich auch keinen in Stein gemeißelten Wert, den man so ungesehen in ein Projekt übernehmen kann, aber zumindest einen weitaus konkreteren Anhaltpunkt, mit welcher Ketteinstellung ich mein Probegewebe starten sollte. Diese nützlichen Informationen habe ich leider erst aus englischsprachigen Büchern gelernt.

Was die Grundlagen der Gewebeplanung angeht, habe ich aus den ersten paar Seiten des "Handweaver´s Pattern Dirctory" von Anne Dixon (eigendlich eine Mustersammlung und kein Lehrbuch!) mehr gelernt als aus dem ganzen Handbuch Weben. Zumal bei Anne Dixon auch nicht so viele Rechenfehler drin sind...

Ich finde das Handbuch Weben als Grundlagenwerk schon gut und empfehle es jedem Webanfänger. Und es ist mir auch absolut klar, dass man das weite Feld der Weberei nicht in ein einziges Buch pressen kann. Trotzdem ist da - gerade was den didaktischen Aufbau angeht - einiges an Luft nach oben.

LG Kiki

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 Betreff des Beitrags: Re: Erklärungsbedarf Patrone lesen
BeitragVerfasst: 03.02.2016, 14:09 
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Boucle
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Sephrenia nimmt mir das Wort aus dem Mund: Arndt verrät ja nicht mal, dass man bei Leinwandbindung als Ausgangspunkt zum Experimentieren die halbe Fadendichte als Kettdichte wählt. Für mich ist der von mir zitierte Absatz weitestgehend nutzlos. Im Wesentlich sagt Erika Arndt: "Die ideale Kettdichte zu finden ist kompliziert." Das weiss ich aber schon (sonst würde ich mir kein Buch kaufen) und von einem Fachbuch erwarte ich, dass es mir hilft, mit den Komplikationen fertig zu werden. (Das erinnert mich an einen Programmierer, dem ich die Würmer aus der Nase ziehen musste: "Wie regelt man das Sichtsystem?" "Ah, das ist kompliziert!" "Glaube ich gerne, also erklär's mir bitte ganz genau. Was machst du als erstes? (zweites, drittes) Mit den Infos habe ich dann eine Anleitung geschrieben, mit der die Kunden alleine zurecht gekommen sind. Beim Handbuch Weben hat leider die Laiensicht gefehlt.)

Myrdhin Webster hat geschrieben:
...Es ist mehr als schwierig, ein Fachbuch so zu schreiben, dass es jeder versteht....


Soll das ein Witz sein? Natürlich kann man Fachbücher so schreiben, dass sie für Leute ohne Vorkenntnisse verständlich - und nebenbei auch noch unterhaltsam - sind! Allerdings kommen die meisten dieser Bücher aus Amerika - wenn ich nicht Horst Sterns "So verdient man sich die Sporen" gelesen hätte, würde ich denken, deutsche Autoren können das nicht schreiben oder deutsche Verlage würden solche Bücher nicht veröffentlichen.

Was meiner Meinung nach nicht geht ist ein Buch zu schreiben, das sowohl für Anfänger ohne Vorkenntnisse verständlich und lehrreich ist (und am besten unterhaltsam) als auch für Fortgeschrittene noch bildend - und das alles auf unter 300 Seiten! Deborah Chandler's Learning to Weave (brauch' ich nicht zu schreiben, gibt es schon!) ist perfekt für Anfänger - aber irgendwann hat man's durchgearbeitet und dann braucht man ein anderes Buch.

Macht aber nichts, es gibt ja zu allen Themen spezialisierte Bücher - zumindest auf Englisch. Ich erwarte nicht, aus EINEM Buch alles zu lernen, was ich übers Weben wissen möchte. Ich erwarte aber von einem Anfängerlehrbuch, dass ich damit die Grundbegriffe - theoretisch und praktisch - lernen kann, möglichst ohne mich noch anderweitig zu informieren.

Ciao, Klara


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 Betreff des Beitrags: Re: Erklärungsbedarf Patrone lesen
BeitragVerfasst: 03.02.2016, 15:18 
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Locke
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Zum Sachlichen:
In dem von dir zitierten Absatz fehlen Informationen, die auf der Buchseite dazu noch zu finden sind, unter anderem eine sehr anschauliche graphische Darstellung des Fadensverlaufs in Leinwandbindung, Köper und Atlas sowie noch weitere Erklärungen dazu, wie man die ungefähre Kettdichte ermitteln kann. Was stimmt: sie gibt keine Formeln dafür an. Das benutzen von Formeln für die Ermittlung der Kettdichte ist in der Handweberei in Deutschland auch ausgesprochen unüblich. Es gibt selbstverständlich Formeln dafür, die Industrie käme ohne diese sicher nicht aus. Wir Weber schon, wir sind nämlich ein sinnliches Völkchen und machen solche Dinge gerne aus Erfahrungswerten und dem Gespür fürs Material. Wie man beides entwickelt, auch dafür bietet sie im Text dem Anfänger einen Weg an: man hält sich anfangs an die Empfehlungen in der Webanleitung, nach der man vorgehen möchte.

Übrigens: meine eigene Ausbildung in der Berufsfachschule für Handweber in Siegen war ausgesprochen Formellastig, wir mussten jeden Quatsch berechnen, inklusive Zwirnverlusten, Feuchtigkeitszuschlägen und ähnlichem, bis aufs letzte Zehntelgramm genau. Ich hab gestern extra meinen Fachrechnen-Ordner noch mal durchgesehen, eine Formel für die Kettdichte war nicht dazwischen. Gebraucht habe ich einen Großteil der Spezialformeln nach meiner Gesellenprüfung übrigens nie wieder, im Alltag in meiner Werkstatt nicht und teils noch nicht mal später im Meisterkurs.

Als Antwort auf Klaras Absatz nach dem Zitat eines Ausschnitts meines posts:
Klara, ich kenne dich nicht, doch irgendwie bekomme ich mehr und mehr den Eindruck, du hättest das Gefühl, du müsstest irgendeine Art Hühnchen mit mir rupfen. Dafür ist mir meine wertvolle Zeit echt zu schade und ich breche die Auseinandersetzung mit dir hier an diesem Punkt ab. Wir haben zu diesem Buch (und einigen anderen Dingen, wie mir scheint, nachdem das ja nicht die erste Endlosdiskussion ist, in die du mich verwickeln möchtest) unterschiedliche Meinungen, dies ist legitim und völlig in Ordnung. Man kann mit diesem Buch arbeiten, muss es aber nicht. Meine Meinung über Erika Arndts in meinen Augen gut gemachte Arbeit wirst du sicher nicht ändern. Du kannst mit dem Buch nichts anfangen, ich schon, ich empfehle es sogar guten Gewissens weiter. Punkt.

Zum Thema des Threads:
Ernstgemeinte Nachfragen und weiteren Erklärungsbedarf zu irgendwelchen Webanleitungen in diesem oder irgendwelchen anderen Büchern beantworte ich weiterhin gerne, zumindest sofern ich das Buch selber vorliegen habe. Der Fehlerteufel mischt sich bei Druckerzeugnissen aller Art gerne ein und manchmal sind es einfach auch nur, wie schon gezeigt, Missverständnisse, die beim flüchtigen Durchblättern entstehen oder daraus, dass zwei Menschen eben unterschiedlich kommunizieren, das kann auch bei Leser und Autor geschehen.

Daraus zu folgern, dass ein Buch "voller Fehler" und "schlechtgeschrieben" sei, ist allerdings unter Umständen manchmal etwas, mit dem man sich ein bisschen weit aus dem Fenster hängt.
Es gibt viele verschiedene "Weblehrbücher", in verschiedenen Sprachen, in verschiedenen Arten von Medien, vom Stil her ganz unterschiedlich geschrieben, manchmal im Original flüssig zu lesen und gut verständlich, dafür in der Übersetzung eher nicht, manchmal umgekehrt... der eine lernt besser vom zugucken bei Videos, der andere besser durch geschriebene und gezeichnete Werke, dem einen ist das zu trocken, was dem anderen zu profan und einfach geschrieben ist. Wie immer: Viele Wege führen nach Rom. Und ich persönlich bin froh über jedes textile Fachbuch, das in den heutigen Zeiten den Weg in einen Verlag findet. Totalen Mist hab ich da noch nicht drunter gefunden, höchstens halt Themen, die mich nicht interessieren oder Bücher, die mir vom Stil her nicht gefielen, manchmal auch welche mit gravierenden Fehlern.
Es kursieren deutlich mehr schlecht recherchierte und fehlerhafte Texte zu diversen textilen Techniken im Netz, da graust es mich wirklich ab und an mal, auf was für Ideen manche Textiler kommen...


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 Betreff des Beitrags: Re: Erklärungsbedarf Patrone lesen
BeitragVerfasst: 03.02.2016, 18:41 
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Kammzug
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Wir haben ja schon an anderer Stelle darüber diskutiert, aber ich möchte noch einmal eine Lanze für Frau Arndt brechen.
Ich habe damit - und fast nur damit- das Weben soweit ich es bisher kann erlernt. Ich finde es nicht zu schwierig und nicht zu leicht geschrieben. Sicher bin ich mit mancher Patrone auch nicht so ganz einig, aber es ist und bleibt ein Buch, mit dem man sicher auf einem richtigen Webstuhl weben kann.

Dass manchmal noch mehr Angaben wünschenswert wären, die man aber nicht bekommt (bekommen kann), liegt für mich in der Natur der Sache: Das Weben bietet so eine unendliche Vielzahl an Möglichkeiten und jedes Detail verändert das Endergebnis. Da ist es eben manchmal schwierig ganz konkrete Hinweise zu geben. Ich hatte z.B. schon verschiedene Ergebnisse nur weil ich Cottolin von verschiedenen Anbietern verwendet habe...

Weben ist einerseits eine sehr konkrete Kunst, aber andereseits auch irgendwie oft auch unberechenbar. - Und genau das macht es ja so attraktiv in meinen Augen. - Aber ich bin auch auch eher eine "Chaosweberin".

Jedenfalls könnte ich ohne das Handbuch nicht weben... :-)

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 Betreff des Beitrags: Re: Erklärungsbedarf Patrone lesen
BeitragVerfasst: 03.02.2016, 21:58 
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Auch mir hat das Handbuch weben von Erika Arndt sehr geholfen. Vor allem beim Einrichten des Webstuhls und den Vorarbeiten zum Weben. Allerdings muss man bedenken, dass solch ein Buch nicht von A-Z gelesen wird wie ein Roman, sondern ich nehme mir diejenigen Kapitel und Abschnitte vor, die ich gerade brauche. Ich verschaffe mir einen Überblick, indem ich vieles Quer lese. Manchmal vergesse ich dann, dass ich es noch genau lesen sollte, aber aus Fehlern lernt man oder durch Schaden wird man klug :D . Offenbar geht es auch anderen so. Denn auf Seite 71 ganz am Anfang wird auf das Kapitel 8 Gewebe zum Nacharbeiten hingewiesen. Mit diesem Kapitel kann ich doch schon einmal gut arbeiten. Wenn ich weiss welches Garn ich habe und welche Bindung ich verwenden will, kann ich mir die Fadendichte annähernd heraussuchen. Auf jeden Fall hat mir als Autodidakt, von weben am Webstuhl ohne jede Ahnung, dieses Buch doch sehr geholfen.
Das grosse Webbuch von Leila Lundell (Ausgabe 1978) kann in dieser Hinsicht kaum mit dem von Arndt mithalten. Es ist einfach chaotisch. Dies hält mich natürlich nicht davon ab, die Beispielgewebe zu studieren. Wieso soll ich mir diese Beschreibungen von erfahrenen Webern nicht zu Nutze machen. Da muss ich doch nicht Musterproben erstellen und das Rad neu erfinden.
In einem Bücherflohmarkt bin ich auf das Buch „Komm wir weben“ von Anni Mäder und Adolf König aus dem Jahre 1962 gestossen. Dieses Buch hat einen technischen Teil (den kann man vergessen, da veraltet) und einen praktischen Teil. Über 110 Werkanleitungen meistens mit Fotos dokumentiert mit genauen Angaben wie Garnstärke, Fadendichte Webkamm etc. Alle diese deutschsprachigen Bücher sind im Haupt Verlag erschienen. Ein weiteres deutschsprachiges Buch, das immer noch erhältlich ist „Am Webstuhl mit 4 Schäften“ von Ursula Kircher. Hier bekommt man für 20 € eine geballte Ladung Wissen. Besonders Teil 3 Mustermöglichkeiten animiert zum Ausprobieren und entdecken. Eine weitere Quelle der Inspiration sind die Rundbriefe von Helga Jossen. Sie enthalten wertvolle Informationen über Fadendichte oder den Aufbau von Bindungen. Zum Beispiel gleich- und ungleichseitiger Köper.
Ich kann folgendes Fazit ziehen: Jedes Buch hat seine Vor- und Nachteile je nachdem mit welchem Wissen ich bereits ausgestattet bin. Es kann durchaus sein, dass ich ein Buch zur Seite lege weil ich es noch nicht verstehe und zu einem späteren Zeitpunkt erst checke, was eigentlich gemeint war. Ich würde mir wünschen, dass hier in diesem Forum mehr Wissen und Erfahrungen preisgegeben werden. Also bei den vorgestellten Werken Angabe von Garnstärke, Fadendichte, Kamm und Bindung.
Wenn ich nun gerade am Schreiben bin: Ich habe meinen Webstuhl auf sechs Schäfte mit acht Tritten ausgebaut und möchte Handtücher oder Geschirrtücher weben. Kette und Schuss aus BW NeB 20/2 mit 14 Fäden pro cm. Dazu suche ich noch eine schöne Waffelbindungspatrone. Wer kann helfen; ich zähle mich immer noch zu den Lernenden. Da ich mir das Weben selbst beigebracht habe, bin ich aufs Nacharbeiten angewiesen :O .

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LG Christof
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 Betreff des Beitrags: Re: Erklärungsbedarf Patrone lesen
BeitragVerfasst: 03.02.2016, 22:17 
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Andenzwirn
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Es ist ja sehr schön, dass es immer noch ein paar deutschsprachige Bücher über das Weben gibt, ich gucke aber fast nie rein, es gibt einfach bei den englischsprachigen so viel Auswahl, einfacher, ausführlicher, zu speziellen Themen, dagegen fallen die paar deutschen schon deutlich ab. Das hilft denen mit nicht so guten Englischkenntnissen natürlich nicht wirklich weiter. Trotzdem: die Buchauswahl, die man in London im Handweaver's Studio findet, ist schon beeindruckend.


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 Betreff des Beitrags: Re: Erklärungsbedarf Patrone lesen
BeitragVerfasst: 04.02.2016, 01:22 
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Locke
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@ Christof:
Ich hab von der Waffelbindung leider nur zwei kleine Musterstückchen mit Patrone, beides 8-schäftig meine ich. Und ein paar Patronen, da sind zum Teil auch weniger Schäfte in Benutzung. Noch aus den Siegener Zeiten, mit richtig dicker Wolle gewebt (Nm 6,5/3) die Musterstückchen sind echt witzig, eins sieht wirklich aus wie aus dem Waffeleisen... Größere Gewebe habe ich mit der Bindung selber bisher noch nicht gewebt, eine konkrete Anleitung zum Nacharbeiten mit Beispielsgewebe und Erfahrungswerten kann ich dir also leider nicht liefern.

Mit 6 Schäften ist eine Waffel auf jeden Fall webbar, ich hab hier eben auch Patronen mit 4 und mit 5 Schäften gefunden, weiß nur nicht, wie "waffelig" diese in natura werden. Das ist nämlich aus der Patrone allein nicht unbedingt ersichtlich, die Waffelbindung sorgt gerne für kleine Überraschungen, wenn man zuviel drin rummustert. Ich kann das, was ich hier hab morgen mal im Tageslicht abfotografieren und vielleicht hilft dir ja auch schon eine kleine Anleitung zum Waffelmuster entwerfen. Ist eigentlich nicht allzu schwer.

Hups, hab da grad was gefunden, kennst du diesen Thread? http://www.scforum.spinnradclub.de/viewtopic.php?f=249&t=23305
Handtücher in Waffelbindung, 6-schäftig, wunderhübsch geworden!

Und hier ist noch ein Waffelmuster für 4 Schäfte http://www.scforum.spinnradclub.de/viewtopic.php?f=249&t=18090


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 Betreff des Beitrags: Re: Erklärungsbedarf Patrone lesen
BeitragVerfasst: 04.02.2016, 07:57 
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Flocke
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Auch ich hab, ausser einem Kurs an 5 Abenden für Webrahmen, das Weben durch Bücher und später auch "mit dem www" beigebracht bzw. aufgefrischt. Die Bücher von Laila Lundell und das Handbuch Weben von Erika Arndt haben mir sehr geholfen. Neu sind auch englischsprachige dazugekommen.
Als ich vor einigen Monaten die Patrone für den Stoff von Seite 370 aus dem Handbuch Weben zeichnen wollte und einfach auf dem Schlauch stand, mir auch eine Lupe nicht weiterhalf, ob da an einer Stelle ein oder zwei Fäden gehoben werden, mailte ich den Verlag an, dass ich genau diese Patronenzeichnung für dieses Gewebe zum Nacharbeiten im Buch nicht finde. Nach einigen Tagen erhielt ich ein Mail, dass meine Anfrage an Frau Arndt weitergeleitet wurde. Nach einigen Wochen erhielt ich dann eine Mail von Frau Arndt, dass sie mir die Patrone per Post zusenden werde. Ich hab mich riesig gefreut und bedankt.
Gut wäre, wenn man Korrekturen/Fehler dem Verlag mailen würde und dieser dann die Korrekturen als PDF Datei zum downloaden bereitstellen würde. Dies geschieht heute schon bei Verlagen welche Programmierbücher vertreiben.
Gruss Rani


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 Betreff des Beitrags: Re: Erklärungsbedarf Patrone lesen
BeitragVerfasst: 04.02.2016, 13:30 
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Boucle
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Myrdhin Webster hat geschrieben:
..... Wie man beides entwickelt, auch dafür bietet sie im Text dem Anfänger einen Weg an: man hält sich anfangs an die Empfehlungen in der Webanleitung, nach der man vorgehen möchte.
...


Und genau das ist der springende Punkt: Ich möchte nicht nach einer Webanleitung vorgehen. Und nicht mit gekauftem Garn arbeiten. Wie XScars muss auch ich meine Kettdichte für Teile aus handgesponnener Wolle selbst bestimmen, und dafür brauche ich einen Anhaltspunkt, wo ich mit dem Mustern anfangen soll.

Ciao, Klara


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 Betreff des Beitrags: Re: Erklärungsbedarf Patrone lesen
BeitragVerfasst: 04.02.2016, 15:03 
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Mehrfachzwirn
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Anhaltspunkt: EPI = 1/2 WPI für Leinwandbindung. Köper dichter. Kommt soweit mal ganz gut hin.
Ansonsten gibt es z.B. von Interweave ein "master Yarn Chart", wo die Kettdichten für viele Garne angegeben sind. Der Clou dabei, die Bildchen der Garne sind in Originalgröße. Man kann also auch ein eigenes Garn dran halten und sehen, welchem Bild es von der Dicke her am ehesten entspricht.


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 Betreff des Beitrags: Re: Erklärungsbedarf Patrone lesen
BeitragVerfasst: 04.02.2016, 15:23 
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Myrdhin Webster hat geschrieben:
@ Christof:
Waffelbindung

Mit 6 Schäften ist eine Waffel auf jeden Fall webbar, ich hab hier eben auch Patronen mit 4 und mit 5 Schäften gefunden, weiß nur nicht, wie "waffelig" diese in natura werden. Das ist nämlich aus der Patrone allein nicht unbedingt ersichtlich, die Waffelbindung sorgt gerne für kleine Überraschungen, wenn man zuviel drin rummustert. Ich kann das, was ich hier hab morgen mal im Tageslicht abfotografieren und vielleicht hilft dir ja auch schon eine kleine Anleitung zum Waffelmuster entwerfen. Ist eigentlich nicht allzu schwer.

]


Ich webe gerade Waffelbindung mit 4 Schäften, da ich auf dem Webstuhl nicht mehr habe, und bin sehr zufrieden.

Dateianhang:
20160114_074150_resized.jpg


Es werden für Waffelmuster häufig 5 Schäfte empfohlen. Ich nehme Anleitungen für Patronen sehr gerne aus Warp and Weft (beim Link ist der Blick ins Buch möglich, leider natürlich nicht auf alle Seiten, darum dieser) http://www.amazon.de/Warp-Weft-Lessons- ... 1570764735


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 Betreff des Beitrags: Re: Erklärungsbedarf Patrone lesen
BeitragVerfasst: 07.02.2016, 16:44 
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@ Christoph: Ich habe mit einem vierschäftigen Webstuhl die Patrone von Frau Arndt mit Cottolin nachgewoben. Später dann mit dem neuen Webstuhl eine 12 schäftige Waffelbindung. Zu beidem findest du Bilder auf meiner HP, wenn du willst. - Je mehr Schäfte, desto waffeliger ist meine Erfahrung.

Ich gedenke demnächts Handtücher mit Waffelbindung zu weben. Cottolin in der Kette und Chenillegarn im Schuss. Ich bin auch ein Waffelfan. Besonders spannend ist es, wenn du dann die Waschmaschine öffenst... *grins

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