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 Betreff des Beitrags: Louet WooleeWinder auf dem Henkys
BeitragVerfasst: 05.12.2017, 15:29 
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Navajozwirn
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Kürzlich lief mir ein Bild vom Louet WooleeWinder- Bulky über den Weg, und da ich am liebsten auf meinem Henkys verzwirne, war die Idee schnell geboren, diese beiden zusammenzuführen.
Der Umbau ist einfach zu bewerkstelligen, daher stelle ich ihn für Interessierte hier vor.

Dateianhang:
woolee.jpg


Benötigt wird ein Louet WooleeWinder: http://www.wooleewinderstore.com/Jumbo- ... p_139.html, der kleinere wäre auch möglich, sogar unbehandelt: http://www.wooleewinderstore.com/WooLee ... p_134.html, und das hintere Lager der Louet Spinnräder S90 oder S10 Concept mit Irish Tention/ Flügelbremse, eine kleine schwarze Hülse.
Birgit Schreier sucht gerade, ob es diese einzeln zu kaufen gibt, alternativ ein Kunststoff- oder Alu- Rohr, dann sollte der Innendurchmesser auch für den normalen Henkys- Flügel passen.

Für die Hülse muß die hintere Spinnflügelaufnahme am Henkys an der Auflage der Flügelachse mit einem 10mm Bohrer 13mm tief aufgebohrt werden, schön gerade und mgl. nicht tiefer, da die Spinnflügelaufnahme ( Holz ) drehbar ist, wird die andere Seite für den normalen Henkys- Flügel benötigt.
Die Hülse einsetzen, so dass 13mm noch aus der Spinnflügelaufnahme herausragen, sie besitzt einen Klemm- mechanismus und hält super, auf dem Bild ist noch ein Kunststoffring abgebildet, verwende ich nur, weil ich zu tief gebohrt habe ;)

Ein Kunststoff- oder Alu- Rohr würde ich tiefer einsetzen oder ganz durchgängig, eine Seite bündig für den Originalflügel, eine Seite 13mm herausstehend für den WooleeWinder- Flügel, sodass dann auch durch einfaches Umdrehen der Maiden die Nutzung beider Flügel möglich ist.

Die vordere Spinnflügelaufnahme hab ich ebenfalls umgedreht, die runde Seite hinten, um die Auflage für den Woolee zu verlängern, das rote Filz so weit wie möglich abziehen und an der tiefsten Stelle einen Filz- Streifen von etwa 2cm Breite einkleben, der Durchmesser des Woolee ist minimal größer.

Den Woolee einsetzen und den Stellring justieren, so dass der Flügel mit Spule ca. 1-2mm Spiel hat, ich habe eine Leder- Unterlegscheibe auf der Spinnflügelachse zwischen Flügel und Spule und auch zwischen Spule und hinterem Lager, um Laufgeräusche zu verringern, ggf. das Bremsleder aus einem etwas weicheren Leder und/oder mit minimal weiterem Lochabstand neu zuschneiden und anpassen. Der Antriebsriemen müßte passen, ich habe ihn etwas gekürzt, da ich eher die schnelleren Wirtel nutze und nicht gern den Spinnkopf höher stelle.

Auch die kleineren Louet WooleeWinder laufen sehr gut! Wenn man auch feinere Garne auf dem Henkys spinnen möchte, würde ich den kleineren Woolee wählen.

Und los, zwirnt sich super :)

Bei Fragen und Verbesserungen sendet mir gern eine PM!

LG Heike


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BeitragVerfasst: 05.12.2017, 17:51 
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Boucle
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Danke für den Bericht!

Ciao, Klara


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BeitragVerfasst: 06.12.2017, 12:32 
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Kardenband
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Hallo Heike,

das ist ein sehr gut gelungener Umbau, Respekt! Ein WW ist gerade für´s Zwirnen sehr sinnvoll, und Deine Variante sieht zudem noch gut und mit dem Rest des Spinnkopfes harmonierend aus.

Über zwei Kleinigkeiten würde ich an Deiner Stelle vielleicht noch nachdenken.
Zum einen wäre es m.M.n. praktischer, die hintere Distanzscheibe aus Leder an die Stirn der Lagerbuchse zentrisch anzukleben. Das ändert jetzt nichts an ihrer Funktion, es ist nur bequemer für die Handhabung (man muss die Scheibe nicht mehr bei jedem Spulenwechsel abziehen).
Zum anderen empfehle ich statt des glatten transparenten (vermutlich 3mm dicken) Riemens den grünen rauen mit 2mm Durchmesser. Der grüne Riemen ist flexibler und das Rad läuft mit ihm ein wenig weicher und sanfter.

Falls wir nächste Woche nach Hattingen zum Spinntreffen fahren (und falls ich es nicht vergesse), bringe ich für Dich ein Stück vom weichen dünnen Leder für die Bremse mit.

Vielen Dank für´s Zeigen.

Gruß
Borek


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BeitragVerfasst: 06.12.2017, 15:43 
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Navajozwirn
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Vielen Dank, lieber Borek, liebe Klara, gern geschehen!

Über das Ankleben denke ich noch nach, da man die Spule umdrehen kann und ich nicht so gern auf das kleine Zahnrad kleben möchte,
und am grünen Riemen hindert mich nur die Farbe :O , da bin ich pingelig, komme aber mit dem Henkys- Riemen sonst gut zurecht.

Besonders mag ich das Robinienholz der Henkys, es ist nicht nur sehr schön gemasert, sondern auch sehr hart und unempfindlich, durchaus zum Mitnehmen geeignet, mein Rad ist dunkel, geräuchert, glaube ich,

und der Vollständigkeit halber noch ein Bild vom Spinnkopf für die feinen Garne, ein erfahrener Drechsler, der nicht genannt werden möchte, hat nach meiner Zeichnung den Kopf für die Majacraft- Achse gefertigt, wunderschön!! alle Majacraft- Flügel können nun hier benutzt werden,
dazu zum Zwirnen und für Dickes der Originalspinnkopf mit Flügelbremse und nun mit Woolee, ich bin ganz zufrieden ;)

LG Heike

Dateianhang:
Henkys3.jpg


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BeitragVerfasst: 07.12.2017, 09:17 
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Kardenband
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Auch der Majacraft Adapter sieht sehr gut aus.

fischerin hat geschrieben:
...Über das Ankleben denke ich noch nach, da man die Spule umdrehen kann und ich nicht so gern auf das kleine Zahnrad kleben möchte...

Da habe ich wieder einmal nicht eindeutig und verständlich genug formuliert, Entschuldigung. Ich meinte die Stirnseite der von Dir in das hintere Maiden eingearbeiteten Lagerbuchse. An den Spulen sollte sich nichts ändern.

fischerin hat geschrieben:
...am grünen Riemen hindert mich nur die Farbe :O , da bin ich pingelig, komme aber mit dem Henkys- Riemen sonst gut zurecht....

OK, meine Frau mag sie (optisch) auch nicht. Für mich wären die technischen Vorteile wichtiger als die Optik, doch das soll jeder für sich entscheiden.

Falls Du irgendwann zufällig in Experimentierlaune bist, kannst Du auch andere Farben ausprobieren:

Rot
http://www.spinnertundgewollt.de/produc ... glatt.html
Blau
http://www.spinnertundgewollt.de/produc ... glatt.html
oder transparent in 2mm Stärke (wäre günstiger als der vermutlich dickere Riemen, den Du jetzt hast)
http://www.spinnertundgewollt.de/produc ... glatt.html

Hinter den Farben verbergen sich unterschiedliche Materialqualitäten. Rot sollte weicher sein als die allgemein bekannte grüne Ausführung, Blau hat etwa vergleichbare Härte wie Grün. Transparente Riemen sind härter. Siehe Beispiel: http://pur-keilriemen.de/Sortiment_PUR_ ... iemen.html
Je härter der Riemen ist, desto größer muss die Vorspannung sein, damit er in der Wirtelrille greift (=dort zwischen den Flanken gequetscht wird, wie hier download/file.php?id=29036&mode=view übertrieben dargestellt). Je größer die Vorspannung, desto mehr Widerstand beim Treten, das ist dann der Preis.

In manchen Herstellerkatalogen sind noch schwarze Rundriemen gelistet, die haben die geringste Härte. Allerdings sind sie wohl kaum gefragt, denn im Onlinehandel findet man sie nicht. Schade.
Die schwarzen "Softriemen", die v. Schwarzenstein einsetzt (http://www.schwarzenstein-spinningwheel ... remst.html), sind vermutlich O-Ringe aus Gummi. Das ist etwas völlig anderes, außerdem schätze ich, dass sie in der für einen Antriebsriemen erforderlichen Länge nicht hergestellt werden.

Wie auch immer, mit all den aufgelisteten Möglichkeiten habe ich bisher keine praktische Erfahrungen gemacht. Falls Du also etwas davon doch ausprobieren solltest, wäre ich für einen Erfahrungsbericht dankbar.

Viele Grüße
Borek


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BeitragVerfasst: 07.12.2017, 09:37 
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Navajozwirn
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Da hab ich ja Unmengen von Möglichkeiten... besonders rot fände ich schön :)

aber 2mm transparent von Ashford hab ich noch hier, das probiere ich aus, lieben Dank, und Ankleben schaffe ich dann auch,

wir sehen uns bestimmt nächsten Samstag :)
Leder hab ich schon,

LG Heike


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BeitragVerfasst: 07.12.2017, 10:56 
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Navajozwirn
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Noch ein Nachtrag: das Umdrehen der vorderen Spinnflügelaufnahme vergrößert zwar die Auflage für den Flügel vorn, führt aber leider auch zu einem viel unruhigeren Lauf, daher hab ich sie zurückgedreht, die glatte Seite nach hinten zum Flügel, läuft besser.


LG Heike[/quote]


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BeitragVerfasst: 08.12.2017, 09:50 
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Kardenband
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fischerin hat geschrieben:
Noch ein Nachtrag: das Umdrehen der vorderen Spinnflügelaufnahme vergrößert zwar die Auflage für den Flügel vorn, führt aber leider auch zu einem viel unruhigeren Lauf, daher hab ich sie zurückgedreht, die glatte Seite nach hinten zum Flügel, läuft besser.


LG Heike

Das kann eigentlich nur von irgendeinem geometrischen Fehler entweder an dem Maiden bzw. an der Lagerschale oder am Einzugsrohr kommen.
Die Form des Maidens ist an der runden Seite nicht zylindrisch sondern ballig / kegelig, zudem ist es im Bereich der Aufnahme angeschrägt. Dadurch findet der axiale Kontakt zwischen dem Flügel und der Lagerschale theoretisch nur an einem Punkt statt. Das wäre sogar vorteilhaft, wenn es wirklich so wäre. Bedingt durch natürliche Ungenauigkeiten in der Fertigung kann dort aber eine nicht mittige winzige Fläche sein, oder aber liegt dieser Punkt leicht außermittig. Oder ist die Lagerschale nicht exakt parallel zum Einzugsrohr und fällt zu der runden Seite hin ab.
Wenn sich ein solcher Fehler mit einem nicht exakt rechtwinklig geklemmten einstellbaren Ring trifft, kann es zu Schwingungen kommen.

Ferndiagnosen sind bei solchen Problemen immer spekulativ und selten etwas wert. Falls wir uns nächste Woche sehen, kann ich es mir anschauen, wenn Du möchtest.

Allerdings, wenn es anders herum zufriedenstellend läuft, könnte man es einfach auch vergessen.

Gruß
Borek


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