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Aktuelle Zeit: 20.02.2018, 08:38

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BeitragVerfasst: 08.02.2018, 18:01 
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Umbau alter 1-fädiger Ashford Bulkyflügel auf Sliding Hook

Im Jahr 2016 habe ich ja schon einen Standart-Spinnflügel auf Sliding Hook umgebaut (viewtopic.php?f=14&t=28136) und nun wollte ich die vorhandenen Probleme an unserem steinalten Ashford Bulky-Spinnflügel lösen.
Viele Schritte, mögliche Fehler und Tipps gelten auch für diesen Beitrag, ohne dass ich diese an dieser Stelle wieder aufführen möchte.
Beim Kauf unseres 1-fädigen Ashford Traditional war damals nur der Jumbo-Spinnflügel mit dabei.
Wir haben ein Tradi mit zwei Riemenscheibeneinstichen im Schwungrad.
Irgendwie gab es ja beim Tradi auch eine Serie die nur mit Jumbo-Flügel ausgeliefert wurde und genauso ein Rad besitzen wir.
Bei unserem Jumboflügel passten nicht alle gekauften Spulen in den Spinnflügel.
Also habe ich den Bulky Flügel in der inneren Kontur angepasst.
Dateianhang:
geänderter Bulky Flügel.jpg


Als ich nun anfing Spulen zu bauen, hatte ich immer wieder Probleme mit dem umgebauten Flügel, grade wenn die Seitenscheiben nicht sauber 90°Grad zur Achse standen.
Dann rieben die Spulenseitenscheiben wieder unten am Flügel.
Klar hätte ich wieder am alten Flügel feilen können, aber ich wollte eine prinzipielle Lösung.
Bei neuen Flügel von Ashford ist heutzutage die Spulenauflage am Flügel wie ein Schmetterling ausgeführt und durch diesen, ich sage mal hier „Freischnitt“ kann die Spulenaußenseite im Flügel nicht schleifen.
Auch der Umbau auf Sliding Hook wäre bei dieser Gelegenheit gleich mit zu erledigen.

Als Material für die neue Brücke habe ich Buchensperrholz d=18 mm als ein Streifen von 47 mm Höhe im Baumarkt absägen lassen (dies ist die Endhöhe der Brücke und damit spart man sich oben und unten die Sägeschnitte zu Hause, auch ist das Streifen wirklich parallel).
Zu Original-Ashford Sliding Hook-Flügel gehören Schiebehaken die auf 8 mm Rundmaterial laufen.
Dies ist auch bei diesem Umbau so.
Diese Schiebehaken wurden als Ersatzteil beim Ashford-Händler meiner Wahl dazugekauft.

Für die neuen Tragarme der neuen Schiebehaken sollte CFK Rohr mit Außendurchmesser 8 mm zum Einsatz kommen (Danke an Borek der die Idee dazu, den Bezugsnachweis und endliche gute Ratschläge wegen der Verarbeitung dieses Materials hatte).

Nach Anriss von 2 Stück Flügelbrücken mit Zirkel, Anschlagwinkel und Bleistift wurden das Durchgangsloch für die Aufnahme der Spinnflügelachse mit D=6,5 mm und die Sacklöcher für die neuen Gleitarme mit D=8,00 mm an einer Ständerbohrmaschine mit Maschinenschraubstock gebohrt.
Dies sollte man am besten vor Aussägen der Teile machen, da das Brett im Ganzen sich viel leichter kontrolliert einspannen und bohren lässt.

Ausgesägt wurde dann mit einer Dekupiersäge, was selbst bei der Materialstärke von 18 mm super ging.
Dateianhang:
ausgesägte und endbearbeitete neue Flügelbrücke.JPG

Als nächstes war der alte Spinnflügel zu zerlegen.
Dazu empfehle ich links und rechts neben der Spinnflügelachse jeweils 2 Schnitte zu machen.
Dateianhang:
Durchsägen des unteren Flügels links und rechts a 2xmal.JPG

Dann kann man die Mitte des alten Flügels behutsam von der Achse ziehen, die bei mir festgerostet war.
Dann werden die einzelnen Flügelenden behutsam nach links und rechts gedrückt bis diese lose sind.
Als nächstes diese Flügelenden senkrecht von der Riemenscheibe wegziehen, damit sich die Metallkrampen aus dem Holz ziehen.
Dateianhang:
Entfernung der Flügelarme von der Riemenscheibe.JPG

Nun verbliebene Achse mit dranhängender Riemenscheibe incl. Einzugsloch schleifen wo es nötig ist.

Als nächstes bekommt die neue Brücke die Einlaufkerben und die Stelle für die Umlenkhaken. Dazu mal ein altes Bild zum Anzeichen.
Dateianhang:
Anriss der Seilkerben im Flügel.JPG


Die Stellen für die Umlenkhaken werden mit einem kleinen Nagelbohrer fixiert und die Einlaufkerben werden mit einer Rundfeile direkt am Flügel händisch ausgefeilt.
Ist ja durch die sichtbar werden Schichten des Sperrholzes gut zu kontrollieren.

Nun werden die neue Brücke und die Riemenschiebe durch Kleben verbunden.
Zur Fixierung benötig man 2 Gummis die die Sache bis zum Festwerden zusammen halten.
Dateianhang:
Kleben der neuen Brücke auf die Riemenscheibe.JPG


Nun muss der fast fertige Flügel aufs Spinnrad zur Bestimmung der Länge der abzusägenden CFK-Rohre.
Liest man über das Sägen von CFK Rohre im WWW, taucht häufig der Tipp auf die Sägestelle mit Klebeband gegen Ausfransen beim Sägen zu umwickeln.
Da das Rohr schwarz ist, habe ich Malerkrepp genommen und dieses im Bereich der geplanten Schnitte großzügig umwickelt.
Nun ein Stahllineal nehmen und von innen auf die aufgesteckte Spule legen und dann auf dem Malerkrepp die nötige Länge abtragen.
Dateianhang:
Anzeichnen der wirksamen CFK Rohrlänge auf dem abgeklebtes Rohr.JPG

Dann wird das Rohr in eine Schneidlade gelegt und mit einer Eisensäge abgelängt.
Die Säge dabei auf keinen Fall aufdrücken, damit das Rohr nicht ausfranzt.
Die Schnitte habe ich mit einem Bleistiftanspitze ohne groß aufzudrücken entgradet.
Ja das Rohr ist was Splitter/abstehende Fasern angeht wirklich empfindlich.

Nun wurden beide Rohre in die Brücke eingeklebt.
Dies wurde mit UHU plus acrylit 2-K-Acrylatkleber erledigt.
Da ich 2 Brücken gefertigt habe, wurde eine Brücke zur Fixierung der Rohre mit auf die Flügelachse geschoben.
Nach Aushärtung wurde diese zusätzliche Brücke dann einfach abgenommen und weggelegt.
Dateianhang:
Einkleben der CFK Rohre unter zu Hilfenahme der 2 gefertigten Brücke.JPG

Als nächstes wurden die 2 noch sichtbaren Schnitte am CFK Rohr mit Sekundenkleber versiegelt. Ist wirklich nötig!
borekd hat geschrieben:
Die Verarbeitung von CFK hat ihre Tücken, das Zeug ist hart und höchst abrassiv. Mit HSS Werkzeugen kommt man nicht weit, z.B. ein herkömmlicher HSS-Bohrer kann bereits nach einem Loch schon unbrauchbar stumpf sein. Hartmetall ist hier der Schneidstoff der Wahl. Da Du aber nur Stücke abzusägen brauchst, kannst Du auch ein normales Metallsägeblatt nehmen und dieses dann zur Not wegwerfen. Und bitte nicht vergessen, dass sämtliche Schnittkanten bzw. Bohrungen, Schleifstellen etc. versiegelt werden müssen, optimaler Weise mit verdünntem Epoxi, zur Not geht auch Sekundenkleber. Tut man es nicht, fransen sie aus, bzw. gibt es bald Risse.

Danke an Borek, denn ich wäre sonst in alle möglichen „Fettnäpfchen getreten“..

wird fortgesetzt...
Technik der Lisel


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BeitragVerfasst: 08.02.2018, 18:11 
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Wir hatten ja beim Feilen der Kerben schon die Lage der Umlenkhaken angezeichnet und mit einem Nagelbohrer dauerhaft fixiert.
Diese Einschraubstellen noch mit einem Handsenker kurz senken, sonst kommt grade bei Sperrholz die erste Lage beim Reindrehen der Haken unter Umständen hoch.
Jetzt die 2 Haken in die neue Brücke schrauben.

Nun das Ganze noch nach Lust und Laune oberflächenbehandelt.
Damit es nicht zu große Farbunterschiede am Rad gibt, habe ich diesmal zu Wachs von Osmo in Cognac gegriffen, denn diese richtige Farbe (Ich ja mal die Farbe unseres Tradis mit Versuchen bestimmt viewtopic.php?f=15&t=27269).
Also Wegwerfhandschuhe an und alles mit einem weißen Socken einwachsen.
Einen Tag später alles mit einem weißem weichen Lappen nachpolieren.

Nun die 2 gekauften Original-Ashford-Schiebehaken auf das CFK schieben.

Damit sind wir schon am Ende des Umbaus und mal kurz was zu den Kosten:
• Sperrholzzuschnitt 1,50 Euro
• CFK Rohr 6x8x500 mm (Conrad Art-Nr. 220263) 6,99 Euro wobei ja jede Menge Material übrigbleibt
• 2 Stück Original-Ashford-Schiebehaken mit gesamt ca. 10 Euro

Damit sind die Probleme des alten Bulky-Flügels Geschichte.
Zum Vergleich mal alt und neu:
Dateianhang:
alter Ashford Bulky Flügel.JPG

Dateianhang:
fertig umgebauter Bulky mit Schiebehaken.JPG


Nun ist die Gesamtmasse des alten und des umgebauten Flügels fast gleich, aber die Gewichtsverteilung etwas anders.
In der alten Version ist sehr viel Masse außen, wodurch dieser etwas unruhiger lief.
Auch die Flügelfläche des alten Spinnflügels ist fast ein Propeller gewesen. In der Summe hat der Umbau eigentlich nur Vorteile gebracht.

Viel Spaß beim Nachmachen und freundliche Grüßen aus Dresden
Technik der Lisel

PS: Natürlich kann man mit dieser Lösung einen alten Standartflügel für 60 mm Spulen auch als Jumbo-Sliding Hook umbauen, wobei aber der alte Einzugsöffnungsdurchmesser sowie die Lagerung an der MOA für die Standartausführung erhalten bleibt

Vielleicht könnte ein Admin den Titel des Beitrages in 1-fädig ändern?? Da komme ich zum ändern nicht mehr hin!!


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BeitragVerfasst: 09.02.2018, 11:22 
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Kardenband
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Hallo liseltechnik,

ich behaupte mal, mit einer Tischbohrmaschine und Handwerkzeugen kann man so ein Projekt nicht besser verwirklichen, Respekt. Übrigens auch wenn man sowas maschinell angefertigt hätte, wäre es kaum besser geworden. Und darüber hinaus hast Du eine sehr anschauliche und wirklich gut nachvollziehbare Dokumentation eingestellt, das ist für Nachbauwillige sehr viel Wert.

Als eine bescheidene Ergänzung möchte ich zwei Hiweise loswerden:

1)Wenn der alte Flügel zerlegt war, hätte man auch noch versuchen können an den Übersetzungen etwas zu verbessern. Damit meine ich einerseits die Anzahl der Rillen in dem Wirtel, andererseits aber auch den Durchmesser der Rillen und somit den Übersetzungsbereich. Ohne Drehe hätte ich den demontierten Wirtel auf einem Spanndorn festgeklemmt und eingespannt in der Bohrmaschine (zur Not auch freihändig) bearbeitet. Im Baumarkt gibt es solche Spanndorne für Polierscheiben zu kaufen, wahrscheinlich müsste man den Wirtel mit einem Stück Rohr ausbuchsen, damit er auf den Dorn passt. Beispiel:
https://www.hornbach.de/shop/Spanndorn- ... _766265411
2)Falls axial auf der Spindel noch etwas Platz ist, wäre eine Distanzscheibe zwischen der Brücke und der Lagerbuchse der Spule vorteihaft. Delrin, Nylon, Teflon oder Metall haben einen geringeren Reibungswiderstand als Holz, und die Spule wird doch während des Spinnens abwechseln nach vorne oder nach hinten gedrückt. Eine normgerechte 6-er Unterlegscheibe hat einen Innendurchm. von 6,4mm und ist 1,5mm dick, das müsste passen. Der Einfluss von dieser Maßnahme ist allerdings vergleichbar gering wie der Aufwand sie umzusetzen.

Gruß
Borek


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BeitragVerfasst: 09.02.2018, 18:46 
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Hallo Borek,

danke für das Lob, ich glaube dabei habe ich rote Ohren bekommen. :O

Nun zu Deinen bescheidenen Hinweisen (bestimmt tiefgestapelt, denn ich lerne gerne was! :gut: ), die ich mal in umgekehrter Reihenfolge beantworten möchte:
borekd hat geschrieben:
2)Falls axial auf der Spindel noch etwas Platz ist, wäre eine Distanzscheibe zwischen der Brücke und der Lagerbuchse der Spule vorteilhaft Delrin, Nylon, Teflon ...

Da gebe ich Dir 100%ig recht.
Auf dem Traditional, Traveller und auch dem Elisabeth der Fa. Ashford ist Platz für die angesprochen Unterlegscheibe DIN 125 U-Scheibe 6,4 Polyamid.
Die kann man für 8 Cent/Stück z.B. bei Hornbach kaufen.
https://www.hornbach.de/shop/Unterlegsc ... Cat=S1808##v3830571
Wir haben auf dem Flügel bei Gebrauch immer schon diese Schreibe im Einsatz, da mir die Stirnseiten der Gleitlager leid taten auf dem Holz des Flügels so zu laufen.
Auf einem Bild dieses Beitrages sieht man diese Scheiben auch auf der MOA unseres Tradis rumliegen.
Es geht damit leichter und leiser.
borekd hat geschrieben:
1)Wenn der alte Flügel zerlegt war, hätte man auch noch versuchen können an den Übersetzungen etwas zu verbessern. Damit meine ich einerseits die Anzahl der Rillen in dem Wirtel, andererseits aber auch den Durchmesser der Rillen und somit den Übersetzungsbereich. Ohne Drehe hätte ich den demontierten Wirtel auf einem Spanndorn festgeklemmt und eingespannt in der Bohrmaschine (zur Not auch freihändig) bearbeitet. Im Baumarkt gibt es solche Spanndorne für Polierscheiben zu kaufen, wahrscheinlich müsste man den Wirtel mit einem Stück Rohr ausbuchsen, damit er auf den Dorn passt. …

Als ich diesen Flügel umgebaut habe, hatte ich noch den alten Bohrmaschinenständer ohne Zahnstange, ohne Tiefenmaß und ohne Bohranschlag.
Wenn man die Höhe verstellen wollte, gab es nur eine Klemmbindung.
Nach Lösen der Klemme hatte man dann die Maschine und das Oberteil des Ständers gewichtsmäßig und frei axial verdrehbar um den Rest vom Ständer in der Hand.
Also für Fräsarbeiten etc. nur was für Lebensmüde.
Manchmal ist ja auf alten Bilder von mir ein Klebeband auf den Bohrern zu sehen, womit ich die Bohrtiefe überhaupt optisch für mich anzeigen konnte.
Also habe ich damit nicht an die Riemenscheibe des Flügels getraut.

Ist ab dieser Woche Geschichte, denn ich habe in der „Bucht“ einen gebrauchten fast nagelneuen Bohrmaschinenständer der Fa. Proxxon sehr preiswert gekauft.
Tolles Werkzeug und damit habe ich auch schon mein neuste Bastelobjekt in Angriff genommen.
Es sollen Spinnradspulen ausgehend von Lochkreissägen-Ausschnitten mit Sägeblättern von 360° werden.
Die Seitenscheiben mit Dicke 9 mm zu schneiden ist problemlos und sehr sauber möglich.
Nun frage ich mich wie kommt die Rille für die Bremse einfach und schnell ohne Fräsmaschine in die Seitenscheiben.
Die Sache mit dem Spanndorn hatte ich schon ins Auge gefasst und stand nach Deiner Anmerkung schon andächtig im Baumarkt davor.

Ich dachte bisher ich benötige nun einen 2 Achsen-Schiebtisch bzw. einen vernünftigen 2 Achsen-Schraubstock zur Ausführung der Rille, damit ich ein Werkzeug kontrolliert an das rotierende Werkstück bringen kann.
Liege ich damit falsch? Diese Frage passt ja zu diesem Beitrag, denn man könnt ja Tatsache dem Flügel bei Komplettdemontage zusätzlich Geschwindigkeiten verpassen.

Grüße aus Dresden
Technik der Lisel


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BeitragVerfasst: 10.02.2018, 08:47 
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klasse Umbau :-) bin ja nun kein Tradifan, aber immer wieder von Deinen Bauarbeiten dazu begeistert.

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Ganz gleich, wie beschwerlich das Gestern war, stets kannst du im Heute von Neuem beginnen.


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BeitragVerfasst: 11.02.2018, 11:38 
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Hallo liseltechnik,

ich dachte bei dem Hinweis zum Spanndorn und stationär aufgebauter Bohrmaschine eher an sowas:
https://www.amazon.de/Bosch-2609255721- ... hrmaschine
Natürlich kann man es auch in eine Tischbohrmaschine einspannen, das Ganze ist nur ungewöhnlich (aber in der Praxis dennoch hin und wieder angewendet).

Generell ist allerdings eine Bohrmaschine zum Drehen und (besonders!) Fräsen ungeeignet. Die Lagerung der Bohrspindel ist leider nicht axial spielfrei, und gerade beim Fräsen entstehen relativ große und zudem noch pulsierende Kräfte. Drehen (oder viel mehr Drechseln) geht als Notbehelf gerade noch, man sollte dabei bei der Bearbeitung möglichst nur radiale Kräfte ausüben.

Ein Kreuztisch ist auch für eine Tischbohrmaschine sinnvoll. Beim Kauf würde ich darauf achten, dass er aus Grauguß gefertigt ist und dass die Spindeln eine sinnvolle (= ganze Millimeter) Steigung haben. Z.B. das hier:
https://www.stabilo-fachmarkt.de/kreuzt ... gLXNvD_BwE

Unter dem Begriff "2-Achs_Schraubstock" versteht der Metaller einen um zwei Achsen drehbaren bzw. schwenkbaren Schraubstock:
https://www.ebay.de/itm/WABECO-2-Achsen ... .l4275.c10
Verwirrender Weise gibt es allerdings eine in 2 Achsen verschiebbare Version, diese bitte auf keinem Fall kaufen, das ist beinahe vollständig unbrauchbar. Als abschreckendes Beispiel:
https://www.stabilo-fachmarkt.de/2-achs ... gKxPPD_BwE

Bevor Du durch einen Fehlkauf unnötig Geld ausgibst, rufe mich bitte lieber an (Du müsstest doch noch irgendwo meine Rufnummer haben, falls nicht, bitte PN). Zu dem Thema Werkzeug und Maschinen gibt es noch viel mehr zu sagen, aber nicht hier, wo es doch um Spinn- Web und andere Handarbeitsgeräte und den Selbstbau von solchen geht. Damit würden wir den Rest des Spinnradclubs wahrscheinlich langweilen.

Gruß
Borek


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BeitragVerfasst: 11.02.2018, 15:51 
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borekd hat geschrieben:
Bevor Du durch einen Fehlkauf unnötig Geld ausgibst, rufe mich bitte lieber an ..... Damit würden wir den Rest des Spinnradclubs wahrscheinlich langweilen.

Hallo Borek,

danke für Deine Hinweise in Sachen Kreuztische etc., denn für mich ist es wichtig, mich mit meinen Ideen "in die richtige Richtung zu schubsen" grade wenn ich nicht unsinnig Geld ausgeben kann und möchte.

Ansonsten hast Du sicher Recht, detaillierte Erörterungen über Werkzeuge und Maschinen sprengen sicher den Rahmen dieses Forums.

Es ist schon erstaunlich was man im Baumarkt, im WWW etc. für finsterste Qualität von Werkzeugen kaufen kann.
Dies muss man an der Beschreibung des Artikels ja selbst nicht bemerken, denn viele Werkzeuge sind für die dort ausgewiesene Funktion gar nicht geeignet.
Ich sag da mal Bohr- und Fräsständer für Handbohrmaschine... etc.
Dann wird es irgendwann nicht nur ungenau, sondern auch richtig gefährlich.

Nun gibt es ja ewig viele Foren zu fast allen Themen, wobei man meist dort nicht zum Lesen angemeldet sein muss.
Dabei bin ich auf unterschiedliche Lagerkonstruktion von Bohrmaschinen und Fräsmaschinen gestoßen.
Habe schon mächtig gelesen und werde mich dann sicher direkt, wenn erforderlich, wegen Werkzeugfragen mit Dir abstimmen, denn Deine Kontakdaten liegen natürlich fein säuberlich in meinem Adressbuch.

Grüße aus Dresden
Technik der Lisel


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BeitragVerfasst: 15.02.2018, 17:45 
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lisel hat geschrieben:
Vielleicht könnte ein Admin den Titel des Beitrages in 1-fädig ändern?? Da komme ich zum ändern nicht mehr hin!!

Danke Rolf für die schnelle und unkomplizierte Änderung :gut:
LG aus Dresden Technik der Lisel


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