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 Betreff des Beitrags: Re: Theodora
BeitragVerfasst: 28.05.2015, 21:22 
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Kardenband
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Danke euch!

Oh ja, die Engländer - Hatte einen Jaguar 3,8S, etliche Minis und ein Herald-Cabrio. Damals gab es noch kein Internet und die Restaurierungen waren entsprechend mühsam.

Aber ein ganz normales Traditional mit Kugellagern aufzurüsten geht halt zöllig am einfachsten, zumal meines bereits aus dem Leim gegangen ist.

Merkwürdigerweise hat aber die Achse 9,23 mm bzw. 0,363 Inch und fast 0,3 mm Spiel sind mir eigentlich zu viel.
Vielleicht nehm ich doch ein 10er Lager und setze eine Gummilagerung dazwischen - so oft werde ich es sicher nicht auseinandernehmen.

_________________
"Spiders can become a passion that can not stop you"
__________________(unbekanntes Übersetzungsprogramm)
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 Betreff des Beitrags: Re: Theodora
BeitragVerfasst: 29.05.2015, 09:09 
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Dochtgarn
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Hallo,

kleiner Tip unter "Pionieren". Kannst auch ein 10mm Lager nehmen, da gibt es welche mit 26mm + 19mm + 15mm aussen ( Conrad).
Um die Welle wickelst Du Tesa oder Aluklebeband, Lage für Lage. Beides hält rel. lange.

LG von Jürgen ^..^


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 Betreff des Beitrags: Re: Theodora
BeitragVerfasst: 29.05.2015, 13:16 
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Vlies
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geraeuschemacher hat geschrieben:
...Aber ein ganz normales Traditional mit Kugellagern aufzurüsten geht halt zöllig am einfachsten...

Ich bin mir nicht ganz sicher, ob das stimmt. Das Aufbohren des Gestells auf D=22 habe ich als eine knifflige Prozedur in Erinnerung, selbst mit meiner relativ genauen Fräsmaschine. Wenn ich mir vorstelle, dass die Bohrung (und das ziemlich genau) einen D=22,225 mm haben müsste, würde ich lieber nach einer Alternative suchen, für die ich kein teueres Spezialwerkzeug kaufen müsste.

Dazu fällt mir neben dem Ausdrehkopf (damit habe ich keine Erfahrungen im Holz) nur noch ein, ein 22 mm Werkzeug mit einer einseitigen Beilage von ca. 0,1 mm in einer Spannzange einspannen, und so (definiert außermittig und somit einschneidig) bohren. In beiden Fällen gehe ich davon aus, dass man diesen Arbeitsschritt in einer Fräsmaschine macht, anders kann ich es mir nicht vorstellen.

Oder man könnte das Problem mit einer selbstgedrehten Hülse umgehen, die man auf den Außenring des zölligen Lagers aufpresst. Vielleicht gibt es sowas auch zweckentfremdet fertig (siehe Norberts KuPa-Rohr an seinem Cat Wheel).

Da scheint mir (neben Jürgens Empfehlung) technologisch einfacher, die Bohrung in der Schwungradnabe von 9,5 auf 10 mm mit einer Reibahle (!NICHT mit einem Bohrer!) von Hand aufzuweiten, und dann eine selbstgemachte 10 mm Welle einzusetzen. Vorzugsweise bitte eine Handreibahle benutzen, denn die zentriert sich bedingt durch den langen konischen Anschnitt besser. Ähnliches habe ich bereits mehrfach beim Anpassen fertiger Spulen gemacht.

Zum Thema Kugellager möchte ich aus Erfahrung sagen, dass m.M.n. für den Einsatz in einem Spinnrad selbst die einfachste Qualität für "einbauen und vergessen" ausreicht. Die einzigen Kriterien wären für mich also der Preis und eine problemlose und schnelle Beschaffung. Dennoch ist es sicherlich kein Fehler das beste einzusetzen, man zahlt nur zusätzliches Geld für zusätzliche Qualität, die man nicht unbedingt braucht.

Gruß
Borek


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 Betreff des Beitrags: Re: Theodora
BeitragVerfasst: 29.05.2015, 15:19 
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Dochtgarn
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Hallo Ihr Lieben!

Bei 9,7 zu 10mm fällt mir auch noch die Möglichkeit des "Aufrändelns" ein. Damit schafft man locker 3/10mm "aufzufüllen, zumindest zum Zentrieren. Den
Lagerdruck würde ich durch einen spaltfüllenden Klebstoff für Lagersitze ( Loctite, zäh, grün) aufnehmen.
Ich habe hier einen Rändelstahl. Ich könnte dem Altwellenmass zuleibe gehen und es auf 10mm "zaubern". Schicke es mir doch zu.

Aufbohren:
Hierzu schreibe ich mal etwas im Reparatur-Genre; in den nächsten Tagen, momentan ist eng.
Kurz:
A
Forstnerbohrer mit Spitze durch festgespannte, zentrierte Auflage-Führungsplatte aus Holz führen.#
B
Werkzeug mit Drehbank aus Stahl selber machen = Bohrer am Stiel, wie Stellring, 180° Einsägen, Schrägschneiden einfeilen, fertig.
Einige Radreparaturen hält das aus, ist ja nur Holz, Führung am Stiel im Altloch und in Füllbuchse bei Umkehr.


LG von Jürgen ^..^


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 Betreff des Beitrags: Re: Theodora
BeitragVerfasst: 30.05.2015, 18:54 
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Hallo Borek,

das finde ich super, dass Du Dein Wissen mit sauberen Skizzen zur Verfügung stellst :gut:

borekd hat geschrieben:
Jemand, der weniger weit in der Materie ist, sollte doch durch einen solchen Bericht einen möglichst tiefen Einblick bekommen. Und die echten Experten brauchen keine Anleitungen, dafür können sie mich vielleicht auf meine eventuellen Fehler (oder auch nur auf andere Lösungswege) so besser hinweisen, wenn sie es denn wollen.


So viele Experten für Spinnräder wird es nicht geben :) Und jeder andere, der eine Zeichnung lesen kann, freut sich über die Skizzen und Beschreibungen ;)

_________________
Servus,
Monika

Meine Spinnereien ;o)


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 Betreff des Beitrags: Re: Theodora
BeitragVerfasst: 20.02.2017, 19:02 
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Vlies
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Zitat:
Die Wirtel haben hier nur jeweils 4 Rillen, die auffällig tief und spitz eingestochen sind. Das ist einerseits deswegen so, weil am Anfang nicht klar war, ob das Rad einfädig oder zweifädig betrieben wird. Andererseits war die Idee der wechselbaren Stufenwirtel damals bei mir noch frisch, ich wusste noch nicht ob ich die Wirtel mit so feinen Rillen aus Holz herstellen kann, und ich traute mich daher nicht die Konstruktion „bis zum Anschlag“ auszureizen. Hier ist also noch Optimierungspotential vorhanden, man könnte theoretisch in den vorhandenen Raum einen Wirtel mit bis zu 7 - 8 Rillen und einer Übersetzung bis zu etwa 50:1 konstruieren und herstellen.


Die damals grob aufskizzierte Idee ist nun seit einigen Tagen umgesetzt.
Dateianhang:
Wirtel_neu.jpg
Dateianhang:
Wirtel_klein.jpg
Dateianhang:
Wirtel_groß.jpg

Allerdings sind die Wirtel bezüglich der Übersetzungen weniger extrem geworden. Sowohl geometrisch als auch technologisch wäre es kein Problem, die kleinste Rille des kleinen Wirtels mit einem Wirkdurchmesser von 10 mm einzustechen, und ein Übersetzungsverhältnis 56:1 bei einem 560 mm großen Schwungrad zu erreichen (siehe Skizze).
Dateianhang:
Wirtel_Skizze.jpg
Doch in der Zwischenzeit glaube ich herausbeobachtet zu haben, dass der spinntechnische Komfortbereich meiner Frau sich etwa zwischen 12:1 und 25:1 erstreckt. Ganz selten geht es darüber, und wenn, dann höchstens bis ca. 35:1. Abgesehen davon sollte sich das Rad auch nicht übermäßig schwer treten lassen.

Daher fiel mir die Entscheidung nicht schwer, folgende Übersetzungen auszuwählen:
Dateianhang:
Übersetzungen_neue_Wirtel.jpg

Das Rillenprofil entspricht dem von getuntem Sonata (viewtopic.php?f=14&t=26272), lediglich bei dem kleinen Wirtel sind die Durchmesser flacher gestuft. So sind die Schritte von einer Rille zur anderen kleiner, und die Übersetzungen dadurch feiner wählbar.
Die praktische Erprobung muss noch etwas warten, die angefangene Arbeit auf dem Rad soll erst einmal fertig gesponnen werden. Wenn es soweit ist, werde ich berichten.

Gruß
Borek


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 Betreff des Beitrags: Re: Theodora
BeitragVerfasst: 22.02.2017, 09:15 
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Nun spinnt meine Frau noch mit den Standartübersetzungen des Tradis und schöpft diese noch lange nicht aus.

Das tut für die Leistung zur Ausführung Deiner neuen Wirtel keinen Abbruch. Die sehen Klasse aus.

Viel mehr Begehrlichkeiten für uns hat die ganze Theodora, mit den Kugellagern, Doppeltritt und dem Woolee Winder…..
Ist ein Traum und ich würde dafür auch das Wohnzimmer umräumen.
Versprochen und träum...(bitte nicht wecken ;) ).

Leider spiel ich handwerklich in einer anderen Liga. :O

Mit freundlichen Grüßen aus Dresden
Technik der Lisel


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 Betreff des Beitrags: Re: Theodora
BeitragVerfasst: 23.02.2017, 10:17 
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lisel hat geschrieben:
Nun spinnt meine Frau noch mit den Standartübersetzungen des Tradis und schöpft diese noch lange nicht aus. ...

Kann ich gut nachvollziehen. Meine Frau wird wohl auch nicht alle Möglichkeiten nutzen (wollen oder können). Von dem kleinen Wirtel werden es wohl die 4 bis 5 langsameren Übersetzungen sein, bei dem Großen dann wiederum die 3 bis 4 schnelleren. Der Rest ist für Sonderfälle gedacht, bei den es aufgrund des Spinnmaterials und/oder des erwünschten Ergebnisses sinnvoll ist, in einen Extrembereich zu gehen. Das passiert bei uns allerdings nur selten, vielleicht einmal in zwei Jahren, wenn überhaupt. Für den Rest der Zeit ist es aber da, und "frisst kein Brot".

lisel hat geschrieben:
...Viel mehr Begehrlichkeiten für uns hat die ganze Theodora, mit den Kugellagern, Doppeltritt und dem Woolee Winder….

Das gibt es (fast) alles auch serienmäßig zu kaufen, das habe ich - glaube ich - hier schon irgendwo geschrieben. Natürlich kostet das nicht gerade wenig Geld ... Wenn man etwas haben möchte, muss man entweder einige Hundert EUR ausgeben oder einige Wochen oder Monate Arbeit investieren. Und zusätzlich einiges an Geld für Werkzeuge, Material etc. Bezogen auf ein Einzelprojekt lohnt sich das Selbermachen, befürchte ich, nicht. Es macht aber Spaß.

lisel hat geschrieben:
...Leider spiel ich handwerklich in einer anderen Liga....

Würde ich nicht unbedingt so sehen. Du hast lediglich eine etwas weniger gut ausgestattete Werkstatt.

Gruß
Borek


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